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Wimbledon 2015: Djokovic bibbert, Sister Act geht an Serena

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Serena gewinnt Sister Act  

Becker-Schützling Djokovic muss nachsitzen

06.07.2015, 23:09 Uhr | dpa, sid

Wimbledon 2015: Djokovic bibbert, Sister Act geht an Serena. Novak Djokovic hat im Achtelfinale von Wimbledon hart zu kämpfen. (Quelle: Reuters)

Novak Djokovic hat im Achtelfinale von Wimbledon hart zu kämpfen. (Quelle: Reuters)

Unruhige Nacht für Boris Becker: Sein Schützling Novak Djokovic muss in Wimbledon um den Einzug ins Viertelfinale zittern. Die Partie des serbischen Titelverteidigers gegen den Südafrikaner Kevin Anderson wurde am Abend wegen Dunkelheit beim Stand von 6:7 (6:8), 6:7 (6:8), 6:1, 6:4 unterbrochen. Bei den Damen zeigte sich Serena Williams indes gnadenlos gut.

Becker muss darauf hoffen, dass Djokovic bei der Wiederaufnahme des Matches einen besseren Start erwischt als am Montagabend. Der Weltranglistenerste geriet am "Magic Monday", dem traditionell vollgepackten Achtelfinaltag in Wimbledon, als einziger Favorit ins Straucheln. Erst dank einer Energieleistung und einer deutlichen Leistungssteigerung konnte er einen 0:2-Satzrückstand noch zu einem 2:2 ausgleichen.

Die bisher gespielten 3:03 Stunden werden am Dienstag Nachmittag (14 Uhr MESZ) fortgesetzt.

Sister Act geht an Serena

Serena Williams ließ sich indes auf ihrer Rekordjagd auch von Schwester Venus nicht aufhalten. Nach ihrem 15. Erfolg im 26. Sister Act fehlen der alles überragenden Spielerin der Tennis-Gegenwart nur noch drei Siege zum Wimbledon-Titel und zum sogenannten Serena-Slam, dem Triumph bei allen vier Majors in Serie.

Im mit Spannung erwarteten, letztlich jedoch nur selten hochklassigen Aufeinandertreffen der fünfmaligen Wimbledonsiegerinnen setzte sich Serena mit 6:4, 6:3 durch und steht nun im Viertelfinale.

Kein Jubel nach verwandeltem Matchball

"Es ist immer hart, gegen jemanden zu spielen, den man so sehr liebt und um den man sich so sehr sorgt", sagte Serena, nachdem sie ihren ersten Matchball nach nur 67 Minuten verwandelt und die zwei Jahre ältere Venus am Netz in den Arm genommen hatte. Auf Jubelgesten verzichtete sie.

Steffi Graf auf den Fersen

"Sie ist heute meine Schwester, sie ist im nächsten Jahr noch meine Schwester. Ich glaube, dass ist ein wenig wichtiger als ein Tennisspiel", hatte Serena bereits vor dem Match gesagt: "Wir lassen alles, was wir haben, auf dem Platz. Wenn wir fertig sind, beginnt das normale Leben wieder."

Die fünfmalige Wimbledonsiegerin strebt derzeit ihren insgesamt 21. Grand-Slam-Titel an und wäre dann nur noch einen Erfolg davon entfernt, mit Rekordsiegerin Steffi Graf gleichzuziehen.

Scharapowa schlägt Dijas

Auch Maria Scharapowa löste ihre Aufgabe am sogenannten Magic Monday mit allen Achtelfinal-Partien bei Damen und Herren souverän. Die an Nummer vier gesetzte Russin besiegte Sarina Dijas aus Kasachstan 6:4, 6:4. Dijas hatte in der dritten Runde Andrea Petkovic aus dem Turnier geworfen. 

Zudem zogen die Amerikanerinnen Madison Keys und Coco Vandeweghe, die Polin Agnieszka Radwanska und Lisicki-Bezwingerin Timea Bacsinszky aus der Schweiz in die Runde der besten Acht ein.

Murray und Wawrinka eine Runde weiter

Bei den Herren bezwang Mitfavorit Andy Murray den kroatischen Aufschlagriesen Ivo Karlovic. Der Schotte gewann gegen den 2,11-Meter-Hünen 7:6 (9:7), 6:4, 5:7, 6:4. Murray trifft nun auf den Kanadier Vasek Pospisil, der gegen Viktor Troicki nach 0:2-Satzrückstand 4:6, 6:7 (4:7), 6:4, 6:3, 6:3 gewann.

Ebenfalls im Viertelfinale steht French-Open-Sieger Stan Wawrinka. Der Schweizer ist nach dem 7:6 (7:3), 7:6 (9:7), 6:4 gegen David Goffin aus Belgien im Turnierverlauf weiter noch ohne Satzverlust. Wawrinka bekommt es am Mittwoch mit dem Franzosen Richard Gasquet zu tun.

Roger Federer gewann problemlos gegen den Spanier Roberto Bautista Agut 6:2, 6:2, 6:3 und trifft nun auf Gilles Simon. Der Franzose ließ dem an Position sechs gesetzten Tschechen Tomas Berdych beim 6:3, 6:3, 6:2 keine Chance.

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