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Zverev und Lottner verlieren Junioren-Endspiele

08.06.2013, 15:39 Uhr | dpa

Zverev und Lottner verlieren Junioren-Endspiele. Alexander Zverev (l) unterlag im Juniorenfinale dem Chilenen Christian Garin.

Alexander Zverev (l) unterlag im Juniorenfinale dem Chilenen Christian Garin. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Die deutschen Tennis-Talente Alexander Zverev und Antonia Lottner haben die Junioren-Titel bei den French Open klar verpasst.

Der 16 Jahre alte Hamburger unterlag am Samstag in Paris dem ein Jahr älteren Chilenen Christian Garin 4:6, 1:6. Anschließend verlor die 16-jährige Düsseldorferin Lottner 1:6, 3:6 gegen die gleichaltrige Schweizerin Belinda Bencic. "Ich lasse mich jetzt von so einem Finale nicht runterziehen. Ich bin sehr stolz auf diese Leistung", sagte Lottner mit Blick auf ihr Abschneiden.

Als bislang letzter deutscher Junior hatte Daniel Elsner vor 16 Jahren in Roland Garros den Nachwuchstitel geholt, 1959 und 1960 war der spätere Davis-Cup-Spieler Ingo Buding erfolgreich. Bei den Mädchen hatte vor einem Jahr die in den Profibereich gewechselte Annika Beck triumphiert, vor zehn Jahren war Anna-Lena Grönefeld erfolgreich. Davor war 1957 noch Ilse Buding siegreich.

Lottner war gegen die an Nummer zwei gesetzte Bencic zunächst chancenlos. Die 1,85 Meter große Rheinländerin brachte im ersten Satz nicht einmal ihren Aufschlag durch, ging anschließend jedoch 3:0 in Führung. Danach fing sich Bencic wieder, während Lottner bei entscheidenden Punkten zu häufig Fehler unterliefen und etwas Glück fehlte. "Ich habe mein Konzept nach dem 3:1 komplett verloren und genau das gespielt, was sie mag", räumte Lottner ein. Zum Trainerstab der Siegerin gehört auch Melanie Molitor, die Mutter der früheren Weltranglisten-Ersten Martina Hingis.

Der an Nummer vier eingestufte Zverev verlor gegen den ungesetzten Garin früh seinen Aufschlag. Der Bruder von Profi Mischa Zverev schaffte nach einem 2:5-Rückstand zwar das Rebreak zum 4:5 und wehrte dabei zuvor zwei Satzbälle ab, fabrizierte beim nächsten dann aber einen Doppelfehler.

"Ich war ziemlich müde. Ich hatte eine Menge schwerer Matches, er nicht", sagte Zverev, dessen Bruder zum Endspiel gekommen war. "Im Moment überwiegt die Enttäuschung, doch vor sieben Wochen wusste ich nicht mal, ob ich in die Quali komme. Ich habe hier ziemlich gut abgeschnitten", betonte er. Auch im zweiten Satz lief Zverev schnell einem Rückstand hinterher, den er nicht mehr aufholen konnte.

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