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Carsten Arriens: Ein Glücksgriff für das deutsche Herrentennis

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"Ich hatte diese Vision"  

DTB-Team dank Glücksgriff Arriens in Sektlaune

02.02.2014, 14:37 Uhr | nt, t-online.de

Carsten Arriens: Ein Glücksgriff für das deutsche Herrentennis. DTB-Teamchef Carsten Arriens (vorne) bekommt von Andre Begemann (re.) eine Sektdusche verpasst. (Quelle: dpa)

DTB-Teamchef Carsten Arriens (vorne) bekommt von Andre Begemann (re.) eine Sektdusche verpasst. (Quelle: dpa)

Aus Frankfurt berichtet Nils Tittizer

Es war eine Pressekonferenz der anderen Art nach dem vorzeitigen Sieg des deutschen Davis-Cup-Teams gegen Spanien. Tennis-Profi Andre Begemann betrat das Pressezentrum als Erster – in seiner Hand eine Magnumflasche Sekt. Während die Protagonisten Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber gut gelaunt und bereits etwas angeheitert die Fragen der Journalisten beantworteten, ging Begemann immer wieder herum und schenkte nach. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, schnappte er sich die Sektflasche und goss Bundestrainer Carsten Arriens den teuren Tropfen über den Kopf. Der nahm es sichtlich mit Humor.

Denn Grund zur Freude hatte Arriens zu genüge. Nicht nur, dass sein Team den ersten Viertelfinal-Einzug im bedeutendsten Tennis-Mannschaftwettbewerb seit drei Jahren perfekt gemacht hatte, Arriens war der eigentliche Matchwinner von Frankfurt.

"Carsten hat sehr viel Anteil daran. Er ist der richtige Typ, etwas zu formen", sagte Kohlschreiber nach dem Doppel. Der 44-Jährige Arriens, der vor fast genau einem Jahr seinen ersten Einsatz als Davis-Cup-Kapitän hatte, trug maßgeblich zum Sieg der deutschen Mannschaft bei. Denn mit seinem cleveren Schachzug kurz vor Spielbeginn, Kohlschreiber anstatt Daniel Brands mit Haas aufs Feld zu schicken, stellte er für das DTB-Team die Weichen auf Erfolg. Ausgerechnet die beiden Streithähne Haas und Kohlschreiber, die sich noch bis vor ein paar Wochen konsequent aus dem Weg gegangen waren, avancierten zum neuen Dream-Team.

Arriens: "Ich hatte diese Vision"

Das bislang als zerstritten geltende Duo holte den dritten Punkt gegen die favorisierten Masters-Gewinner Fernando Verdasco und David Marrero. Und das, obwohl die beiden Individualisten nie zuvor miteinander gespielt hatten.

Aber Arriens hatte keine Zweifel an seiner Entscheidung: "Ich hatte diese Vision schon eine Weile im Kopf, die Beiden Doppel spielen zu lassen", sagte er. Auch der zweimalige Davis-Cup-Champion Boris Becker, der sich die Partie in der Fraport Arena angeschaut hatte, hatte nur lobende Worte für den Teamchef übrig: "Er hat Fingerspitzengefühl bewiesen. Das war eine ganz starke Leistung."

Wieder hungrig auf Siege

Doch nicht nur der Einzug ins Viertelfinale ist Arriens Verdienst. Er scheint den Spaß im deutschen Team zurückgeholt zu haben. Die Mannschaft wirkt geschlossener, hungriger auf Siege. Hatte es zwischenzeitlich noch den Anschein gehabt, die gut bezahlten Profis müssten sich überwinden für ihr Land anzutreten, so scheint sich dieses neu geformte Team zu einem verschworenen Haufen zusammengerauft zu haben, dass die Zeit miteinander genießt.

"Mit dem Teamgeist, wer weiß, was da noch geht", sagte Florian Mayer, der tags zuvor in einem regelrechten Tennis-Krimi die spanische Nummer eins Feliciano Lopez in fünf Sätzen niedergerungen hatte. 

DTB setzt auf Nobody

Es war ein Wagnis des DTB mit Arriens auf einen ehemaligen Profi zu setzen, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern Becker, Stich und Pilic keine großen Grand-Slam-Siege oder Erfolge als Trainer vorzuweisen hatte.

Aber das Team war sich von Beginn an sicher, mit Arriens den richtigen Mann zu verpflichten. Die beiden Spitzenspieler Kohlschreiber und Mayer begrüßten die Entscheidung. Sie kannten Arriens von der gemeinsamen Arbeit beim Bundesligisten TK Kurhaus Aachen. "Ich bin überzeugt davon, dass das die richtige Wahl ist. Ich weiß, wie Carsten in Aachen arbeitet, er ist gut für den Spirit im Team", sagte Kohlschreiber damals.

Im Viertelfinale muss die deutsche Mannschaft vom 4. bis 6. April in Frankreich antreten. Im letzten deutschen Viertelfinale vor drei Jahren unterlag das DTB-Team noch den Franzosen. Aber wer weiß, mit welchem Coup Arriens in Frankreich dann aufwarten wird.

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