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Tennis: Asarenka stoppt Siegeszug von Kerber

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Asarenka stoppt Siegeszug von Kerber

17.03.2012, 09:11 Uhr | dpa

Tennis: Asarenka stoppt Siegeszug von Kerber. "Glückwunsch": Kerber (re.) gratuliert Asarenka zum Sieg.

"Glückwunsch": Kerber (re.) gratuliert Asarenka zum Sieg.

Die beste Tennisspielerin der Welt war noch eine Nummer zu groß: Trotz einer couragierten Leistung hat Angelique Kerber beim Turnier von Indian Wells gegen die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka den Einzug ins Endspiel verpasst. Nach 99 starken Minuten verlor die Kielerin mit 4:6, 3:6. Für die Australian-Open-Gewinnerin Asarenka war es der 22. Sieg des Jahres.

Kerber war trotz der Niederlage alles andere als traurig. "Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Es hat nicht geklappt, aber ich denke, im Allgemeinen war es ein sehr gutes Turnier von mir", sagte sie.

Kerbers Aufschlag zu schwach

Endstation Asarenka - so war es vor ihr bereits Mona Barthel und Julia Görges bei der mit 5,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung ergangen. Mit beiden hatte sich Kerber zuvor getroffen, zusammen tüftelte das schleswig-holsteinische Trio an einer Taktik, um Asarenka die erste Niederlage des Jahres beizubringen.

Das Vorhaben lief gut an. Zwar gab Kerber gleich ihren ersten Aufschlag ab, lag schnell 0:2 hinten, glich jedoch nach einem Break zum 2:2 aus. Die Linkshänderin hielt bei den langen Ballwechseln bestens mit, diktierte auf dem Centre Court mitunter sogar das Tempo. "Sie hat exzellentes Tennis gespielt, mich dazu gezwungen, meine Leistung auf ein anderes Level zu bringen und richtig zu kämpfen, um zu gewinnen", lobte Asarenka. Kerber war der 22-jährigen lange Zeit ebenbürtig, hatte aber einen großen Nachteil - ihr Service. Sie selbst sprach vom "Knackpunkt". Immer, wenn es drauf ankam, landete ihr erster Aufschlag im Netz.

"Ich hatte meine Chance"

Ein Doppelfehler bedeutete im Eröffnungssatz einen 4:5-Rückstand. Asarenka nutzte diesen Vorteil und gewann den Durchgang 6:4. Anschließend nahmen sich beide Kontrahentinnen jeweils zweimal das Service ab. Asarenka zeigte plötzlich Schwächen, doch Kerber half ihr erneut.

Beim Stand von 3:3 konnte die Norddeutsche abermals den Aufschlag nicht halten - 3:4. Sie fluchte, suchte immer wieder den Blickkontakt zu Trainer Torben Beltz und konnte die Partie trotzdem nicht mehr drehen. "Ich hatte meine Chancen, habe alles gegeben, aber sie ist einfach eine großartige Spielerin und war besser", so Kerber.

Kerber rückt auf Platz 15 vor

Ihr sechster Aufschlagverlust war gleichbedeutend mit dem Ende ihres Kalifornien-Kapitels. Das Turnier in Indian Wells hatte sie schon immer zu ihren Lieblings-Turnieren gezählt. Die diesjährige Veranstaltung wird Kerber besonders in Erinnerung behalten. Durch den Halbfinal-Einzug verbessert sie sich in der Weltrangliste um vier Position auf Platz 15 und steigt bestens gelaunt in den Flieger zum nächsten Hartplatz-Highlight nach Miami. "Ich werde auf jeden Fall viel Erfahrung mitnehmen und habe mehr Selbstbewusstsein als vor dem Turnier."


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