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Neuer Partner für DTB: Damen-Tennis im Frauen-Sender

26.03.2013, 14:27 Uhr | dpa

Neuer Partner für DTB: Damen-Tennis im Frauen-Sender. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner (r) motiviert Angelique Kerber.

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner (r) motiviert Angelique Kerber. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Die Spiele der deutschen Tennis-Damen im Fed Cup sind wieder im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen.

Das verkündeten der Deutsche Tennis Bund (DTB) und die ProSiebenSat.1 Media AG in Hamburg. Künftig werden die Spiele im privaten Nischensender Sat.1 Gold ausgestrahlt. "Die Kooperation wurde über zehn Jahre geschlossen, was heute wie ein Rentenvertrag anmutet", sagte ProSiebenSat.1-Geschäftsführer Zeljko Karajica. Erstmals im TV übertragen wird die Fed-Cup-Begegnung der deutschen Damen am 20. und 21. April gegen Serbien.

Zudem werden Livestreams im Internet geschaltet auf der Sat.1-Plattform ran.de wie auch auf der neuen Internetadresse des DTB tennis.de. Beide Portale bieten auch Spiele der deutschen Herren im Davis Cup an. Eine Fernsehübertragung steht hier bislang nicht fest. Zudem sind Turniere der WTA-Tour bei den Damen zu sehen, nach Möglichkeit auch im Fernsehen.

DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg sieht die Partnerschaft als sicheres Zukunftsmodell. "Wir müssen unsere Medienpräsenz erhöhen, ganz besonders im Internet." Die private Sendergruppe sei ein "Partner, der Reichweite mitbringt und an Tennis glaubt". Kommerziell werde sich das für beide Seiten lohnen, meinte Altenburg.

Fest steht: Auf den Internetportalen der Partner wird mehr Tennis gezeigt als im Fernsehen. Der seit Ende Januar angebotene Sender Sat.1 Gold richtet sich zuerst an Frauen in der Altersgruppe 49 bis 64 Jahre. Hier werden vor allem eigene Produktionen wie "Akte" mit Ulrich Meyer, Spielfilme, Krimis und Dokumentationen wiederholt. Laut Christian Wegner, Vorstandsmitglied von ProSiebenSat.1, ist der Sender "in zwei Dritteln der deutschen Haushalte" via Satellit und Kabel frei empfangbar. Tennis werde "in der Mehrheit von älteren Menschen geguckt", meinte Karajica. "Diese Zielgruppe wird uns langfristig nicht reichen."

Sollten sich die Einschaltquoten positiv entwickeln, ist an Übertragungen in den großen Kanälen der Münchner Sendergruppe (Sat.1, Pro Sieben, Kabeleins) gedacht. "Zuerst müssen wir die Marke Tennis aber inszenieren", sagte Karajica.

Zuletzt lief Tennis fast ausschließlich bei Eurosport. Die jüngsten Veranstaltungen im Davis Cup der Herren und Fed Cup der Damen in Argentinien und Frankreich waren lediglich im Internet zu sehen. Sport1 hatte seine Davis-Cup-Übertragungen 2012 beendet. In den öffentlichen-rechtlichen Sendern gab es kaum noch Tennis.

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