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Tommy Haas erhält keine Wildcard von der ITF

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Haas nicht auf DTB- und DOSB-Liste

22.06.2012, 13:21 Uhr | sid, t-online.de

Tommy Haas erhält keine Wildcard von der ITF. Tommy Haas beim Rasenturnier in Halle 2012.  (Quelle: dpa)

Tommy Haas beim Rasenturnier in Halle 2012. (Quelle: dpa)

In Wimbledon treffen Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas in der ersten Runde aufeinander. Beim olympischen Tennisturnier auf dem heiligen Rasen werden sich die Rivalen jedoch nicht begegnen. Während Kohlschreiber vom Deutschen Tennis Bund (DTB) für Olympia in London (25. Juli bis 12. August) vorgeschlagen wurde, muss Haas seine Hoffnungen auf die zweite Medaille nach Sydney 2000 endgültig begraben. Der Tennis-Weltverband wird ihm keine Wildcard für das olympische Turnier geben. "Wir geben nur den Spielern eine Wildcard, die von ihrem Land zur Nominierung vorgeschlagen wurden", sagte ITF-Sprecher Nick Davies.

"Tommy Haas steht weder beim Deutschen Tennis Bund noch beim Deutschen Olympischen Sportbund auf der Liste, deshalb wird es für ihn definitiv keine Wildcard geben." Damit werden voraussichtlich Philipp Kohlschreiber im Einzel sowie Philipp Petzschner und Christopher Kas im Doppel die deutschen Farben beim olympischen Tennisturnier in Wimbledon vertreten.

Mayer sagt ab - Kerber gegen Hradecka

Florian Mayer hat auf eigenen Wunsch wegen seines zu engen Turnierplans auf eine Olympia-Nominierung verzichtet. Für das Damenturnier hat der DTB dem DOSB Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Julia Görges und die zurzeit noch wegen der Nachwirkungen ihres Bänderrisses pausierende Andrea Petkovic zur Nominierung vorgeschlagen.

Kerber, die deutsche Nummer eins, erwischte beim wichtigsten Tennisturnier der Welt eine lösbare Aufgabe in der ersten Runde. Die 24 Jahre alte Linkshänderin trifft zum Auftakt auf die Tschechin Lucie Hradecka. Im Viertelfinale könnte allerdings bereits Paris-Champion Maria Scharapowa (Russland/Nr. 1) auf die Deutsche warten. Die Nummer eins der Welt hatte 2004 zum bislang einzigen Mal auf dem heiligen Rasen triumphiert und wird bei den Olympischen Spielen die russische Fahne ins Olympiastadion tragen.

Görges gegen Peer, Lisicki trifft auf Martic

Auch Görges und Lisicki gehen in Wimbledon als Favoritinnen in ihre Erstrundenpartien. Die an Position 22 gesetzt Görges trifft auf die Israelin Shahar Peer, Lisicki (Berlin/Nr. 15) bekommt es mit der Kroatin Petra Martic zu tun. Im vergangenen Jahr hatte Lisicki das Halbfinale erreicht und war dort an Scharapowa gescheitert.

Lisicki war im vergangenen Jahr die beste Deutsche auf Rasen, Tommy Haas hat in diesem Jahr beim Vorbereitungsturnier in Halle/Westfalen überzeugt. Im Halbfinale schlug der 34-Jährige seinen Rivalen Kohlschreiber, im Endspiel bezwang er sogar Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) und gewann seinen 13. ATP-Titel. Seine zweiten Olympischen Spiele verpasst er dennoch.

DTB wollte DOSB umstimmen

"Tommy Haas hat beim Turnier in Halle eine sehr gute Leistung gezeigt, aber wir konnten ihn trotzdem nicht für eine Wildcard vorschlagen, weil er nicht nur die deutsche Olympianorm nicht erfüllt, sondern auch die internationale Norm der ITF verfehlt hat", erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

So hart ist das Training von Andrea Petkovic & Co.

Ein Tag vollgepackt mit Konditions- und Techniktraining. Das Sportkolleg und Marcel Reif-Ranicki blicken hinter die Kulissen.

Das Sportkolleg war einen Tag mit den Profis unterwegs.


"Es gibt eine ganze Reihe von Athletinnen und Athleten, die zwar die internationale, aber nicht die deutsche Norm in ihrer Sportart erfüllen und von ihren Verbänden dennoch nicht für London vorgeschlagen werden. Hier müssen wir alle Athletinnen und Athleten und alle Sportarten gleich behandeln." Der DTB hatte bis zuletzt vergeblich alles versucht, um den DOSB im Fall Haas zum Umdenken zu bewegen.

Haas will keinen neuen "Schüttler-Fall"

Der Weg vor den internationalen Sportgerichtshof CAS, wie ihn Rainer Schüttler 2008 in Peking mit Erfolg gegangen war, ist für den 34-jährigen Haas, den Olympiazweiten von Athen, keine Option. Schüttler hatte seinen Olympia-Start vor vier Jahren buchstäblich in letzter Minute beim CAS-Schnellgericht vor Ort erstritten. Schüttler, wenige Wochen vor Olympia im Wimbledon-Halbfinale, war damals nach der Absage etlicher Spieler in der für Olympia relevanten bereinigten Weltrangliste der ATP unter die ersten 56 vorgerückt, von der ITF aber dennoch nicht nominiert worden.

Der CAS gab Schüttler, der vom DOSB unterstützt wurde, vor Ort Recht. Die bereinigte Weltrangliste der ATP und auch die der WTA umfasst 56 Spieler, darunter maximal vier aus einem Land. Frankreich hatte beispielsweise in der für die Olympia-Qualifikation maßgeblichen Rangliste vom 11. Juni sieben Spieler unter den ersten 56, davon sind aber nur die vier besten - in dem Fall Jo-Wilfried Tsonga, Gilles Simon, Gael Monfils und Richard Gasquet - für Olympia spielberechtigt.

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