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Australian Open 2014: Brands verliert Hitzeschlacht - nur Berrer weiter

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Australian Open  

Brands nach Hitzeschlacht und sieben Matchbällen raus

14.01.2014, 13:27 Uhr | sid, dpa

Australian Open 2014: Brands verliert Hitzeschlacht - nur Berrer weiter. Von der Hitze in Melbourne gezeichnet: Nach 4:32 Stunden und sieben vergebenen Matchbällen waren die Australian Open für Daniel Brands beendet. (Quelle: dpa)

Von der Hitze in Melbourne gezeichnet: Nach 4:32 Stunden und sieben vergebenen Matchbällen waren die Australian Open für Daniel Brands beendet. (Quelle: dpa)

Der zweite Tag bei den Australian Open verlief für die deutschen Tennisprofis enttäuschend. Zuerst musste Philipp Kohlschreiber kurz vor seinem Erstrundenspiel gegen den slowenischen Qualifikanten Aljaz Bedene verletzt passen. Dann schieden die weiteren deutschen Starter in der Hitze von Melbourne nach und nach aus. Einzig Michael Berrer erreichte die zweite Runde.

Die bitterste Niederlage musste Daniel Brands einstecken. Der Weltranglisten-59. vergab gegen den an Position 18 gesetzten Franzosen Gilles Simon sieben Matchbälle. Nach 4:32 Stunden in der Hitze von Melbourne bei Temperaturen von teilweise mehr als 40 Grad im Schatten unterlag Davis-Cup-Spieler Brands 7:6 (7:4), 4:6, 6:3, 3:6, 14:16. Damit stehen nur Florian Mayer und Berrer beim ersten Grand Slam des Jahres in der zweiten Runde. Ursprünglich waren zehn deutsche Profis in die Herren-Einzelkonkurrenz von Melbourne gestartet.

Berrer überrascht

Berrer hatte sich zuvor gegen den Franzosen Michael Llodra überraschend mit 6:4, 7:5, 6:1 durchgesetzt. Er hatte sich beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt.

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Qualifikant Peter Gojowczyk startete zwar gut, verlor schließlich gegen den routinierten Victor Hanescu 6:7 (5:7), 6:7 (5:7), 3:6. Benjamin Becker unterlag dem 18 Jahre alten Australier Nick Kyrgios 3:6, 7:6 (7:5), 2:6, 6:7 (2:7) in vier Sätzen, und Julian Reister gab gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien auf. Der Grund für die Aufgabe war zunächst nicht klar, allerdings waren die Bedingungen mit rund 43 Grad extrem.

Extreme Hitze

Auch für Andrea Petkovic war das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits nach der ersten Runde beendet. Sie unterlag der an Nummer 32 gesetzten Slowakin Magdalena Rybarikova klar mit 2:6, 3:6 und zeigte dabei eine enttäuschende Vorstellung. Von Beginn an fand die 26-Jährige keinen Rhythmus und musste sich nach gerade einmal 84 Minuten geschlagen geben.

"Ich habe nicht grottenschlecht gespielt, wollte es nur ab und an zu genau machen", sagte sie und fand treffende Worte für die Hitze: "Es hat sich angefühlt wie unter einer großen Glocke, als hätte man Nebel im Gehirn. Es war spielbar, aber irgendwie fehlte allen Spielern heute die letzte Energie." Die Qualifikantin Carina Witthöft scheiterte ebenfalls. Sie musste sich Mandy Minella aus Luxemburg mit 1:6, 4:6 geschlagen geben.

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Auch Haas verletzt

Kohlschreiber trat zu seiner Auftaktbegegnung erst gar nicht an. Er begründete das Aus folgendermaßen: "Ich habe gestern nach dem Training schon über Schmerzen im hinteren Oberschenkel geklagt." Nachdem die Probleme auch beim Einspielen am Vormittag nicht verschwunden waren, entschied sich der Augsburger "schweren Herzens" kurz vor dem Match für einen Verzicht. "Es fühlt sich relativ nah an der Verletzung an, die ich letztes Jahr hatte, als mir der Muskel gerissen ist", sagte Kohlschreiber. "Von daher wollte ich extrem vorsichtig sein."

Am Montag hatte mit Tommy Haas bereits ein anderer deutscher Topspieler wegen Schulterproblemen aufgeben müssen. Ob Haas und Kohlschreiber bis zum Erstrunden-Duell mit Spanien im Davis Cup vom 31. Januar bis 2. Februar wieder fit werden, ist noch offen.

Favoriten problemlos weiter

Die Favoriten gaben sich dagegen keine Blöße. Bei den Damen gewann Titelverteidigerin Victoria Asarenka aus Weißrussland gegen die Schwedin Johanna Larsson mit 7:6 (7:2), 6:2, hatte dabei aber mehr Mühe als erwartet. Bei den Herren marschierte Roger Federer ohne Schwierigkeiten in die zweite Runde. Gegen den Australier James Duckworth gewann der Schweizer mit 6:4, 6:4, 6:2.

Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal zog mit Kurzarbeit in die zweite Runde ein. Nadals Gegner Bernard Tomic musste beim Stand von 4:6 wegen einer Fußverletzung aufgeben, die ihn bereits von Beginn an behindert hatte. Zwar versuchte der australische Hoffnungsträger alles, nach dem ersten Durchgang musste er aber passen. Nadal trifft bei der mit 21,64 Millionen Euro dotierten Veranstaltung nun auf Tomics Landsmann Thanasi Kokkinakis.

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