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Pilic schließt Rückkehr als Davis-Cup-Kapitän aus

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Nach Kühnen-Rücktritt: DTB sucht Nachfolger

01.11.2012, 13:14 Uhr | dpa

Pilic schließt Rückkehr als Davis-Cup-Kapitän aus. Davis-Cup-Teamchef Niki Pilic und Boris Becker 1996 vor dem Viertelfinale gegen Frankreich.

Davis-Cup-Teamchef Niki Pilic und Boris Becker 1996 vor dem Viertelfinale gegen Frankreich. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Bei einem Mittagessen mit Niki Pilic tauschte sich DTB-Vizepräsident Carl-Uwe Steeb mit seinem einstigen Kapitän darüber aus, wie es nach dem Rücktritt von Patrik Kühnen im deutschen Davis-Cup-Team weitergehen kann.

Am Tag des Kühnen-Abschieds saßen Steeb und Pilic in München eine Stunde zusammen und besprachen die missliche Lage im deutschen Herren-Tennis. Dass er sich selbst noch einmal auf die Bank setzt, schloss der mittlerweile 73 Jahre alte Pilic aus. "Ich habe das viele Jahre gemacht, ich habe kein Interesse daran", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Pilic gewann 1988, 1989 und 1993 als deutscher Teamchef den wichtigsten Mannschaftswettbewerb im Tennis und sitzt aktuell im Beirat des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

In der spannenden Debatte um den künftigen Davis-Cup-Kapitän versteht sich der einstige Erfolgs-Coach als Stichwortgeber im Hintergrund. "Wenn ich gefragt werde, kann ich einen Rat geben", sagte Pilic. Jetzt sei es wichtig, dass der DTB in aller Ruhe einen geeigneten und von den teilweise schwierigen Spielern wie Philipp Kohlschreiber oder Florian Meyer akzeptierten Teamchef finde.

"Wer tut sich das an?", fragte am Donnerstag die "FAZ". Neben Pilic winkten auch Michael Stich oder Boris Becker ab. Die oft kolportierten Kandidaten Rainer Schüttler und Alexander Waske dürften eher nicht infrage kommen. Beide sind gerade erst zurückgetreten und noch zu nah dran an der Spielergeneration. Zudem haben die Ex-Profis mittlerweile andere Aufgaben übernommen.

Immer wieder genannt wird Carsten Arriens. Der 43-Jährige genießt in Expertenkreisen einen exzellenten Ruf, hat gerade mit Spielern wie Kohlschreiber, Mayer, Philipp Petzschner oder Cedrik-Marcel Stebe in der Bundesliga mit Kurhaus Aachen den Titel gewonnen. "Dieser Mann ist eine Option. Er wäre eine gute Lösung", sagte Pilic.

"Es gab mittlerweile Kontakt mit dem DTB. Ich mache mir jetzt intensiv Gedanken. Die Wertschätzung, die ich spüre, ist natürlich eine gute Basis, um darüber nachzudenken", sagte Arriens. Der Verband hatte angekündigt, in den kommenden zehn bis 14 Tagen Näheres sagen zu können. Die Vergangenheitsbewältigung, die in dem Rücktritt des frustrierten und zermürbten Kühnen gipfelte, soll jetzt dem so dringend notwendigen Neuaufbau weichen.

Der Neue soll spätestens bis Weihnachten präsentiert werden und sich dann auch um den Nachwuchs kümmern. Vor allem aber muss er das Team für das Erstrundenspiel vom 1. bis 3. Februar 2013 in Argentinien zusammenstellen - womöglich dann wieder mit Kohlschreiber, den Kühnen zuletzt nicht nominiert hatte.

Der 46 Jahre alte Saarländer hatte am Mittwoch nach zehnjähriger Amtszeit hingeworfen. "In den vergangenen Wochen habe ich den Eindruck gewonnen, dass mir die nötige Unterstützung und Rückendeckung des Deutschen Tennis Bundes fehlt. Ich sehe deshalb keine Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit und beende an dieser Stelle die Gespräche über die Fortsetzung meiner Tätigkeit mit dem DTB", teilte Kühnen in einer schriftlichen Erklärung mit.

Die Verlängerung von Kühnens Ende 2012 auslaufendem Vertrag zog sich seit Monaten hin, auch nach dem 3:2 im Relegationsspiel über Australien Mitte September blieb der als überfällig geltende Schritt aus. Der bisherige Hauptsponsor des Davis-Cup-Teams - auch privater Sponsor von Kühnen - will seine Kündigung nicht zurücknehmen und erhob erneut schwere Vorwürfe gegen den DTB um die erst vor einem Jahr gewählte Führung mit Karl-Georg Altenburg und Vize Steeb.

"Professionelle Strukturen kann ich beim DTB mit diesem Präsidium nicht erkennen", sagte der Chef des Unternehmens FWU-Gruppe, Manfred Dirrheimer. Das Maß an Vertrauen sei aufgebraucht. Teil der Firmengruppe ist der Lebensversicherer Atlanticlux, er fungiert als Namenssponsor des Davis-Cup-Teams. Trotzdem sei es beim Spiel gegen Australien nicht zu einem Gespräch mit Altenburg gekommen, "obwohl unsere Boxen direkt nebeneinanderlagen. Herr Altenburg war für uns nicht ansprechbar", schimpfte Dirrheimer. "Auf den Arm nehmen kann ich mich selber."

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