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US Open: Finale zwischen Ferrer und Djokovic verspricht Spektakel

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US-Open-Finale zwischen Ferrer und Djokovic verspricht Spektakel

07.09.2012, 10:32 Uhr | dpa

US Open: Finale zwischen Ferrer und Djokovic verspricht Spektakel. Novak Djokovic nimmmt den Beifall des Publikums entgegen.

Novak Djokovic nimmmt den Beifall des Publikums entgegen. (Quelle: dpa)

New York (dpa) - Erstmals seit fünf Jahren müssen die US-Open-Fans am Finalwochenende auf Roger Federer und Rafael Nadal verzichten. Doch auch so verspricht der "Super-Samstag" Spannung. Titelverteidiger Novak Djokovic muss sich eines unscheinbaren Spaniers erwehren.

Als Novak Djokovic nach seinem spektakulären Viertelfinal-Sieg gegen den früheren US-Open-Champion Juan Martin del Potro nach seinem nächsten Gegner gefragt wurde, zögerte er nicht lange. "Er ist einer der beständigsten Spieler der letzten Jahre. Ich habe großen Respekt vor ihm. Er spielt auf jedem Belag großartig", sagte der 25 Jahre alte Titelverteidiger aus Serbien.

Der so Gepriesene heißt allerdings nicht Roger Federer, Rafael Nadal oder Andy Murray. Der Spanier fehlt verletzt, der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz ist nach seiner Viertelfinal-Pleite gegen Tomas Berdych bereits abgereist und der britische Olympiasieger könnte erst im Endspiel warten. Nein, im US-Open-Halbfinale an diesem Samstag, den die Amerikaner voller Stolz ihren "Super-Saturday" nennen, trifft der Weltranglisten-Zweite Djokovic auf den Spanier David Ferrer. Erstmals seit 2007 sind damit weder Federer noch Nadal in New York unter den besten Vier.

Ferrer ist die Nummer fünf der Welt und hat in diesem Jahr schon fünf Turniere gewonnen - nur Federer hat mehr. Der 30 Jahre alte Tennisprofi aus Javea ist zudem neben dem ein Jahr älteren Federer der einzige Spieler auf der Tour, der in dieser Saison auf allen drei Belägen (Rasen, Hartplatz, Sand) Titel geholt hat. Und dennoch wird er von der Öffentlichkeit quasi ignoriert. "Die Leute reden nicht so viel über ihn, sie übersehen ihn", sagte auch Djokovic nach seinem 6:2, 7:6 (7:3), 6:4-Erfolg gegen den Argentinier del Potro.

Den beeindruckenden Fünf-Satz-Thriller zwischen Ferrer und Janko Tipsarevic wenige Stunden vor seinem Match hat er sich genau angeschaut. Im entscheidenden fünften Satz lag Ferrer 1:4 gegen den 28 Jahre alten Serben zurück - und machte einfach stoisch weiter bis zum letzten Punkt. "Er ist ein Kämpfer", sagte Djokovic über seinen Halbfinal-Gegner. Im anderen Semifinale vor dem abendlichen Showdown im Damen-Endspiel duellieren sich am Samstag der ebenso unscheinbare Federer-Besieger Berdych und der Weltranglisten-Vierte Murray.

Allen Respektsbekundungen zum Trotz geht Djokovic nach seinen bisherigen Auftritten im Flushing Meadows Corona Park aber als klarer Favorit in sein zehntes Grand-Slam-Halbfinale in Serie. Der Weg zur Titelverteidigung scheint frei für den fünfmaligen Major-Sieger, der bei diesem Turnier noch keinen Satz verloren hat.

Ausgerechnet in einem Jahr, das manche Beobachter nach dem Verlust der Weltranglisten-Führung schon als "verkorkst" abgetan hatten, bietet sich Djokovic nun die große Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel nach den Australian Open. "Es hat eine besondere Bedeutung, hier den Titel verteidigen zu wollen", gab er zu.

Und auf die Frage, ob es sich irgendwie anders anfühle, dass zum ersten Mal in seiner Karriere weder Federer noch Nadal mit ihm im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers seien, antwortete Djokovic: "Für mich macht es keinen Unterschied. Ich nehme jeden Gegner ernst. Wir haben jetzt Murray, Berdych, Ferrer und mich, wir sind alle Top-10-Spieler. Ich finde, es ist immer noch ein gutes Turnier."

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