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Boris Becker ist vom Trainer-Erfolg mit Djokovic überrascht

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"Nie erträumt"  

Becker vom eigenen Trainer-Erfolg überrascht

14.07.2015, 14:09 Uhr | sid

Boris Becker ist vom Trainer-Erfolg mit Djokovic überrascht. Auch dank Boris Becker hat Novak Djokovic zum dritten Mal das Wimbledon-Finale für sich entschieden (Quelle: imago/BPI)

Auch dank Boris Becker hat Novak Djokovic zum dritten Mal das Wimbledon-Finale für sich entschieden (Quelle: BPI/imago)

Boris Becker ist von seinem eigenen Erfolg als Coach ein bisschen überrascht. "Ich hätte mir vor fünf Jahren nie erträumen lassen, dass ich hier Trainer bin vom amtierenden Wimbledonsieger", sagte Becker der "Bild"-Zeitung. Beckers Schützling Novak Djokovic ist die unangefochtene Nummer eins der Tenniswelt und hatte in der vergangenen Woche zum dritten Mal Wimbledon gewonnen.

Offenbar kann sich der 47-jährige Becker auch vorstellen, seinen Ende des Jahres auslaufenden Vertrag mit dem neunmaligen Grand-Slam-Champion Djokovic zu verlängern. "Es macht Novak und mir sehr viel Spaß. Wir lernen dazu, haben einen großen Schritt gemacht im Vergleich zum letzten Jahr. Das ist im Moment das Wichtigste", sagte Becker, der selbst dreimal an der Church Road triumphiert hatte.

Becker machte zudem keinen Hehl daraus, dass ihn die Zweifel an seinen Coaching-Fähigkeiten getroffen hatten. Er sei "schlicht überrascht" gewesen, dass man seine Tenniskenntnisse in Frage stellte. "Aber das ist immer so in meinem Leben gewesen", sagte Becker: "Ich werde gerne skeptisch betrachtet und in Frage gestellt."

Kritik treibt Becker an

Genugtuung verspürt er nach den großen Erfolgen des 28-jährigen Djokovic dennoch nicht. Becker: "Kritik stachelt meinen Ehrgeiz an, ist eher Motivation für mich, macht mich besser." Er selbst sieht sich als "Teamplayer".

Der Triumph von Djokovic auf dem heiligsten aller Tenniscourts gegen den Schweizer Major-Rekordgewinner Roger Federer (7:6, 6:7, 6:4, 6:3) war für Becker ein ganz besonderer. "Dass Novak diesen Sieg 30 Jahre nach meinem ersten Titel holt, ist fast filmreif. Was da passiert, ist wie ein Traum. Es wirkt alles auf mich wie Schicksal: Wimbledon hat wohl immer etwas Besonderes mit mir vor", sagte Becker. Er müsse sich manchmal selbst wundern, "wie das jetzt alles so läuft".

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