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Überraschendes Lisicki-Aus in Melbourne - Kerber siegt

15.01.2014, 12:12 Uhr | dpa

Überraschendes Lisicki-Aus in Melbourne - Kerber siegt. Nach schwacher Leistung sind die Australian Open für Sabine Lisicki bereits vorbei.

Nach schwacher Leistung sind die Australian Open für Sabine Lisicki bereits vorbei. Foto: Joe Castro. (Quelle: dpa)

Melbourne (dpa) - Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki ist bei den Australian Open völlig überraschend bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Die Berlinerin verlor in der Hitze von Melbourne gegen die Rumänin Monica Niculescu mit 6:2, 2:6, 2:6.

Auch Annika Beck und Julia Görges schieden aus. Die Bonnerin Beckverlor gegen die an Nummer 14 gesetzte Serbin Ana Ivanovic klar mit 1:6, 2:6. Die ehemalige Weltranglisten-Erste benötigte lediglich 56 Minuten für ihren ungefährdeten Erfolg. Görges verlor 5:7, 6:2, 4:6 gegen die Amerikanerin Lauren Davis.

Damit sind von den acht gestarteten deutschen Damen beim Grand-Slam-Auftakt nur noch Angelique Kerber und Mona Barthel dabei. Barthel besiegte beim mit 21,64 Millionen Euro dotierten Turnier Luksika Kumkhum aus Thailand mit 4:6, 6:3, 6:4. Die Kielerin Kerber gewann gegen die Russin Alla Kudrjawzewa deutlich mit 6:4, 6:2.

"Ich habe eineinhalb Sätze lang alles richtig gemacht, aber dann hat die Hitze mich gekriegt", sagte Lisicki nach der Niederlage enttäuscht. "Irgendwann ist es einfach zu heiß, um Leistungssport zu betreiben." Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad begann die 24-Jährige stark und setzte die mit viel Slice-Bällen extrem unorthodox spielende Rumänin mit offensivem Spiel unter Druck. Nach nur 33 Minuten sicherte sich Lisicki den ersten Satz und schien auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg.

Doch wie aus dem Nichts lief bei der Nummer 15 der Tennis-Welt von Anfang des zweiten Satzes an nichts mehr zusammen. Lisicki unterliefen leichte Fehler in Serie. Weder der zuvor gute Aufschlag noch die wuchtige Vorhand waren mehr zu sehen. "Das ist so, wenn die Hitze den Körper übernimmt", schilderte die deutsche Nummer zwei ihre Erfahrungen auf dem Platz. Auch eine zehnminütige Hitze-Pause nach dem verlorenen zweiten Satz konnte sie nicht mehr retten.

Besser mit den extremen Temperaturen zurecht kam Kerber. Die deutsche Nummer eins bezwang die Kudrjawzewa in nur 62 Minuten und war froh, nicht länger als nötig auf dem Platz zu stehen. "Die Hitze ist unmenschlich", sagte die Kielerin. "Ich denke, es ist sehr wichtig, dass ich ein paar Kräfte sparen konnte."

Allen Strapazen zum Trotz schaffte auch Barthel das Weiterkommen. Die Schleswig-Holsteinerin sprach aber nach ihrem Dreisatzsieg ebenfalls von einer außergewöhnlichen Belastung. "Ich habe so viel getrunken wie ich konnte", sagte die 23-Jährige, die nun auf Flavia Pennetta aus Italien trifft.

Ohne Mühe meisterte die Weltranglisten-Erste Serena Williams ihre zweite Runde. Gegen Vesna Dolonc aus Serbien gewann die Amerikanerin klar mit 6:1, 6:2. Damit zog die Topfavoritin nach Siegen bei den Australian Open mit der legendären Margaret Court gleich. Es war der 60. Sieg von Williams bei den Australian Open.

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