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US Open 2013: Andrea Petkovic macht sich "vielleicht zu viel Druck"

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Tränen bei US Open  

Petkovic scheitert in erster Runde

28.08.2013, 14:36 Uhr | dpa

US Open 2013: Andrea Petkovic macht sich "vielleicht zu viel Druck". Klare Auftaktniederlage bei den US Open: Andrea Petkovic. (Quelle: dpa)

Klare Auftaktniederlage bei den US Open: Andrea Petkovic. (Quelle: dpa)

Nach ihrem unerwarteten Erstrunden-Aus bei den US Open konnte Andrea Petkovic die Tränen nicht mehr zurückhalten. "Es ist wirklich frustrierend und enttäuschend", sagte die 25-Jährige nach ihrer 2:6, 4:6-Niederlage gegen die Serbin Bojana Jovanovski mit erstickter Stimme. Tapfer versuchte sie das Unerklärliche zu erklären.

"Ich habe nicht mehr dieses Grund-Selbstvertrauen. Wenn die Sachen auf dem Platz nicht so laufen, werde ich panisch", sagte die ehemalige Weltranglisten-Neunte. Vor ihren Verletzungspausen habe sie enge Matches fast immer gewonnen, "jetzt habe ich eine Bilanz von 0:20 oder so", sagte Petkovic mit wiederkehrendem Humor.

"Ich habe mir vielleicht zu viel Druck gemacht"

Dabei hatte das Match so gut begonnen. Ihr erstes Aufschlagspiel gewann die ehrgeizige Deutsche zu Null, schaffte direkt danach ein Break und führte schnell 2:0. Doch dann verlor Petkovic sechs Spiele nacheinander und wirkte unkonzentriert und fahrig. "Da ist mir das Spiel aus den Händen geglitten", sagte sie später.

Vor dem Turnier hatten nicht wenige Experten Petkovic durchaus einiges zugetraut bei dem Hartplatz-Event in Flushing Meadows. Anfang des Monats stand sie in Washington im Endspiel, in Cincinnati kämpfte sie sich erfolgreich durch die Qualifikation und musste sich in der zweiten Runde nur knapp der Italienerin Roberta Vinci geschlagen geben. "Es hat sich so eine gewisse Erwartung aufgebaut, dass ich hier ein paar Runden gewinnen könnte", sagte Petkovic und gab zu: "Ich habe mir vielleicht auch zu viel Druck gemacht."

Der sechste Matchball besiegelt das Aus

Dieser Druck schien sie auf dem Platz regelrecht zu lähmen. Petkovic agierte verkrampft und verschlug teilweise die einfachsten Bälle. Bei 1:2-Rückstand im zweiten Satz malträtierte Petkovic mit ihrem Schläger erst den blauen Belag und schmetterte ihr Spielgerät dann kurz und schmerzlos auf den Boden.

Aber es half alles nichts. Auch ihre zwischenzeitlichen "Komm jetzt, auf jetzt"-Selbstanfeuerungsrufe verfehlten ihre Wirkung. Im zweiten Satz verkürzte die Weltranglisten-46. zwar noch einmal auf 2:3, die Wende aber wollte ihr an diesem Tag nicht mehr gelingen. Fünf Matchbälle wehrte sie noch ab, doch nach 1:28 Stunden besiegelte Jovanovski die Petkovic-Pleite.

Nur Kohlschreiber rettet den Tag

In ihrem Kummer war sie an diesem verkorksten Tag aber nicht allein. Auch die deutsche Meisterin Annika Beck (1:6, 1:6 gegen die Russin Jelena Wesnina) und Julia Görges (4:6, 3:6 gegen Christina McHale aus den USA) schieden aus. Für die 24-Jährige war es die zwölfte Erstrunden-Pleite in diesem Jahr.

Bei den Herren schaffte dagegen Philipp Kohlschreiber locker den Einzug in die zweite Runde. Der Davis-Cup-Spieler hatte mit dem amerikanischen Wildcard-Starter Collin Altamirano keine Schwierigkeiten und gewann 6:1, 6:3, 6:1. "Ich bin zufrieden, dass ich das Match so souverän gewonnen habe", sagte Kohlschreiber. Sein erst 17 Jahre alter Gegner spielt eigentlich noch bei den Junioren und ist noch nicht einmal in der Weltrangliste der ATP verzeichnet.

"Er ist einer der wenigen, den ich überhaupt nicht kannte. Es ist schon komisch, wenn man gar nicht weiß, was einen erwartet", sagte Kohlschreiber und betonte: "Ich habe ordentlich gespielt."

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