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Davis Cup: Arriens lässt Treffen mit Philipp Kohlschreiber platzen

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"Schritt in die Eskalation"  

Arriens lässt Treffen mit Kohlschreiber platzen

23.01.2015, 10:48 Uhr | sid, t-online.de

Davis Cup: Arriens lässt Treffen mit Philipp Kohlschreiber platzen. Die Eiszeit zwischen der deutschen Nummer eins Philipp Kohlschreiber (li.) und Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens dauert an. (Quelle: dpa)

Die Eiszeit zwischen der deutschen Nummer eins Philipp Kohlschreiber (li.) und Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens dauert an. (Quelle: dpa)

Das nächste Kapitel in der Posse um das deutsche Davis-Cup-Team: Teamchef Carsten Arriens hat ein geplantes Gespräch mit der deutschen Nummer eins Philipp Kohlschreiber platzen lassen. "Das ist traurig. Mit jeder Nicht-Lösung geht man natürlich einen Schritt weiter in die Eskalation", sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff, nachdem Arriens den vereinbarten Termin am Rande der Australian Open in Melbourne nicht wahrgenommen hatte.

Der für den Leistungssport verantwortliche Hordorff hatte im Namen des Verbandes per E-Mail beide Seiten zu einem Treffen eingeladen und sollte dabei als Mediator fungieren. Während Kohlschreiber kam, tauchte Arriens nicht auf.

"Es war klar erkennbar, dass nicht der Wunsch jeder Partei da war, dieses Gespräch zu führen", sagte Hordorff. Jetzt habe man eine Situation, "die man nicht wollte".

Vizepräsident gibt "keine Treueschwüre ab"

Bei der Zusammenkunft sollte über ein mögliches Davis-Cup-Comeback des von Arriens ausgebooteten Kohlschreibers im Erstrundenmatch gegen Frankreich (6. bis 8. März) gesprochen werden. Nach dem geplatzten Krisengespräch trat der Weltranglisten-24., der in der zweiten Runde der Australian Open ausgeschieden war, wie geplant seinen Heimflug an.

Hordorff zeigte sich verwundert über das unentschuldigte Fernbleiben von Arriens und kündigte an: "Das Präsidium wird sich mit der Lage auseinandersetzen müssen." Zu der Zukunft des Teamchefs wollte sich der DTB-Vizepräsident nicht äußern, sagte aber: "Es ist nicht unsere Zielsetzung, Leute zu feuern, aber ich gebe keine Treueschwüre ab."

Kein Kommentar von Arriens

Arriens mochte nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen und gab sich zurückhaltend. "Ich will diese teaminternen Vorgänge nicht öffentlich kommentieren. Aber ich kann sagen, dass das Gespräch nicht stattgefunden hat", sagte der 45-Jährige.

Arriens und Kohlschreiber hatten sich in der Vergangenheit gegenseitig der Lüge bezichtigt. Im Viertelfinale gegen Frankreich (2:3) im April 2014 hatte Arriens den Augsburger nicht mehr nominiert und angekündigt, künftig auf Kohlschreiber verzichten zu wollen.

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