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French Open 2013: Serena Williams siegt im Finale gegen Scharapowa

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Williams sichert sich ihren 16. Grand-Slam-Titel

09.06.2013, 10:02 Uhr | dpa

French Open 2013: Serena Williams siegt im Finale gegen Scharapowa. Siegerfaust: Serena Williams ist in Paris nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Siegerfaust: Serena Williams ist in Paris nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Die Anspannung fiel wie eine Zenterlast ab. Nach dem finalen Ass sank Serena Williams auf dem roten Sand des Court Central auf die Knie und vergrub ihr Gesicht in den Händen. In einem würdigen Endspiel hatte die beste Tennisspielerin der Gegenwart Titelverteidigerin Maria Scharapowa entthront und erstmals seit elf Jahren die French Open in Paris gewonnen. Mit 6:4, 6:4 fügte Williams nach 1:46 Stunden ihrer beeindruckenden Titelsammlung den 16. Grand-Slam-Sieg hinzu.

"Es war wirklich sehr schwierig. Ich war so nervös, weil ich wusste, dass ich hier gewinnen muss", sagte Williams: "Ich hätte nie gedacht, dass ich das nach elf Jahren noch einmal schaffen kann." Auf der Tribüne jubelte Geburtstagskind Patrick Mouratoglou, Berater und Geheimnis hinter Williams famoser Siegesserie.

31. Sieg in Serie

Nach der Erstrundenniederlage im vergangenen Jahr hatte sie sich in Mouratoglous Akademie vor den Toren von Paris zurückgezogen, seitdem hat Williams von 76 Spielen nur drei verloren. Mit dem 31. Sieg in Folge, so lange war Williams noch nie in ihrer Karriere ungeschlagen geblieben, gewann sie völlig verdient den Coupe Suzanne Lenglen beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt.

Gerührt nahm Williams den Pokal aus den Händen der dreimaligen Siegerin Arantxa Sanchez entgegen. Maria Scharapowa, dem zweiten Superstar der Damentour, blieb da nur die Nebenrolle. Die bestverdienende Sportlerin der Welt, immerhin Weltranglistenzweite und selbst viermalige Grand-Slam-Siegerin, verlor zum 13. Mal in Folge gegen Williams. Ihre einzigen beiden Erfolge in nun 16 Duellen liegen bereits neun Jahre zurück. Immerhin verhinderte die Russin ein Debakel wie bei den Olympischen Spielen in London, als sie im Finale um die Goldmedaille 0:6, 1:6 unterlag.

Scharapowa lobte Williams als großartigen Champion. "Sie hat in diesem und auch in den vergangenen Jahren herausragend gespielt. Ich hätte hier gerne gewonnen, aber ich komme wieder und werde es erneut versuchen", sagte die Russin.

Fehler konsequent ausgenutzt

Ein Durchmarsch wie in ihrem rekordverdächtigen Halbfinale gegen Sara Errani, das nur 46 Minuten gedauert hatte, gelang Williams diesmal nicht. Das lag vor allem an Scharapowas starker Anfangsphase. Die 26-Jährige hatte sich viel vorgenommen und feuerte sich nach jedem Punkt lautstark an. Nachdem sie gleich zu Beginn vier Breakbälle abgewehrt hatte, führte sie 2:0 und 40:15, dann wachte Williams auf. Vier Spiele in Folge gelangen der 31-Jährigen, Scharapowa hatte etwas die Länge in ihren Schlägen verloren.

Niemand auf der WTA-Tour nutzt dies so konsequent wie Williams aus. Mit einem ihrer unnachahmlichen Aufschläge über 190 km/h holte sie sich ihren ersten Satzball und verwandelte den zweiten nach 51 Minuten. Ungerührt, als sei die Führung das Selbstverständlichste auf der Welt, ging Williams zu ihrer Bank.

Noch steht Graf an der Spitze

Ein ähnliches Bild wie zu Beginn des ersten bekamen die 15.000 Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier im zweiten Durchgang geboten. Erneut wehrte Scharapowa im ersten Spiel Breakbälle ab, diesmal waren es sogar fünf. Doch Williams war längst im Spiel angekommen und ließ sich nich mehr von ihrem Weg abbringen. Mit 31 Jahren und 247 Tagen ist sie nun die älteste Siegerin in der Ära des Profitennis (seit 1968) in Roland Garros.

Mit ihrem zweiten Titel nach 2002 ist Williams zudem dem Top-Trio in der Bestenliste der Open Era auf den Fersen. Mit nun 16 Titeln ist sie nur noch zwei Triumphe von Martina Navratilova und Chris Evert entfernt. Bislang noch unangefochten an der Spitze steht Steffi Graf, die insgesamt 22 Mal in Melbourne, Paris, London oder New York gewonnen hat.

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