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WTA-Finals 2015: Angelique Kerber scheidet vor Halbfinale aus

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Klare Niederlage zum Abschluss  

Angelique Kerber verpasst Halbfinale bei WTA-Finals

30.10.2015, 14:23 Uhr | dpa

WTA-Finals 2015: Angelique Kerber scheidet vor Halbfinale aus. Die deutsche Nummer eins vergibt eine große Chance. (Quelle: dpa)

Die deutsche Nummer eins vergibt eine große Chance. (Quelle: dpa)

Angelique Kerber hat auch im dritten Anlauf das Halbfinale bei den WTA-Finals der acht besten Tennisspielerinnen des Jahres verpasst. Die deutsche Nummer eins verlor in Singapur gegen die Tschechin Lucie Safarova klar mit 4:6, 3:6 und schied damit wie schon 2012 und 2013 nach der Gruppenphase aus.

Kerber hätte als erste Deutsche seit Steffi Graf 1998 die Vorschlussrunde erreichen können. Bereits der Gewinn eines Satzes gegen die schon zuvor ausgeschiedene Safarova hätte zum Weiterkommen genügt.

Stattdessen zogen die Spanierin Garbiñe Muguruza und Safarovas Landsfrau Petra Kvitova ins Halbfinale ein. Dort trifft Muguruza auf die Polin Agnieszka Radwanska, das zweite Duell um den Einzug ins Endspiel bestreiten die Russin Maria Scharapowa und Kvitova.

Kerber klagt: "Habe kein Gefühl"

Kerber fand gegen Safarova von Anfang an überhaupt keinen Rhythmus. Sie agierte viel zu passiv und geriet so häufig in Bedrängnis. Zwar konnte sie ihren ersten Aufschlagverlust umgehend wettmachen und zum 1:1 ausgleichen. Doch dann gab sie sofort wieder ihr Service ab und lief fortan diesem Break hinterher.

Während die Tschechin befreit und druckvoll aufspielte, wirkte Kerber irgendwie verkrampft. "Ich habe kein Gefühl", klagte Kerber in einer Spielpause im Gespräch mit ihrem Trainer Torben Beltz. Zwar wehrte Deutschlands Spitzenspielerin beim Stand von 3:5 noch zwei Satzbälle der Tschechin ab, doch nach 46 Minuten holte sich Safarova den ersten Durchgang mit 6:4.

Kräfte schwinden

Auch im zweiten Abschnitt konnte Kerber nicht an ihre guten Leistungen in den ersten beiden Partien im Singapore Indoor Stadium anknüpfen. Nach einer langen Saison mit insgesamt vier Turniersiegen wirkte die 27-Jährige saft- und kraftlos. Zum 1:2 gab sie schnell wieder ihren Aufschlag ab, damit war ihr Widerstand praktisch gebrochen.

Anders als so oft in ihrer Karriere fehlte Kerber dieses Mal einfach die Energie, um der Partie noch eine Wende zu geben. Drei Matchbälle konnte sie zwar abwehren, dann machte Safarova ihren ersten Turniererfolg perfekt. Die French-Open-Finalistin verhalf damit ihrer Landsfrau Kvitova ins Halbfinale. Kvitova hatte zuvor gegen die nach wie vor ungeschlagene Muguruza mit 4:6, 6:4, 5:7 verloren.

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