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French Open: Kerber, Görges und Haas in der dritten Runde

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Auf Kerber wartet Angstgegnerin Pennetta

31.05.2012, 22:47 Uhr | dpa, dapd, sid

French Open: Kerber, Görges und Haas in der dritten Runde. Angelique Kerber returniert einen Ball bei den French Open 2012. (Quelle: imago)

Angelique Kerber returniert einen Ball bei den French Open 2012. (Quelle: imago)

Deutschlands Top-Ten-Spielerin Angelique Kerber hat sich bei den French Open auch von einer Spielunterbrechung nicht stoppen lassen. Die US-Open-Halbfinalistin beendete bei dem wichtigsten Sandplatz-Tennisturnier der Welt routiniert ihr zweigeteiltes Match gegen die Weißrussin Olga Goworzowa mit 6:3, 6:2. Die Zweitrundenpartie der Kielerin war am Mittwochabend wegen Regens und Dunkelheit beim Stand von 1:2 aus ihrer Sicht abgebrochen worden. "Es war nicht einfach. Das war eine ganz neue Situation für mich", sagte Kerber nach der zähen Hängepartie am Bois de Boulogne. "Es war eine lange Nacht für mich und ein ganz komisches Spiel."

Nach Kerber erreichte auch Fed-Cup-Kollegin Julia Görges bei dem mit 17,226 Millionen Euro dotierten Turnier im Stade Roland Garros die Runde der besten 32. Görges bezwang die britische Qualifikantin Heather Watson mit 6:3, 6:4 - gerade noch rechtzeitig vor der drohenden Dunkelheit. Im Eiltempo stürmte auch Tommy Haas in die dritte Runde. Der Weltranglisten-112. besiegte den Ukrainer Sergej Stachowski mit 6:2, 6:3, 6:2. Stachowski versuchte sich mit allen Mitteln in den nächsten Tag zu retten, ging auf die Toilette und nahm sich eine minutenlange Verletzungspause. Doch Haas ließ sich nicht beirren und verwandelte nach 1:56 Stunden seinen ersten Matchball. In der Runde der besten 32 trifft er nun auf den Franzosen Richard Gasquet.

Kohlschreiber unterliegt zweimal im Tie-Break

Die deutsche Herren-Bilanz ist aber trist: Die weiteren neun außer Haas sind draußen. München-Sieger Philipp Kohlschreiber, Cedrik-Marcel Stebe und Florian Mayer mussten ihre Koffer packen. Der an Nummer 32 gesetzte Mayer musste sich dem argentinischen Qualifikanten Eduardo Schwank 6:2, 3:6, 4:6, 6:7 (4:7) geschlagen geben und verpasste ein Duell mit Top-Favorit Rafael Nadal. "Ich hätte gern eine bessere Sandplatzsaison gespielt", haderte Mayer. "Aber das Leben geht weiter und die nächsten Turniere stehen an." Er reist jetzt nach Halle. Rasen kommt Mayer als Belag gelegen.



Deutschlands Spitzenspieler Kohlschreiber zog unglücklich den Kürzeren gegen den Argentinier Leonardo Mayer 6:7 (5:7), 6:7 (4:7), 5:7. Und Newcomer Stebe unterlag in seinem vertagten Match dem französischen Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga mit 2:6, 6:4, 2:6, 1:6 (Abbruch am Mittwochabend bei 1:1 im dritten Satz). "Es ist eine gute Erfahrung, mal eine Runde zu gewinnen und hier gegen so einen großen Spieler auf so einem großen Platz zu spielen", sagte Stebe, der 91. der Weltrangliste. Der 21-jährige Schwabe räumte aber ein: "Es war schwer für mich, mit der Pause umzugehen."

Kerber: "Habe noch Potential"

Kerber machte es besser: Der Weltanglisten-Zehnten reichte gegen die Nummer 77 der Tenniswelt, Goworzowa, eine solide Leistung. In der von vielen Breaks geprägten, nicht hochklassigen Partie zeigte sich die Norddeutsche vor allem in den entscheidenden Situationen im ersten Satz hellwach und hatte dann im zweiten Durchgang relativ leichtes Spiel. "Ich habe da noch Potenzial nach oben", sagte die 24-Jährige selbstkritisch. "Aber das ganze Warten hat Energie gekostet, und man muss auch an schlechten Tagen gewinnen können."

Mit einem Ass bei ihrem ersten Matchball machte sie nach einer Stunde und 15 Minuten ihren ersten Drittrundeneinzug bei den French Open perfekt. Nun trifft die Senkrechtstarterin, die in diesem Jahr in Paris und Kopenhagen ihre bisherigen beiden WTA-Titel gefeiert hatte, auf Flavia Pennetta. Gegen die Italienerin liegt sie im Vergleich 1:2 zurück. "Angie hat das Soll erfüllt. Sie war heute souverän die bessere Spielerin", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner über Kerber. "Gegen Pennetta ist alles offen."

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