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French Open 2012: Sara Errani steht überraschend im Finale

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Errani bezwingt Stosur und steht überraschend im Finale

08.06.2012, 09:41 Uhr | sid, dpa

French Open 2012: Sara Errani steht überraschend im Finale. Sara Errani steht im Damenfinale der French Open. (Quelle: dpa)

Sara Errani steht im Damenfinale der French Open. (Quelle: dpa)

Bei den French Open sorgt wieder eine Italienerin für Furore. Angelique-Kerber-Bezwingerin Sara Errani steht dort überraschend im Finale. Die laufstarke und taktisch klug spielende Nummer 21 der Setzliste bezwang in Paris die klar favorisierte US-Open-Siegerin Samantha Stosur mit 7:5, 1:6, 6:3. Die bisherige Sandplatz-Königin der Saison benötigte 2:04 Stunden, um die australische Powerfrau niederzuringen.

In ihrem ersten Grand-Slam-Finale trifft die 25-Jährige nun entweder auf Maria Scharapowa oder Wimbledonsiegerin Petra Kvitova.

Dritte Italienerin im Finale von Roland Garros

"Es ist ein unglaubliches Gefühl. Vielen Dank an mein Team", sagte Errani, die mit Freudentränen zu kämpfen hatte: "Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich habe es nicht erwartet, hier im Finale zu stehen." Errani verwandelte gegen die Kontrahentin von der Gold Coast ihren ersten Matchball nach 2:04 Stunden. Damit steht zum dritten Mal in Serie eine Italienerin im Finale von Roland Garros, nachdem Francesca Schiavone 2010 den Titel gegen Stosur gewonnen und 2011 im Endspiel gegen Li Na verloren hatte.

Errani nun in den Top Ten

Durch den größten Erfolg ihrer Karriere rückt Errani, die in dieser Saison bereits bei drei Turnieren auf Sand triumphieren konnte, zum ersten Mal unter die Top Ten der Weltrangliste vor. Das erste Halbfinale der Damen hatte mit Verzögerung begonnen, nachdem es in Paris heftig geregnet hatte.

Stosur verzweifelt an Errani-Spin

Nach nervösem Beginn steigerte sich die 1,64 Meter kleine Italienerin Errani und knüpfte an ihre starke Leistung aus dem Spiel gegen die deutsche Nummer eins Kerber an. Im zweiten Durchgang zeigte Stosur, die zuvor noch keinen Satz im Turnierverlauf verloren hatte, ihr gewohntes Power-Tennis und drängte Errani bereits mit dem Return hinter die Grundlinie.

Im entscheidenden Durchgang unterliefen Stosur jedoch zahlreiche Fehler mit der Vorhand, teils ohne Not, teils durch den unangenehmen Spin der Italienerin erzwungen. Die wirkte auch nach zwei Stunden Spielzeit noch frisch. Dabei hatte Errani im Turnierverlauf 8:18 Stunden gespielt, Stosur nur sechs auf dem Platz gestanden. Auch im Doppel steht Errani im Finale. An der Seite von Roberta Vinci trifft sie auf Maria Kirilenko und Nadia Petrowa aus Russland.

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