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Wimbledon 2014: Sabine Lisicki und Andrea Petkovic weiter

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Wimbledon 2014  

Wiedersehen mit Wimbledon: Lisicki und Petkovic weiter

25.06.2014, 07:36 Uhr | dpa

Wimbledon 2014: Sabine Lisicki und Andrea Petkovic weiter. Sabine Lisicki hat die Auftakthürde erfolgreich genommen.

Sabine Lisicki hat die Auftakthürde erfolgreich genommen. Foto: Tatyana Zenkovich. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Die vielen schönen Erinnerungen an den für sie so besonderen Ort erleichterten Sabine Lisicki die emotionale Rückkehr auf den Centre Court von Wimbledon 2014.

"Dieser Platz holt das Beste aus mir heraus. Er macht etwas Zauberhaftes mit mir", erläuterte die letztjährige Finalistin im All England Lawn Tennis Club. 353 Tage nach ihrem verlorenen Endspiel kehrte die Berlinerin erfolgreich zu ihrem Tennis-Lieblingsturnier zurück. Ein klares 6:2, 6:1 gegen die israelische Außenseiterin Julia Glushko brachte Lisicki in die zweite Runde. Nach nur 57 Minuten war ihr erster Auftritt 2014 im Südwesten Londons beendet.

"Unglaublich", sagte Lisicki direkt im Anschluss. "Ich war ziemlich nervös, als ich rausging. Aber das Publikum hat mir geholfen. Der Platz gibt mir Selbstvertrauen." Rund eineinhalb Stunden nach ihrer erfolgreichen Eröffnungspartie erschien sie in weißer Trainingsjacke und mit offenem Haar im Interviewraum und räumte ein, dass sie sich trotz aller Vorbereitung auf den speziellen Moment nicht einstimmen konnte. "Das kann man vergessen", stellte die 24-Jährige klar.

Wie Lisicki machten auch Andrea Petkovic und Angelique Kerber mit ungefährdeten Pflichtsiegen den Einzug in die zweite Runde perfekt. Die 26-jährige Kielerin Kerber trifft beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison nach dem 6:2, 6:4 gegen die Polin Urszula Radwanska nun auf die Britin Heather Watson.

Petkovic sammelte mit dem souveränen 6:1, 6:4 gegen Katarzyna Piter auf dem von ihr eher wenig gemochten Rasen Zuversicht für die kommenden Aufgaben beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison. "Ich habe gelernt, mich besser auf Gras zu bewegen, das ist der Schlüssel", erläuterte die French-Open-Halbfinalistin.

Ihre kommende Gegnerin ist die Rumänin Irina-Camelia Begu. Lisicki spielt gegen die Tschechin Karolina Pliskova, die sie in diesem Jahr auf Sand schon besiegen konnte. Der Warsteiner Jan-Lennard Struff schied dagegen nach einem 6:7 (6:8), 4:6, 4:6 gegen den letztjährigen Viertelfinalisten Lukasz Kubot aus Polen aus. Auch die Bonnerin Annika Beck scheiterte. Die 20-Jährige musste sich der Chinesin Zheng Jie 1:6, 3:6 geschlagen geben und schied wie bei den French Open in Paris zum Auftakt aus. Dinah Pfizenmaier aus Kamen blieb beim 3:6, 0:6 gegen die Ukrainerin Lessia Zurenko chancenlos.

Lisicki steht bei ihrem Lieblingsturnier vor der Chance, den Weg aus ihrem Tief der vergangenen Monate zu finden. Der Pflichtsieg gegen die klar unterlegene Israelin war lediglich ein winziger erster Schritt, eine ernsthafte Prüfung war das für die Weltranglisten-19. noch nicht. Zu wenig war Lisicki gefordert.

Am 6. Juli 2013 hatte sie mit dem Erreichen ihres ersten Grand-Slam-Finals für eine Sensation gesorgt, der finale Triumph war ihr gegen Marion Bartoli verwehrt geblieben. Die Französin im Tennis-Ruhestand führte am Dienstag den Münzwurf für die Aufschlagwahl der Erstrundenpartie durch und war Gast in der Royal Box. "Es war ein sehr spezieller Moment", so Lisicki. "Es ist so eine große Ehre, heute auf dem Centre Court spielen zu können."

In einem keineswegs hochklassigen Spiel auf dem nicht voll besetzten Centre Court hatte die junge Deutsche kaum Probleme. Mit einem Netzroller nutzte sie vor den Augen von Bundestrainerin Barbara Rittner und ihrer Eltern nach nicht einmal einer Stunde den zweiten Matchball. Entschuldigend hob die lächelnde Lisicki die Hände - das Glück war auf ihrer Seite.

Auf Nebenplatz 18 präsentierte sich zuvor Petkovic nur in den ersten Minuten nervös, als sie zu viele unerzwungene Fehler einstreute. Von der kleinen Tribüne verfolgten die mitfiebernde Bundestrainerin und Petkovics erfahrener Coach Eric van Harpen, wie die Fed-Cup-Spielerin anschließend mit präzisen Grundschlägen das Geschehen diktierte und mehrmals erfolgreich ans Netz vorrückte. Die Weltranglisten-104. Piter wehrte sich im zweiten Satz noch einmal bissig, brachte die Nummer 20 der Setzliste aber nicht ernsthaft in Gefahr. Im vergangenen Jahr schied die 26-jährige Darmstädterin in der zweiten Runde aus, über Runde drei kam sie in London noch nie hinaus.

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