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Davis-Cup-Team liegt 0:1 zurück: Stebe verliert

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Stebe verpatzt Start für DTB-Team ins Relegationsmatch

14.09.2012, 15:21 Uhr | dpa

Davis-Cup-Team liegt 0:1 zurück: Stebe verliert. Cedrik-Marcel Stebe hat das Auftaktspiel gegen den Australier Bernard Tomic verloren.

Cedrik-Marcel Stebe hat das Auftaktspiel gegen den Australier Bernard Tomic verloren. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Der Abstiegskampf im Davis Cup wird für das deutsche Tennis-Team von Beginn an zur befürchteten Zitterpartie. Cedrik-Marcel Stebe verlor bei der Relegation gegen Australien in Hamburg das Auftaktmatch gegen Bernard Tomic mit 6:2, 3:6, 4:6, 6:7 (4:7).

Das zweite Einzel bestritten danach Florian Mayer und der frühere Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt. "Ich bin am Anfang gut gestartet. Ich habe dann ein bisschen nachgelassen und nicht so gut dagegen gehalten", sagte Stebe und befand selbstkritisch: "Ich habe ein paar zu viele Fehler gemacht in wichtigen Situationen." Der einstige Davis-Cup-Sieger Michael Stich meinte, Stebe habe selbst zu wenig die Initiative ergriffen und urteilte: "Kämpfen allein reicht nicht." Dazu meinte Stebe mit Blick auf Kühle, Wind und etwas Niesel: "Bei den Bedingungen ist nicht viel zu holen. Der Ball war schwer, man konnte kaum Druck machen." Für Mayers Einzel wurde das Dach über dem Platz geschlossen.

Aus dem fernen Amerika hatte sich vor dem ersten Aufschlag der pausierende Tommy Haas gemeldet. "Here we go Jungs, heute gehts wieder für Deutschland. Drücke euch die Daumen, come on!!!!", twitterte der Routinier in Richtung seiner Geburtsstadt. Dort hatte er vor zwei Monaten mit dem Final-Einzug beim ATP-Turnier geglänzt.

Zunächst lief auf dem Center Court am Rothenbaum auch für Stebe bei seinem zweiten Davis-Cup-Einsatz alles gut. Gegen Argentinien hatte er beim 1:4 im Februar zum Abschluss den Ehrenpunkt geholt. Der 21-Jährige verlor zwar die ersten sechs Ballwechsel, dann hatte der momentan nur auf Platz 127 der Weltrangliste notierte Linkshänder seine Anfangsnervosität abgelegt und holte den ersten Durchgang - auch dank der Fehler von Tomic. "Er hat viel besser gespielt als sein Ranking. Er hat Top-20-Sandplatztennis gespielt", sagte Tomic.

Nach einer Stunde Spielzeit kam der 19-Jährige unter grauem Himmel und bei unangenehm kühlem Wind dann auf Betriebstemperatur. Die Nummer 42 der Welt machte nun mehr Druck und gewann die Oberhand - sehr zur Zufriedenheit des fröstelnden Kapitäns Patrick Rafter. Der einstige Weltranglisten-Erste hatte sich wegen des Herbstklimas ein Handtuch um den Hals gelegt. Wetterfester zeigten sich australische Fans unter den etwa 2000 Zuschauern, die Tomic zur Mittagsstunde bei 15 Grad in T-Shirt, kurzer Hose und Badelatschen anfeuerten.

Stebes kämpferische Qualitäten genügten nun nicht mehr. Nach dem Satzausgleich lag die deutsche Nummer zwei aus Vaihingen/Enz im dritten Durchgang nach zwei Breaks 1:4 zurück. Zwar versuchte Stebe, jetzt selbst die Punkte zu machen, produzierte aber dabei zu viele Fehler, obwohl ihm ein Trickschlag durch die Beine gelang.

Auch Tomic konnte sein Niveau zeitweise nicht mehr halten. Nach einem Break-Festival im vierten Satz führte Stebe 3:0 und 4:2, gab diese Führungen jedoch aus der Hand. Beim 4:5 nahm er seinem zeitweiligen Trainingspartner noch einmal das Service ab. Im Tiebreak setzte sich dessen größere Klasse nach 3:17 Stunden Spielzeit schließlich durch.

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