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Australian Open 2014: Extreme Hitze stoppt den Spielbetrieb

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Extreme Temperaturen  

Hitze stoppt den Spielbetrieb der Australian Open

16.01.2014, 16:15 Uhr | dpa

Australian Open 2014: Extreme Hitze stoppt den Spielbetrieb. Jede Art der Abkühlung ist den Tennisprofis bei den Australian Open recht. Jetzt wurden erstmals Spiele wegen der extremen Hitze unterbrochen. (Quelle: dpa)

Jede Art der Abkühlung ist den Tennisprofis bei den Australian Open recht. Jetzt wurden erstmals Spiele wegen der extremen Hitze unterbrochen. (Quelle: dpa)

Am dritten Hitze-Tag in Melbourne nacheinander sind bei den Australian Open erstmals Spiele wegen der hohen Temperaturen unterbrochen worden. Bei rund 42 Grad setzten die Veranstalter gegen 14 Uhr Ortszeit eine spezielle Regel in Kraft. Diese bemisst in einer Mischung aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen Wert, wann es für die Akteure zu gefährlich wird, zu spielen.

Laut dieser "Extreme Heat Policy" (EHP) müssen in den Partien auf den Außenplätzen die begonnenen Sätze zu Ende gespielt werden, dann werden die Begegnungen unterbrochen. In den größeren Stadien wird nach dem Ende des angefangenen Satzes das Dach geschlossen.

Turnierdirektor verteidigt sich

Letztmals mussten in Melbourne vor fünf Jahren Spiele wegen der brutalen Bedingungen unterbrochen werden. Damals kletterte die Temperatur zum Teil sogar über 45 Grad. Für den Donnerstag waren in der Metropole am Yarra-River mindestens 44 Grad vorhergesagt. Für den gesamten Bundesstaat Victoria wurden Warnungen vor Waldbränden und Gesundheitshinweise ausgesprochen.

Der Turnierdirektor der Australian Open, Craig Tiley, verteidigte angesichts anhaltender Kritik die späte Anwendung der Hitze-Regel. "Das ist eine sehr durchdachte Strategie, nichts, was wir uns über Nacht überlegt hätten", sagte Tiley. "Ich muss das gesamte Turnier im Blick haben. Und das ist die richtige Entscheidung sowohl für die Spieler als auch für die Fans", sagte der Boss des ersten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison.

"Dachte, ich könnte in der Hitze sterben"

Bereits am Vortag hatte Sabine Lisicki die Veranstalter kritisiert, unter diesen Bedingungen Spiele auszutragen. "Die Schiedsrichter übernehmen die Entscheidung, ob bei dieser Hitze gespielt werden kann", sagte die Wimbledonfinalistin, "ich kann nur sagen, was jeder sieht: Spieler und Ballkinder übergeben sich und kollabieren. Es gibt einen Punkt, an dem es zu heiß wird, um Sport zu treiben", sagte die Wimbledonfinalistin nach ihrem Aus.

Auch Ivan Dodig hatte Probleme mit der enormen Hitze. Der Kroate brach zu Beginn der zweiten Runde seine Partie ab. "Ich habe daran gedacht, dass ich in der Hitze sterben könnte", sagte Dodig: "Bei solchen Bedingungen zu spielen, ist nicht zu vertreten."

Harsche Kritik von Scharapowa

Für Maria Scharapowa kam die Hitze-Regel fast zu spät. Da die Veranstalter erst einschritten, als in der Partie der Russin der dritte Satz bereits lief, durfte das Dach in der Rod Laver Arena laut Reglement nicht geschlossen werden. Die ehemalige Nummer eins musste gegen Karin Knapp deshalb in der Hitze weiterspielen, setzte sich im bislang längsten Damen-Match des Turniers nach 3:28 Stunden aber doch mit 6:3, 4:6, 10:8 durch. "Liebe die Hitze, Baby", schrieb sie danach neben ihr traditionelles Autogramm auf die Fernsehkamera.

Scharapowa kritisierte nach ihrem Marathon-Match in der Mittagshitze die Informationspolitik der Offiziellen. "Niemand weiß, was das Limit ist, kein Spieler, nicht einmal die Physios, wenn man sie fragt", sagte die Russin. "Es gibt viele offene Fragen, die geklärt werden sollten", sagte die 26-Jährige: Wer entscheide, wann die Bedingungen zu extrem werden? "Ich bin nicht sicher, der Schiedsrichter? Oder ein Meteorologe?" Sie habe die Physiotherapeutin des Turniers gefragt, wann das Dach geschlossen werde: "Sie hat geantwortet: Darauf haben wir keinen Einfluss".

Tsonga im Glück

Kein Verständnis hat Scharapowa außerdem für das starre Festhalten am Zeitlimit zwischen den Ballwechseln: "Überall anders ist das ja okay. Wenn diese Regel die Geschwindigkeit der Spiele erhöht, ist sie absolut in Ordnung. Aber bei den Bedingungen?" Die Melbourne-Siegerin von 2008 hatte eine Verwarnung bekommen, weil sie sich zwischen zwei Ballwechseln zu viel Zeit gelassen hatte.

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Glück hatte dagegen Jo-Wilfried Tsonga. In der Begegnung des Franzosen gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci wurde nach dem ersten Satz das Dach in der Hisense Arena geschlossen. Tsonga gewann mit 7:6 (8:6), 6:4, 6:4. Durch die Unterbrechung verschob sich auch die Partie des Stuttgarters Michael Berrer gegen Feliciano Lopez bin in den späten Abend. Der Qualifikant verlor gegen den Spanier mit 3:6, 6:7 (6:8), 4:6.

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