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French Open 2012: Herren-Finale geht am Montag in die Verlängerung

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French Open: Herren-Finale geht in die Verlängerung

11.06.2012, 11:01 Uhr | dpa

French Open 2012: Herren-Finale geht am Montag in die Verlängerung. Novak Djokovic verlässt den Centre Court in Paris. Das Finale der French Open gegen Rafael Nadal wurde wegen Regens abgebrochen. (Quelle: dpa)

Novak Djokovic verlässt den Centre Court in Paris. Das Finale der French Open gegen Rafael Nadal wurde wegen Regens abgebrochen. (Quelle: dpa)

Die historische Entscheidung im Herren-Finale der French Open ist vertagt. Das Giganten-Duell zwischen Sandplatz-König Rafael Nadal und dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic wurde am Sonntag nach der zweiten Regenpause beim Stand von 6:4, 6:3, 2:6, 1:2 für Nadal auf Montag (13.00 Uhr) verschoben. Der Spanier greift nach dem siebten Roland-Garros-Titel und würde den legendären Sechsfach-Champion Björn Borg damit in seinen Schatten stellen. Der Serbe Djokovic darf weiter vom "Djoko Slam" träumen: Er will als erster Tennisprofi seit Rod Laver vor 43 Jahren alle vier Grand-Slam-Titel auf einmal halten.

Auch damit schrieben die beiden Tennis-Stars Geschichte: Noch nie standen sich dieselben Kontrahenten in vier aufeinanderfolgenden Endspielen bei den Majors gegenüber. Zuletzt war das Pariser Finale 1973 zwischen Ilie Nastase aus Rumänien und dem Jugoslawen Niki Pilic an einem Sonntag ins Wasser gefallen und musste zwei Tage später weitergespielt werden.

Nadal mit einer Portion Extra-Feuer

Die Tennis-Granden hatten sich vorher mit Superlativen geradezu überschlagen. Borg selbst hatte gesagt: "Für mich ist Rafa der beste Sandplatzspieler der Geschichte." Wilander hält Nadal für "besser als jemals zuvor". Ex-Roland-Garros-Sieger Michael Chang fiel auf: "Wann immer er auf der roten Asche von Roland Garros steht, hat er ein extra Feuer."

Und dieses Feuer sah man dem 26-Jährigen, der in Paris eine Matchbilanz von 51:1 hat, gleich an. Er trat energiegeladen auf den Court Philippe Chatrier und nahm Djokovic sofort den Aufschlag ab. Nach 13 Minuten stand es 3:0 mit Doppelbreak - als wäre der Serbe ein Statist, und nicht der Mann, der Nadal zuletzt denkwürdig in einem epischen Australian-Open-Endspiel und insgesamt dreimal in Serie in Grand-Slam-Finals besiegt hatte.

Leistungssteigerung nach Verwarnung

Die staunenden 15.000 Zuschauer dürften sich anfangs an die 6:1, 6:3, 6:0-Lehrstunde erinnert gefühlt haben, die Nadal seinem langjährigen Rivalen Roger Federer 2008 in der französischen Hauptstadt erteilt hatte. Aber Djokovic rackerte, kämpfte sich in die Partie und wehrte sich bei Nieselregen nach Kräften. Nach 95 Minuten ging er zum großen Jubel des Publikums erstmals in Führung: mit 3:2 in Satz zwei. Als er prompt wieder ein Break einfing, schlug er mit dem Racket ein Loch in seine Holzbank und kassierte eine Verwarnung.

Nach einer halbstündigen Regenunterbrechung am Ende des zweiten Satzes kam Nadal wieder wie ein Wilder aus der Umkleide. Bei 2:0 im dritten Satz sah er schon wie der sichere Sieger aus - aber Djokovic erkämpfte sich urplötzlich das Momentum. Der 25-Jährige machte acht Spiele nacheinander und trotzte Nadal den ersten Satz des Turniers ab. Der Spanier fluchte über den rutschigen Platz und die schweren Bälle. Aus der zweiten Regenpause kehrten die beiden dann nicht mehr zurück. Oberschiedsrichter Stefan Fransson erklärte den Platz für nicht mehr bespielbar.

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