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Wimbledon: Federer vor achten Titel - Sieg über Djokovic

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Federer trifft im Finale auf Murray

06.07.2012, 20:58 Uhr | sid, dpa

Wimbledon: Federer vor achten Titel - Sieg über Djokovic. Finaleinzug in Wimbledon: Roger Federer fehlt nur noch ein Sieg zu seinem siebten Turniersieg in London. (Quelle: imago)

Finaleinzug in Wimbledon: Roger Federer fehlt nur noch ein Sieg zu seinem siebten Turniersieg in London. (Quelle: imago)

Das Finale beim Tennisturnier von Wimbledon ist perfekt: Auf dem heiligen Rasen des All England Clubs treffen der sechsmalige Champion Roger Federer und Lokalmatador Andy Murray aufeinander. Während der Publikumsliebling aus der Schweiz mit dem siebten Wimbledontitel auf den Thron der Tennis-Welt zurückkehren will, hat Murray mit dem ersten Finaleinzug eines Briten seit 74 Jahren die Hoffnungen einer ganzen Nation bereits erfüllt.

Federer gewann das Gigantenduell gegen Titelverteidiger Novak Djokovic, das die Tageszeitung "The Times" "zum Vater und zur Mutter aller Halbfinals" ausgerufen hatte, nach 2:19 Stunden 6:3, 3:6, 6:4, 6:3 und lieferte damit auf dem Centre Court die Ouvertüre für Murrays mit Spannung erwarteten Auftritt.

Murray erfüllt Hoffnungen der Briten

Der Schotte zog mit einem 6:3, 6:4, 3:6, 7:5 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga als erster Brite seit Bunny Austin 1938 in ein Wimbledon-Finale ein. "Ich fühle Erleichterung, Begeisterung, es ist schwer zu beschreiben", sagte Murray. Nach dem verwandelten Matchball hatte er Tränen in den Augen.

"Alle erwarten Unglaubliches von mir", sagte Murray zum Druck auf dem Platz und fügte mit Blick auf das Finale hinzu: "Es wird eines der größten Matches meines Lebens."

Gegen Murray gilt Federer als Favorit

Fast 15.000 Zuschauer und Tausende mehr vor der großen Leinwand auf dem sogenannten "Mount Murray" peitschten ihn zum Sieg gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga - und ins Finale. Der Favorit im Endspiel ist allerdings Maestro Federer, der mit seinem siebten Wimbledontitel zum Rekordhalter Pete Sampras aufschließen kann.

Sein insgesamt 17. Sieg bei einem Major würde ihn nach zweijähriger Abstinenz wieder auf Platz eins der Weltrangliste katapultieren. Damit würde er auch Sampras' Bestmarke von 286 Wochen an der Spitze egalisieren

Federer legt keinen Wert auf Statistiken

Doch als das ist für Federer zweitrangig: "Ich wollte nur meine Chance auf einen weiteren Titel wahren. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen." Das tat der 30-Jährige dennoch eindrucksvoll. Viele Experten hatten ihm einen Erfolg gegen Djokovic nicht mehr zugetraut.

Im 27. Duell mit dem Serben gewann Federer zum 15. Mal, es war allerdings das erste Match der beiden Dauerrivalen auf Rasen. "Es war klar, dass es hier ein anderes Spiel wird", sagte der Schweizer.

Langersehnter Sieg für Federer

Zuletzt hatte Federer sechs der letzten sieben Duelle gegen Djokovic verloren, teilweise schmerzhaft knapp nach Matchbällen wie bei den US Open 2011 oder teilweise erschütternd chancenlos wie bei der Dreisatzpleite im Halbfinale der French Open. Im Londoner Bezirk SW19, wo sich Federer am wohlsten fühlt, widerlegte er seine Kritiker.

Boris Becker, der gemeinsam mit Federer, Sampras und dem Briten Arthur Gore mit sieben Finalteilnahmen an der Spitze der Rekordliste gestanden hatte, musste den Schlüssel zu seinem Wohnzimmer weiterreichen. "Highspeed-Tennis" nannte der deutsche BBC-Experte Federers Auftritt, mit dem dieser sein achtes Wimbledonfinale erreichte.

Verbissene Gegenwehr von Djokovic bleibt unbelohnt

Djokovic stemmte sich gegen Federers herausragendes Rasentennis. Im dritten Satz wehrte der 25-Jährige drei Breakchancen ab, doch Federer ließ nicht locker. "Das war der Schlüssel zum Sieg", sagte er, und Djokovic bestätigte: "Von dem Satzverlust habe ich mich nicht mehr erholt."

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Die Enttäuschung war ihm anzumerken, als er auf der Pressekonferenz einen Journalisten anmeckerte: "Sie mögen es wohl, über Roger zu sprechen." Djokovic deutete körperliche Probleme an: "Ich habe mich in den letzten fünf Tagen nicht besonders wohl gefühlt. Darüber will ich jetzt allerdings nicht reden. Ich war nicht auf meinem Top-Level."

Murray nutzt das Momentum

Das erreichte Andy Murray just zum Zeitpunkt, als es darauf ankam. Dreimal war der Weltranglistenvierte in den vergangenen Jahren im Halbfinale gescheitert, viermal war dies Tim Henman passiert, dreimal vergab Roger Taylor die Chance und einmal verfehlte Mike Sangster den finalen Schritt. So wartete ganz Großbritannien seit Henry "Bunny" Austins Endspiel 1938 auf einen neuen Helden.

Die Times hatte geschrieben: "Der Geist von Bunny Austin wird auf Murrays Schultern sitzen, wenn er gegen Tsonga spielt." Sollte es so gewesen sein, dann beflügelte er den 25-Jährigen. Murray hatte vor dem Match gesagt: "Ich verstehe, wie wichtig das Finale ist, aber ich will dies für mich selbst schaffen." Gewinnt er auch noch das Traumfinale gegen Federer, dann wird der Schotte zum Liebling des gesamten Königreichs und hat den Wimbledonfluch gebrochen - für die ganze Nation.

Der große Fred Perry hatte als letzter Brite 1936 auf dem heiligen Rasen triumphiert.

Petzschner scheitert im Doppel-Halbfinale

Philipp Petzschner hat an der Seite seines österreichischen Doppelpartners Jürgen Melzer das Finale von Wimbledon verpasst. Das Duo unterlag in der Neuauflage des Endspiels von 2010 Robert Lindstedt und Horia Tecau 4:6, 7:6 (12:10), 4:6, 3:6.

Petzschner/Melzer hatten vor zwei Jahren den Doppeltitel im All England Club gewonnen. Lindstedt und Tecau stehen damit zum dritten Mal in Serie im Finale des wichtigsten Tennisturniers der Welt.

Williams-Schwestern im Doppelfinale

Serena Williams, die im Einzel gegen Agnieszka Radwanska um ihren fünften Titel spielt, greift derweil auch im Doppel nach ihrem fünften Wimbledonsieg. An der Seite ihrer Schwester Venus steht die US-Amerikanerin im Endspiel gegen Andrea Hlavackova und Lucie Hradecka aus Tschechien.

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