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Angelique Kerber gewinnt in Paris ihren ersten WTA-Titel

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Kerber: "Habe so hart wie nie trainiert"

13.02.2012, 08:57 Uhr | sid, dpa, dapd

Angelique Kerber gewinnt in Paris ihren ersten WTA-Titel. Angelique Kerber feiert ihren ersten WTA-Titel. (Quelle: imago)

Angelique Kerber feiert ihren ersten WTA-Titel. (Quelle: imago)

Mit Karpfen und Sauerkraut bei den Großeltern hat sich Deutschlands Tennis-Hoffnung Angelique Kerber an Heiligabend so richtig verwöhnen lassen. Es sollte eine erste Belohnung für die Entbehrungen der harten Trainingswochen zuvor sein. Mittlerweile hat sich die Plackerei für die 24-Jährige längst auch auf den Courts dieser Welt ausgezahlt. Nun feierte Kerber nach 2:39 Stunden mit einem 7:6 (7:3), 5:7, 6:3 im zweiten Endspiel ihrer Laufbahn gegen die an Nummer zwei gesetzte Lokalmatadorin Marion Bartoli ihren ersten WTA-Titel in Paris.

Für die Linkshänderin selbst ist der Höhenflug seit ihrem sensationellen Halbfinaleinzug bei den US Open in New York im September 2011 kein Zufall. Wie "Angie im Wunderland" fühlt sie sich längst nicht mehr. "Ich habe in der Vorbereitung auf diese Saison so hart wie nie trainiert und war noch nie so fit. Mein Ziel zu Beginn des Jahres war es, die Top 20 anzugreifen", sagte die Weltranglisten-27, die mit dem Triumph ein Preisgeld in Höhe von 107.000 Dollar gewann.

Kerber zeigt Moral im dritten Satz

Kerber begann mutig und lag im ersten Satz zweimal mit einem Break vorne. Zwar schlug Bartoli beide Male zurück, doch im Tiebreak spielte Kerber wieder groß auf und verwandelte nach 57 Minuten ihren ersten Satzball. Auch im zweiten Durchgang bestimmte sie das Geschehen. Beim Stand von 5:3 schlug sie zum Matchgewinn auf, bekam kurz vor dem größten Erfolg ihrer Karriere aber doch weiche Knie.

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Zu Null gab die Linkshänderin ihren Aufschlag ab und verlor wenig später den Satz mit 5:7. Doch Kerber bewies Moral und nahm Bartoli im dritten Abschnitt sofort zweimal das Service ab. Zwar begann danach noch einmal das große Zittern, doch am Ende hatte sie ihre Nervosität im Griff und bestätigte mit dem Erfolg ihren Aufwärtstrend der vergangenen Monate.

Rittner: "Angie zeigt so viel Positives"

Nach zwei Halbfinal-Teilnahmen im Januar in Auckland und Hobart und bislang 13 Siegen und nur drei Niederlagen in diesem Jahr ist sie derzeit eine der erfolgreichsten Spielerinnen auf der Tour. Im Viertelfinale von Paris schaffte Kerber gegen die frühere Weltranglistenerste Maria Scharapowa sogar ihren ersten Erfolg über eine Top-5-Spielerin. "Angie zeigt so viel Positives auf dem Platz. Man sieht, dass sie viel Spaß hat", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner über ihre Nummer vier. In der neuen Weltrangliste wird sich die 24-Jährige erstmals auf Platz 21 verbessern.

Vergessen die Zeiten, als Experten der Kielerin vorwarfen, sie würde nicht professionell genug arbeiten. Der frühere Davis-Cup-Spieler Alexander Waske traut ihr mittlerweile sogar "den Sprung unter die besten Zehn" zu. In der Offenbacher Akademie von Waske und Rainer Schüttler hatte sich Kerber im November/Dezember zusammen mit Petkovic ("Angie hat noch viel mehr drauf") vorbereitet und statt in einem luxuriösen Hotel in einem einfachen Zimmer auf der Anlage gewohnt.

Kerber: "Bin viel selbstbewusster geworden"

Wohlwissend, dass in Sachen Erwartungshaltung seit Flushing Meadows 2011, wo sie erst im Halbfinale in drei Sätzen gegen die spätere Siegerin Sam Stosur aus Australien verlor, nichts mehr so ist, wie es einmal war. Damals im Spätsommer hatte sich Kerber als Nummer 92 der Bestenliste sensationell bis ins Halbfinale der US Open gespielt - und erste Bekanntschaft mit dem Rampenlicht gemacht.

"Ich habe während des Spiels sogar das Klicken der Kameras gehört. Das ist mir vorher noch nie passiert", berichtete Kerber, die bereits ihr Olympia-Ticket sicher hat. Ein paar Mal ertappte sich die Norddeutsche in den Wochen danach noch, als sie dachte: "Was wäre gewesen, wenn?". Mittlerweile gibt es den Gedanken nicht mehr. "Diesen Erfolg kann mir keiner mehr nehmen. Ich bin dadurch viel selbstbewusster geworden als Spielerin", sagt Kerber, hält kurz inne und betont dann: "Aber auch als Mensch."


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