Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Tennis >

Tennis: Auch Petkovic kann den Abstieg nicht verhindern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Petkovic-Comeback bringt nicht den erhofften Erfolg

22.04.2012, 16:13 Uhr | dpa

Tennis: Auch Petkovic kann den Abstieg nicht verhindern. Die deutschen Tennis-Damen um Andrea Petkovic steigen aus der Fed-Cup-Weltgruppe ab. (Quelle: dapd)

Die deutschen Tennis-Damen um Andrea Petkovic steigen aus der Fed-Cup-Weltgruppe ab. (Quelle: dapd)

Auch das Comeback von Andrea Petkovic hat die deutschen Tennis-Damen nicht vor dem Abstieg aus der Fed-Cup-Weltgruppe bewahrt. Die 24-Jährige stand in Stuttgart gegen US-Open-Siegerin Samantha Stosur nach fast dreieinhalb Monaten Verletzungspause auf verlorenem Posten und konnte die erhoffte Wende nicht einleiten.

Durch das 4:6, 1:6 war die deutsche Niederlage gegen Australien bereits vor dem abschließenden Einzel und Doppel besiegelt. Immerhin besiegte Angelique Kerber wenig später Olivia Rogowska mit 6:3, 6:3. Zum Abschluss gewannen Petkovic und Görges das bedeutungslose Doppel. Das deutsche Duo setzte gegen Casey Dellacqua und Jarmila Gajdosova mit 6:3, 6:4 durch.

Letzter Trumpf sticht nicht

Anstatt im nächsten Jahr um den Titel im traditionsreichen Mannschaftswettbewerb zu kämpfen, geht es für die erfolgsverwöhnten deutschen Damen zum vierten Mal seit 2005 in die Zweitklassigkeit. "Es ist sehr bitter, den entscheidenden dritten Punkt zu verlieren", sagte Petkovic nach ihrer Partie. Umwerfen werde der erneute Abstieg das Team aber nicht. "Wir sind eine geschlossene Gemeinschaft und werden einen neuen Anlauf nehmen", versprach sie.

"Natürlich verlieren wir dadurch wieder ein Jahr, aber die Mädels werden aus diesen Erfahrungen lernen", sagte Teamchefin Barbara Rittner. Die 38-Jährige hatte nach den beiden Auftaktpleiten von Kerber (6:7 (1:7), 4:6 gegen Stosur) und Julia Görges (4:6, 4:6) gegen Jarmila Gajdosova) tags zuvor mit der Nominierung von Petkovic ihren letzten Trumpf aus dem Ärmel gezogen.

So hart ist das Training von Andrea Petkovic & Co.

Ein Tag vollgepackt mit Konditions- und Techniktraining. Das Sportkolleg und Marcel Reif-Ranicki blicken hinter die Kulissen.

Das Sportkolleg war einen Tag mit den Profis unterwegs.


Probleme beim Aufschlag

Und in der Tat sorgte der erste Auftritt von Petkovic seit Mitte Januar zunächst für Aufbruchstimmung. Das Publikum feuerte sie lautstark an, Petkovic eröffnete die Begegnung mit einem krachenden Vorhandwinner. Doch schnell wurde deutlich, dass der Hessin nach der langen Pause wegen eines Ermüdungsbruchs im Rücken noch die Spielpraxis fehlte.

Vor allem beim Aufschlag hatte die Nummer elf der Welt große Probleme. "Ich musste die Bewegung nach der Verletzung praktisch neu erlernen", erklärte Petkovic. Die ersten drei Aufschlagspiele gab sie ab, zeigte bei Stosurs Service aber gute Ansätze und blieb damit im Spiel. Als sie zum 3:5 erstmals ihren Aufschlag durchbrachte und Stosur danach erneut das Service abnahm, kochte die Porsche-Arena.

Petkovic: "Ich habe in den entscheidenden Momenten zu hektisch agiert"

"Jetzt geht's los", hallte es durch die Halle, Petkovic pushte sich mit geballter Faust. Doch kurze Zeit später musste sie erneut ihren Aufschlag abgeben, die Weltranglisten-Fünfte Stosur verwandelte nach 42 Minuten ihren vierten Satzball. "Ich habe in den entscheidenden Momenten zu hektisch agiert, war wie eine Fliege ohne Kopf. Das nervt mich", sagte Petkovic.

Frustriert verließ sie nach der Niederlage den Center Court, ließ sich zunächst auch von ihren Mitspielerinnen nicht trösten. "Wenn ich verloren habe, brauche ich meine Ruhe, aber die Mädels haben mich in der Kabine aufgebaut", sagte Petkovic.

Deutsche Damen stehen sich immer wieder selbst im Weg

Ausschlaggebend für den erneuten Absturz der deutschen Damen in die Bedeutungslosigkeit war die Niederlage von Petkovic nicht. Vielmehr hatten Kerber und Görges am ersten Tag ihre Nerven nicht in den Griff bekommen. Ein inzwischen fast schon vertrautes Problem bei den deutschen Damen.

2010 in Tschechien war Petkovic am Druck zerbrochen. Anfang des Jahres war die dieses Mal verletzte Sabine Lisicki an der hohen Erwartungshaltung an die Spitzenspielerin zerbrochen. "Ich denke, das hat etwas mit Erfahrung zu tun. Aber man lernt daraus", versprach Petkovic.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal