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Davis Cup: Neue Team-Struktur mit Michael Kohlmann als Teamchef

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Wieder mit Kohlschreiber  

Kohlmann und Pilic neues deutsches Davis-Cup-Führungsduo

13.02.2015, 10:36 Uhr | sid

Davis Cup: Neue Team-Struktur mit Michael Kohlmann als Teamchef. Michael Kohlmann übernimmt die deutsche Daviscup-Auswahl. (Quelle: imago/Eibner)

Michael Kohlmann übernimmt die deutsche Daviscup-Auswahl. (Quelle: Eibner/imago)

Der alte Bekannte Niki Pilic und der junge Teamchef Michael Kohlmann sollen die deutsche Davis-Cup-Mannschaft wieder auf Erfolgskurs bringen und Vorjahresfinalist Frankreich am ersten März-Wochenende in Frankfurt/Main ein schlagkräftiges Quartett in den Weg stellen. Er habe nicht lange überlegen müssen, als die Anfrage des Deutschen Tennis Bundes (DTB) kam, sagte Pilic, 1988, 1989 und 1993 als DTB-Teamchef dreimal Davis-Cup-Sieger: "Ich helfe gerne, wenn ich kann."

Zum Team gehören außerdem Co-Trainer Dirk Dier, der diese Position bereits seit Jahren erfolgreich in Barbara Rittners Fed-Cup-Team bekleidet, der frühere Weltklasse-Hochspringer Carlo Thränhardt als Fitness- und Mentalcoach sowie der international renommierte Physiotherapeut Klaus Eder. Eder war von Kohlmanns glück- und erfolglosem Vorgänger Carsten Arriens überraschend aussortiert worden. Team-Manager ist DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard.

Kohlschreiber soll zurück ins Team beordert werden

Der neue Teamchef Michael Kohlmann geht davon aus, dass "im März gegen Frankreich das stärkste deutsche Team spielt". Er werde deshalb umgehend Kontakt mit dem bei seinem Vorgänger Carsten Arriens in Ungnade gefallenen Philipp Kohlschreiber aufnehmen. "Philipp ist der beste Spieler, den wir in Deutschland haben", sagte Kohlmann, der einen Einjahresvertrag als Teamchef und einen Zweijahresvertrag als auch für den Nachwuchs zuständiger Bundestrainer erhielt, bei Sky Sport News HD: "Ihm wird deshalb einer meiner ersten Anrufe gelten."

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Dass der mittlerweile 75-jährige Niki Pilic fast 18 Jahre nach seinem damals von Boris Becker forcierten Abschied vom DTB ins Davis-Cup-Team zurückkehrt, ist ein gelungener Überraschungscoup des für den Leistungssport zuständigen DTB-Vizepräsidenten Dirk Hordorff. "Ich glaube, wir haben ein gutes Team um das Team gebaut", sagte Hordorff: "Michael Kohlmann genießt unser aller Vertrauen, und über Pilic muss ich wohl mit niemandem, der etwas vom Tennis versteht, reden. Er wird nicht nur Michael eine große Hilfe sein."

Pilic verweist auf 50-jährige Erfahrung

Pilic selbst war von der Anfrage des DTB gar nicht mal so überrascht: "Ich habe mehr als 50 Jahre Erfahrung im Davis Cup. Das hat man in Deutschland nicht vergessen." Er wolle sich nun "ganz kurzfristig" mit seinen neuen Mitstreitern treffen und die passende Taktik für das Spiel gegen die Franzosen austüfteln: "Unsere Vorbereitung muss sofort beginnen. Frankreich ist auf jeden Fall der Favorit."

Ebenso wie Kohlmann strebt auch Pilic eine Rückkehr des suspendierten Kohlschreiber an. "Ich sehe keinen Grund, warum er nicht spielen sollte. Kohlschreiber ist unser wichtigster Mann", sagte Pilic. "Ich kenne ihn sehr gut und bin sicher, dass man eine gute Basis schaffen kann, um ihn wieder in das Team zu integrieren."

Stich und Rittner begrüßen DTB-Entscheidung

Der frühere Wimbledonsieger Michael Stich, 1993 mit dem Trainer Niki Pilic an seiner Seite die Nummer zwei der Welt, begrüßte die Verpflichtung seines langjährigen Wegbegleiters. "Niki Pilic hat oft unter Beweis gestellt, dass er einer der erfolgreichsten Trainer der Davis-Cup-Geschichte ist", sagte Stich: "Ich persönlich habe ihm sehr, sehr viel zu verdanken, und er hat mich auch sehr geprägt." Mit dem Führungsspieler Stich und dem Teamchef Pilic hatte Deutschland 1993 zum dritten und bis dato letzten Mal den Davis Cup gewonnen.

Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner lobte Pilic ebenfalls in den höchsten Tönen und nannte die Aktion einen "gelungenen Schachzug. Ich finde diese Lösung super, Pilic ist im Davis Cup die allererste Wahl, es gibt keine Situation, die er nicht schon erlebt und gemeistert hat", sagte Rittner. Fachlich sei Pilic "absolut 1A, er hat was unglaublich Souveränes, eine echte Respektperson, jemand, dessen Meinung über meine Arbeit mir immer wichtig ist". Der frühere Teamchef Patrik Kühnen bezeichnete Pilic als jemanden, der "Tennis lebt und es immer mit Leidenschaft gelebt hat."

In jedem Fall ist Pilic einer, dem man bedenkenlos zutraut, mit dem stets als schwierig geltenden deutschen Spitzenspieler Kohlschreiber bestens auszukommen. Pilic habe nach eigenen Angaben seinerzeit schon Arriens' Vorgänger Patrik Kühnen geraten, mehr mit den Spielern persönlich zu sprechen, anstatt alles per Mail zu regeln: "Was ist eine SMS? Man muss sich mit den Spielern an einen Tisch setzen, mit ihnen reden, eine Stunde, sechs Stunden, eine Woche, wenn es sein muss."

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