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French Open 2013: Roger Federer ergibt sich seinem Schicksal

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French Open 2013: Roger Federer ergibt sich seinem Schicksal

05.06.2013, 07:25 Uhr | dpa

French Open 2013: Roger Federer ergibt sich seinem Schicksal. Jo-Wilfried Tsonga bejubelt seinen Sieg über Roger Federer.

Jo-Wilfried Tsonga bejubelt seinen Sieg über Roger Federer. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Roger Federer schien sich in sein Tennis-Schicksal zu ergeben. Der langjährige Weltranglisten-Erste wirkte beim 5:7, 3:6, 3:6 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga kraftlos und schied vier Jahre nach seinem Triumph in Roland Garros nach erstaunlich wenig Gegenwehr aus.

"Ich bin enttäuscht, dass ich kein besseres Match spielen konnte. Die Dinge sind nicht gut gelaufen für mich", sagte der Schweizer enttäuscht. Unter freundlichem Beifall, aber mit hängenden Schultern war er vom Center Court verschwunden. Tsonga trifft in seinem ersten Paris-Halbfinale am Freitag auf David Ferrer. Der Weltranglisten-Fünfte hatte in einem spanischen Duell wenig Mühe gegen Tommy Robredo und siegte 6:2, 6:1, 6:1.

Federer war vor drei Jahren ebenfalls schon im Viertelfinale am Bois de Boulogne ausgeschieden. Im ersten Satz lag er 4:2 vorn, gab dann aber acht der folgenden neun Spiele ab. Nur bei drei Satzbällen in Serie gegen sich zeigte der 31-Jährige alte Klasse und wehrte sie ab, ehe ein Rahmentreffer den Verlust des Durchgangs besiegelte. Im dritten Satz holte der Rekordgewinner von 17 Grand-Slam-Titeln ein Break auf, doch nach 1:51 Stunden war das Aus gegen Lokalmatador Tsonga besiegelt - zur Freude von 15 000 Fans auf dem sonnendurchfluteten, windigen Court Philippe Chatrier.

"Ich habe schon in den ersten sechs Spielen gemerkt, dass ich den Ball nicht richtig sehe. Er war in allen Bereichen besser als ich, es war sehr beeindruckend, wie er gespielt hat", sagte Federer. Er schlug nicht auf wie gewohnt, schon bei den Returns geriet er häufig unter Druck geriet und machte viele Fehler. "Ich hatte Probleme, meinen Rhythmus zu finden. Es war einer jener Tage, die ich schnell vergessen muss. Normalerweise tue ich das." Helfen soll ihm sein Start beim Rasenturnier in Halle in der kommenden Woche.

Tsonga freute sich nach seinem vierten Sieg über Federer im 13. Vergleich über einen außergewöhnliches Match: "Das ist einer meiner besten Siege." Vor zwei Jahren hatte er den Baseler nach einem 0:2-Satzrückstand in Wimbledon ebenfalls ausgeschaltet. Bei der Gratulation habe er Federer diesmal gesagt: "Danke, dass Du mich hier hast gewinnen lassen." Zuletzt stand vor fünf Jahren in Gael Monfils ein Franzose beim Grand-Slam-Heimspiel im Halbfinale. Letztmals hat vor 30 Jahren mit Yannick Noah ein Einheimischer gewonnen.

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