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Sabine Lisicki: "Es war immer ein Traum, Wimbledon zu gewinnen"

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Sabine Lisicki: "Es war immer ein Traum, Wimbledon zu gewinnen"

07.07.2013, 12:31 Uhr | dpa

Sabine Lisicki: "Es war immer ein Traum, Wimbledon zu gewinnen". Sabine Lisicki sorgte in Deutschland für eine neue Tennis-Euphoriewelle.

Sabine Lisicki sorgte in Deutschland für eine neue Tennis-Euphoriewelle. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Die Tränen waren getrocknet und das Lächeln zurückgekehrt, als sich Sabine Lisicki ein letztes Mal in den wundersamen Wimbledon-Tagen 2013 den Fragen der Journalisten stellte.

Auf dem Platz war sie in ihrem ersten Grand-Slam-Endspiel von Marion Bartoli sportlich beherrscht worden. Dennoch präsentierte sich die 23-Jährige in der schweren Stunde der verpassten Titelchance als bemerkenswert faire Verliererin und gereifte Persönlichkeit.

Pressekonferenzen mit Sabine Lisicki waren in der Vergangenheit oft unergiebige Angelegenheiten. Die Antworten fielen meist knapp aus, ihre in den USA erlernte "Yes I can"- und "Alles ist möglich, ich glaube immer an mich"-Mentalität trug sie fast schon mantrahaft vor sich her, dass man es irgendwann nicht mehr hören mochte. Menschlich-Privates ließ sie sich selten entlocken.

"Dieses Turnier hat definitiv eine bessere Spielerin aus mir gemacht", sagte die erste deutsche Wimbledon-Finalistin seit Steffi Graf im Jahr 1999 an diesem 6. Juli 2013. Aber nicht nur das. In diesem Turnier hat sich Sabine Lisicki als gereifte Persönlichkeit und als charmante Botschafterin für das zuletzt nicht gerade ruhmreiche deutsche Tennis hervorgetan. In ihrem Geburtsort Troisdorf und ihrem Wohnort Berlin schauten die Menschen gemeinsam Tennis. Die hitzige Debatte über die Übertragungsrechte geriet beinahe zum Politikum.

Für einen flüchtigen Augenblick war man fast geneigt, sich an die großen alten Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker erinnert zu fühlen. Die Vollendung ihres persönlichen Kindheitstraums blieb Lisicki vorerst versagt, doch dem deutschen Tennis hat sie trotz der Finalniederlage gegen die starke Französin eine Sternstunde beschert.

Lisicki hat es geschafft, dass wieder positiv über deutsches Tennis gesprochen wird. Und nicht nur über Davis-Cup-Schlappen, Verbandsturbulenzen oder Zickenkriege, sondern über eine junge blonde Deutsche mit Everybody's-Darling-Potenzial. Steffi Graf meldete sich regelmäßig via Facebook zu Wort, Basketball-Superstar Dirk Nowitzki oder Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer schrieben Lisicki SMS.

Als die damals 18-Jährige im Januar 2008 bei den Australian Open verkündete, sie wolle die Nummer eins der Welt werden, schwankte die Einschätzung der Zuhörer zwischen Größenwahn und ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Bis ganz an die Spitze ihrer Branche ist es noch ein sehr weiter Weg. Dass sie die Beste schlagen kann, hat Lisicki mit ihrem Achtelfinal-Sieg gegen Serena Williams bewiesen.

Die 1,78 Meter große Rechtshänderin hat im Sommer 2013 aber nicht nur sportlich verzückt. Sie redete über Verletzungspausen und gesundheitliche Rückschläge. 2009 wurde sie bei den US Open mit einem Rollstuhl vom Platz gefahren. Im März 2010 musste sie nach einem Bänderriss fünf Monate pausieren. 2011 wurde sie bei den French Open auf einer Trage vom Platz gebracht. Im vergangenen Jahr machte ihr eine Bauchmuskelverletzung lange zu schaffen.

In diesen Tagen sagte sie: "Ich musste wieder lernen, zu laufen. Da habe ich gemerkt, wie dankbar man sein muss, zwei gesunde Beine zu haben." Als Lisicki auf Krücken gehen musste, las sie die Bücher des alpinen Skistars Hermann Maier, der nach einem Motorradunfall zurückkam und trotzdem noch einmal Gesamt-Weltcupsieger wurde, und von Football-Star Drew Brees von den New Orleans Saints, der nach einer schweren Schulterverletzung um seine Karriere bangen musste.

Und dann plauderte sie bei einer ihrer Pressekonferenzen auf einmal über den alten roten Nissan Micra ihrer Eltern, mit dem sie früher von Turnier zu Turnier gefahren sind. Darüber, wie dankbar sie ihrem Vater und ihrer Mutter sei. Über ihren ersten Besuch noch als Kind auf der Anlage an der Church Road. "Ich weiß noch, wie wir zum ersten Mal hier waren", sagte sie. "Ich habe große Augen gemacht und gedacht, das ist einfach nur toll hier. Es war immer ein Traum, hier auf dem Centre Court zu spielen und das Turnier zu gewinnen." Noch muss sie auf die Erfüllung ihres Traumes warten - noch.

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