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Australien-Rekord für Djokovic: Einziger mit fünf Titeln

01.02.2015, 15:36 Uhr | dpa

Tennis - Australien-Rekord für Djokovic: Einziger mit fünf Titeln. Zum fünften Mal stemmt Novak Djokovic als Sieger die Norman-Brooks-Trophäe hoch.

Zum fünften Mal stemmt Novak Djokovic als Sieger die Norman-Brooks-Trophäe hoch. Foto: Julian Smith. (Quelle: dpa)

Melbourne (dpa) - Boris Becker lehnte sich weit über den Tribünenrand, streckte beide Arme aus und packte den Australian-Open-Rekordsieger Novak Djokovic mit beiden Händen.

Mit einem lauten "Yes" und einem kurzen Berühren der Fäuste feierte das Trainer-Spieler-Gespann den fünften Melbourne-Titel und achten Grand-Slam-Triumph des 27 Jahre alten Serben. Gegen Olympiasieger Andy Murray gewann der Weltranglisten-Erste nach mehr als dreieinhalb Stunden Klasse-Tennis 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0.

"Das ist bei weitem mein erfolgreichstes Turnier. Es ist ein Privileg, mit Legenden wie Rod Laver oder Roy Emerson in einem Atemzug genannt zu werden", sagte Djokovic und betonte: "Dieser Titel ist aber noch einmal etwas Besonderes, weil er mein erster als Ehemann und Vater ist. Das ist ein ganz spezielles Gefühl."

Für ein kurzes Telefonat mit seiner Frau Jelena, die während der vergangenen zwei Wochen regelmäßig Bilder vom kleinen Stefan vor dem Fernseher twitterte, war erst einmal keine Zeit. "Ich habe mich kurz massieren lassen, aber in zwei Tagen sehe ich sie wieder. Hoffentlich kommen wir nächstes Jahr zusammen hierher", sagte Djokovic.

Als erster Spieler in der Profi-Geschichte hat er nun fünfmal im Melbourne Park triumphiert und knapp sieben Monate nach seinem Wimbledon-Sieg den zweiten Titel mit Becker gefeiert. Die anfangs belächelte Kombination hat alle Kritiker Lügen gestraft und vor allem mit der Art und Weise der gemeinsamen Erfolge Eindruck hinterlassen.

Bis zum Halbfinale gab Djokovic keinen Satz ab, dann leistete er sich ein vogelwildes Fünf-Satz-Match gegen Titelverteidiger Stan Wawrinka und wirkte mental und körperlich nicht auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Im entscheidenden Moment jedoch drehte er auf und gewann den fünften Durchgang gegen den Schweizer mit 6:0. Auch gegen Murray entschied er den vierten Satz mit 6:0 für sich.

Immer wieder hatte Becker in den vergangenen Monaten bei aller sonstigen Geheimniskrämerei um seinen Einfluss darauf hingewiesen, dass er schwierige (Final-)Situationen aus seiner Karriere kenne und wie wichtig es sei, psychische Stärke zu vermitteln. Mit Djokovic jedenfalls scheint es zu funktionieren und harmonieren.

"Natürlich mussten wir uns erst aneinander gewöhnen", erzählte der zweimalige Australian-Open-Sieger Becker vor dem Halbfinale in der einzigen öffentlichen Stellungnahme, die er während des Turniers abgeben wollte. "Wir sind beide froh über seine Entwicklung. Wir haben uns beide sehr gut kennengelernt und voneinander profitiert", sagte der dreimalige Wimbledonsieger.

Im Finale gegen Murray war zweieinhalb Sätze lang das Wort Spektakel für das Geschehen in der Rod-Laver-Arena eine unverschämte Untertreibung. 72 Minuten dauerte der erste Satz, 80 Minuten der zweite - und die beiden Protagonisten trieben sich gegenseitig an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit.

Trotz kalten Jacken-Wetters waren das Grand Slam Oval und der Garden Square vor dem Stadion voll besetzt mit Fans in Schottenröcken oder eingehüllt in Serbien-Fahnen. Keiner verließ den Melbourne Park vor 23.22 Uhr, als Djokovic seinen zweiten Matchball verwandelte.

Beim Stand von 3:3 im dritten Satz animierte er die Fans mit ausladenden Handbewegungen nach der Abwehr eines Breakballs zu mehr Engagement und Enthusiasmus. Wenig später nahm er Murray das Aufschlagsspiel zum 5:3 ab - was der Wimbledonsieger von 2013 und US-Open-Champion von 2012 mit einem wütenden Schlägerhämmern und lauten Selbstbeschimpfungen "So unnötig, so unnötig" quittierte.

Der Melbourne-Fluch wollte für Murray jedenfalls nicht enden. Wie schon 2011 und 2013 unterlag er Djokovic im Endspiel. 2012 hatte er im Halbfinale verloren. "Novak hat hier jetzt fünfmal gewonnen. Es ist keine Schande gegen ihn zu verlieren", sagte der von der Französin Amélie Mauresmo trainierte Murray.

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