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Angst spielt mit: Nadal und die Sorgen um sein Knie

16.04.2013, 14:47 Uhr | dpa

Angst spielt mit: Nadal und die Sorgen um sein Knie. Rafael Nadal hat die Probleme mit seinem Knie noch nicht beiseite gepackt.

Rafael Nadal hat die Probleme mit seinem Knie noch nicht beiseite gepackt. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - Trotz seiner Erfolge nach der überstandenen Knieverletzung hat Rafael Nadal weiterhin Angst vor einem Rückfall.

"Die einzige Sorge ist, ob mein Knie wieder hundertprozentig in Ordnung sein wird", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa vor seinem ersten Spiel beim Masters-Series-Turnier in Monte Carlo. "Diese Angst begleitet mich nach wie vor", betonte der 26 Jahre alte Linkshänder aus Spanien vor dem Auftakt der europäischen Sandplatz-Saison.

Das ungute Gefühl beschlich Nadal schon im Februar, als er nach sieben Monaten Verletzungspause in Chile sein Comeback feierte: "Du merkst, dass Du nicht derselbe bist. Du fühlst Angst, Enttäuschung, Unsicherheit." Damals verlor Nadal noch knapp im Finale, doch die folgenden Turniere in Sao Paulo, Acapulco und Indian Wells gewann er. Stets habe er sich gesagt: "Ich muss positiv denken und nicht glauben, in sieben Monaten das Tennisspielen verlernt zu haben".

Als Favorit sieht sich Nadal in Monte Carlo trotzdem nicht - obwohl er das Turnier achtmal nacheinander gewonnen hat. 44 Siege in 45 Spielen, so lautet seine beeindruckende Bilanz dort. "Man kann nicht immer gewinnen. Im Leben und im Sport ist nichts für immer", sagte der Profi aus Manacor auf Mallorca nachdenklich.

Seinen Gewinnerinstinkt hat Nadal, derzeit Nummer fünf der Weltrangliste, aber längst nicht verloren: "Ich liebe den Wettkampf." Deshalb sei ihm die Pause nach der doppelten Knieblessur auch so schwer gefallen. Zwar sei die viele Zeit bei seiner Familie auf Mallorca auch eine glückliche Zeit gewesen. "Obwohl ich aber umgeben war von den Menschen, die ich liebe und die mich lieben, musste ich ständig daran denken, endlich wieder Tennis zu spielen und Wettkämpfe zu bestreiten." Er sei schließlich niemand, der sich aufs Sofa werfe, um Fernsehen zu schauen: "Das hasse ich."

So seien in der Genesungszeit Golf und Poker zu seinem Refugium geworden. Das Kartenspiel habe er zunächst nicht verstanden. Aber er habe gelernt, dass Poker Spaß mache und Wettkampf-Charakter habe. "Man muss Selbstkontrolle haben und ausloten, wann man angreifen kann oder sich zurückhalten muss." Ähnlich sei das beim Golfen. Doch obwohl Nadal auch diesen Sport mit viel Leidenschaft angeht, denkt er - anders als der als Golfer gescheiterte Ivan Lendl - nicht daran, Profi zu werden. "So gut sehe ich mich nicht." Wie beim Tennis müsse man auch beim Golf als Kind anfangen, um wirklich gut zu sein.

Er selbst setzt sich daher im Tennis weitere Ziele. Etwa die Teilnahme an Olympia 2016 in Rio de Janeiro - die Spiele in London hatte er 2012 wegen seiner Verletzung verpasst. Und wenn er eines Tages aufhört, möchte er eine ganz bestimmte letzte Partie spielen. "Als Gegner fallen mir dafür viele große Champions ein. Aber nach all dem, was ich mit ihm erlebt habe, würde ich gegen Roger Federer spielen wollen."

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