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US Open: Lisicki und Görges schon raus

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New York: Lisicki und Görges schon raus

27.08.2012, 22:27 Uhr | dpa

US Open: Lisicki und Görges schon raus. Sabine Lisicki am ersten Tag der US Open in New York. (Quelle: dpa)

Sabine Lisicki am ersten Tag der US Open in New York. (Quelle: dpa)

Auch eine fast dreistündige Regenpause hat die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen Sabine Lisicki und Julia Görges nicht mehr retten können. Sowohl die an Nummer 16 gesetzte Lisicki und die an Position 18 eingestufte Görges scheiterten bei den US Open schon an ihren Erstrunden-Hürden.

Lisicki musste sich der Rumänin Sorana Cirstea mit 6:4, 2:6, 2:6 geschlagen geben. Die 22-Jährige kassierte beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres damit die vierte Pleite im vierten Vergleich mit Cirstea. Wie schon in den vorherigen Tennis-Duellen fand Lisicki keine Mittel. Sie machte ungewohnt viele leichte Fehler, ihr sonst so gefürchteter Aufschlag ließ sie zu oft im Stich. Symptomatisch, dass Lisicki mit einem Doppelfehler das Match beendete. Görges unterlag Kristyna Pliskova aus Tschechien erschreckend deutlich mit 6:7 (4:7), 1:6.

Mayer in der Wetter-Warteschleife

Gerade noch vor dem großen Regen hatte es Vorjahressiegerin Samantha Stosur dagegen in die zweite Runde geschafft. Die australische Titelverteidigerin entledigte sich mit 6:1, 6:1 ihrer Erstrunden-Aufgabe gegen Petra Martic aus Kroatien.

In der Warteschleife hing zunächst auch Florian Mayer. Auf dem Spielplan am ersten Tag des mit gut 25 Millionen Dollar dotierten Grand-Slam-Spektakels in Flushing Meadows stand noch dessen Erstrunden-Aufgabe gegen den Amerikaner Jack Sock. Zuvor schon allerdings hatte sich der Bayreuther in der Olympia-Debatte zu Wort gemeldet und die Kritik an seiner Person wegen seiner Absage zurückgewiesen.

Die Olympia-Debatte geht weiter

"Ich finde, Kritik ist absolut berechtigt, wenn ich schlecht spiele", sagte der 28-Jährige in einem Interview auf "sportschau.de". "Aber dieses Mal fand ich es sehr ungerecht, und es ging auch teilweise unter die Gürtellinie." Er habe bereits vor Wimbledon für die Olympischen Spiele in London abgesagt, betonte er. "Und ich hatte auch keine wirkliche Medaillenchance für mich gesehen. Ich war ehrlich. Dass dann so mit mir umgegangen wurde in den letzten Wochen, war doch sehr enttäuschend und auch nicht fair."

Der Olympia-Verzicht Mayers und die verletzungsbedingte kurzfristige Absage von Philipp Kohlschreiber hatten massive Kritik hervorgerufen, unter anderen von Boris Becker, Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen und auch DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg. Der Chef des Deutschen Tennis Bundes forderte zuletzt sogar, Spieler, die Olympia verweigern, nicht mehr für den Davis Cup zu nominieren.

Davis Cup: Haas entscheidet in letzter Minute

"Das ist natürlich doppelt enttäuschend, so etwas zu lesen. Ich kann nur sagen, dass ich im Davis Cup immer mit sehr viel Herz gespielt habe", sagte Mayer dazu. Gegen Australien in der Davis-Cup-Relegation Mitte September in Hamburg würde er gerne spielen. Am 4. September wird Kühnen sein Aufgebot benennen.

Ob Routinier Tommy Haas dazu zählt, ist offen. Der gebürtige Hamburger will sich erst nach seinen 15. US Open festlegen. Kein aktiver Spieler im Feld schlug öfter im New Yorker Stadtteil Queens auf als der 34-Jährige. "Die Situation ist schwierig für mich: zum einen brauche ich eine Pause, zum anderen würde ich in meiner Heimatstadt Hamburg sehr gerne spielen", sagte Haas dem ZDF. "Ich entscheide mich wohl erst in letzter Minute."

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