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US Open 2015: Williams verpasst Uralt-Rekord von Steffi Graf

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Williams verpasst Grafs Uralt-Rekord  

Italienisches Sensationsfinale bei US Open

12.09.2015, 08:25 Uhr | dpa

US Open 2015: Williams verpasst Uralt-Rekord von Steffi Graf. Roberta Vinci ist die Nummer 43 der Damen-Weltrangliste. (Quelle: imago/BPI)

Roberta Vinci ist die Nummer 43 der Damen-Weltrangliste. (Quelle: BPI/imago)

Nach dem Sensations-Aus im Halbfinale der US Open bleibt für Serena Williams der erste Grand Slam seit der Steffi-Graf-Ära womöglich für immer ein unerreichbares Kunststück. Die Tennis-Weltranglisten-Erste verlor in New York 6:2, 4:6, 4:6 gegen die ungesetzte Roberta Vinci, die nun in einem nie für möglich gehaltenen italienischen Endspiel auf die an Nummer 26 gesetzte Flavia Pennetta trifft.

Vinci fand nach dem Match zunächst keine Worte. "Ich habe Serena geschlagen - sorry, Leute. In meinem Kopf gehen gerade so viele Sachen vor sich. Das ist der beste Moment in meinem Leben", sagte Vinci - und wurde von den amerikanischen Fans gefeiert. Pennetta erreichte durch das unerwartet klare 6:1, 6:3 über die Rumänin Simona Halep ihr erstes Grand-Slam-Finale.

Es bleibt bei zwei Serena-Slams

Dagegen strauchelte die entthronte Titelverteidigerin Serena Williams beim vorletzten Schritt auf dem Weg, als erste Spielerin seit Graf 1988 die vier wichtigsten Turniere in einem Kalenderjahr zu gewinnen. Auch Grafs Rekord von 22 Grand-Slam-Titeln während der Profi-Ära bleibt vorerst unangetastet. Damit bleibt es für die Nummer eins bei zwei sogenannten Serena-Slams: Zuletzt hatte sie mit dem Triumph in Wimbledon jahresübergreifend erneut die größten Events nacheinander für sich entschieden.

Der fünfte Erfolg im fünften Duell mit Vinci schien für Serena Williams zunächst nicht gefährdet, dann gab es doch ein äußerst spannendes Match. Die 32 Jahre alte Außenseiterin, in der Weltrangliste nur die Nummer 43, war keineswegs gewillt, sich mit einer weiteren Niederlage abzufinden, obwohl sie den Coup nach eigenen Worten nicht für möglich hielt.

Frust am Schläger abgebaut

Die Doppel-Spezialistin, die dort schon die Titel bei allen Grand-Slam-Turnieren holte, glänzte mit ihrem guten Aufschlag, der unterschnittenen Rückhand und Netzangriffen. Vor allem dank ihres taktischen Geschicks und Fehlern von Williams holte sich Vinci erstmals einen Satz gegen die sich ständig selbst anfeuernde Favoritin, die ihren Ärger nach dem Ausgleich am Schläger ausließ.

Auch die 2:0-Führung im dritten Satz gab im gut gefüllten Arthur-Ashe-Stadium nicht mehr anfängliche Sicherheit zurück. Immer wieder schrie die Lokalmatadorin nach gelungenen Punkten aus vollem Hals "Come on". Das beeindruckte die über sich hinauswachsende Vinci Platz keineswegs - sie forderte die Fans nach einem spektakulären Ballwechsel sogar cool dazu auf, auch sie anzufeuern.

Pennetta macht italienisches Finale komplett

Weniger später führte sie nach einem weiteren Break und Fehlern von Williams 5:3, die verbissen um jeden Punkt kämpfte und noch einmal verkürzte. Mit einem gefühlvollen Halb-Volley machte Vinci kurz darauf den verdienten Erfolg nach zwei Stunden perfekt.

Das erste der beiden Halbfinals, die wegen Regens von Donnerstagabend auf Freitagvormittag verlegt worden waren, verlief überraschend einseitig - allerdings zugunsten der Weltranglisten-26. Pennetta. Halep, die French-Open-Finalistin des Vorjahres, spielte sich im zweiten Satz eine 3:1-Führung heraus, doch Pennetta konterte. Nach einer knappen Stunde nutzte die 33-Jährige mit einer platzierten Vorhand ihren zweiten Matchball.

Grönefeld im Doppel raus - Hingis holt Mixed-Titel

Unterdessen hat Anna-Lena Grönefeld ihr erstes Endspiel im Damen-Doppel bei den US Open knapp verpasst. Grönefeld verlor mit ihrer US-Partnerin Coco Vandeweghe 7:6 (7:3), 5:7, 5:7 gegen Casey Dellacqua aus Australien und die Kasachin Jarolawa Schwedowa.

Martina Hingis und Leander Paes haben den Mixed-Wettbewerb gewonnen und sich ihren dritten Grand-Slam-Titel des Jahres geholt. Die 34-jährige Schweizerin und der 42-jährige Inder besiegten im Finale von New York die amerikanische Kombination Bethanie Mattek-Sands/Sam Querrey mit 6:4, 3:6, 10:7.

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