Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Tennis >

Davis Cup: Streit zwischen Kohlschreiber und Arriens eskaliert

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Streit eskaliert  

Neue Eiszeit zwischen Kohlschreiber und Arriens

30.03.2014, 15:58 Uhr | sid

Davis Cup: Streit zwischen Kohlschreiber und Arriens eskaliert. Funkstille: Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber (li.) und Teamchef Carsten Arriens werden wohl keine guten Freund mehr. (Quelle: imago/Baumann)

Funkstille: Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber (li.) und Teamchef Carsten Arriens werden wohl keine guten Freund mehr. (Quelle: imago/Baumann)

Peinliche Lügen und neue Vorwürfe: Ausgerechnet am sogenannten Versöhnungstag des DTB ist der Zwist zwischen Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens und Profi Philipp Kohlschreiber weiter eskaliert. Beide bezichtigten sich gegenseitig der Lüge, eine gemeinsame Zukunft scheint undenkbar.

Das Image des Tennissports leidet nach dem neuerlichen Eklat von Frankfurt weiter.

Kohlschreiber: "Ich bin der Buhmann"

Arriens behauptete, Kohlschreiber habe ihm am vergangenen Montag in einem Telefongespräch eine Absage für die Veranstaltung im Sport- und Freizeitzentrum erteilt. Der Augsburger bestreitet dies: "Von einer Absage war nie die Rede. Ich bin unschuldig und trotzdem wieder einmal der Buhmann. Ich habe das Gefühl, hier will jeder seinen Kopf retten", klagte Kohlschreiber, der nur für den Showkampf nicht zur Verfügung stand.

Für das Kindertraining aber schon. Dies habe er dem Teamchef am Telefon auch so gesagt. Arriens nannte die Aussagen des 30-Jährigen, mit dem er am Sonntag kurioserweise knapp zwei Stunden Seite an Seite auf dem Court stand, "unsäglich und bodenlos". Er müsse das erst mal sacken lassen.

DTB-Boss: "Kinderkram"

"Die Situation ist überreizt und überhitzt", sagte der 44-jährige Arriens. DTB-Präsident Karl Altenburg bezeichnete die Situation als "Kinderkram" und "unmöglich" und stärkte Arriens den Rücken - wohl auch mit Blick auf einen Kohlschreiber-Rauswurf. "Der Trainer hat mein absolutes Vertrauen, damit auch für seine Entscheidungen", stellte Altenburg klar.

Kohlschreibers Management hatte für Verwirrung gesorgt, nachdem es am vergangenen Dienstagabend eine Mail an den Deutschen Tennis Bund geschickt hatte, in der stand, dass der an einer Ellenbogenverletzung laborierende Weltranglisten-25. nicht zum Versöhnungstag kommen werde.

Kohlschreiber sucht Schuld beim Verband

"Das war ein Kommunikationsproblem zwischen mir und meinem Management", gestand Kohlschreiber, schob die Schuld aber unverständlicherweise auf den Verband: "Dann hätte der DTB halt bei mir nachfragen müssen, was jetzt stimmt. Ich bin immer der Leidtragende. Bei mir wird immer ein Fass aufgemacht."

Horrorcrash 
Schwerer Sturz bei Bahnrad-Meisterschaft

Im kleinen Finale kommt es zu einem fatalen Fehler der Organisatoren. Video

Beide Seiten wollen in den nächsten Wochen versuchen, die Irritationen auszuräumen. Eine Zukunft von Kohlschreiber im Davis-Cup-Team scheint angesichts der tiefen Gräben aber unwahrscheinlich. "Wir werden reden. Aber ich werde mich für keine Sache der Welt verändern", kündigte die deutsche Nummer zwei bereits an.

Eklat in Frankfurt

Auch mit Arriens' Vorgänger Patrik Kühnen hatte der München-Sieger von 2012 (Kommunikations-)Probleme und war an dessen Rücktritt maßgeblich beteiligt.

Kohlschreiber war wegen seiner Verletzung wie auch Tommy Haas (Schulterblessur) nicht für das bevorstehende Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich in Nancy (4. bis 6. April) nominiert worden.

Kohlschreiber war Anfang Februar in der Partie gegen Spanien in Frankfurt (4:1) einer der drei Spieler, die sich geweigert hatten, aus Verletzungsgründen das unbedeutende dritte Einzel zu spielen. Dies hatte für einen Eklat gesorgt. Auch Haas und Florian Mayer hatten sich damals nicht in der Lage gesehen, anzutreten.

Neuerliche Streit kommt zur Unzeit

Nach dem Skandal versuchte der DTB am Sonntag, die verärgerten Zuschauer mit dem Versöhnungstag zu besänftigen. Der neuerliche Streit kam zur Unzeit. Kohlschreiber fühlt sich wie immer als Opfer. Im Rückblick auf die Geschehnisse von Februar sagte er: "Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich angesichts der Diagnose der Ärzte nicht mehr bereit bin, eine Diskussion darüber zu akzeptieren."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal