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Andrea Petkovic stellt Karriere in Frage: "Wie Folter"

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"Fühlt sich an wie Folter"  

Deprimierte Petkovic stellt Karriere in Frage

05.11.2015, 18:57 Uhr | sid

Andrea Petkovic stellt Karriere in Frage: "Wie Folter"  . Enttäuschung pur: Andrea Petkovic ist derzeit mit ihren Leistungen überhaupt nicht zufrieden. (Quelle: imago/Majerus)

Enttäuschung pur: Andrea Petkovic ist derzeit mit ihren Leistungen überhaupt nicht zufrieden. (Quelle: Majerus/imago)

Nach der bösen Klatsche beim WTA-Turnier in Zhuhai/China gibt Andrea Petkovic depressive Verstimmungen zu und stellt die Fortsetzung ihrer Karriere in Frage. "Ich muss wirklich herausfinden, ob ich weiter spielen will. Ich hasse derzeit mehr Teile meines Jobs, als ich andere mag", sagte die 28-Jährige.

"In den letzten zwei, drei Monaten" habe sie die Leidenschaft für den Tennissport verloren, erklärte die Weltranglisten-24. weiter. Bei den sogenannten Mini Masters in Zhuhai hatte Petkovic eine "Brille" (0:6, 0:6) gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro kassiert.

"Wollte überhaupt nicht mehr aus dem Bett"

Bei einem Interview nach dem Match war Petkovic in Tränen ausgebrochen und berichtete auf der Internetseite der WTA über ihre besorgniserregenden Erfahrungen der vergangenen Zeit. "Als ich Zuhause war, habe ich mich wirklich glücklich gefühlt. Aber ab jener Minute, als ich wieder auf die Tour zurückgekehrt bin, war ich irgendwie deprimiert. So deprimiert, dass ich eigentlich überhaupt nicht mehr aus dem Bett kommen wollte", sagte die Hessin.

Petkovic macht keinen Hehl daraus, dass die Krankheit ihrer Mutter ihre Gefühlslage verschärft habe. "Ich wollte einfach Zuhause sein. Aber weil ich Profi bin, habe ich einfach weitergemacht mit dem Training und all den Dingen, die zu tun waren", erzählte die French-Open-Halbfinalistin von 2014 und gestand: "Das hat sich angefühlt wie Folter. Jede Minute."

Jetzt erst einmal entspannen

Petkovic gibt zu, dass sie erstmals ihre ihre Berufswahl angezweifelt habe. "Ich habe gefühlt, dass es das erste Jahr war, in dem ich vielleicht Zeit für andere Dinge verloren habe, weil ich Tennis spiele", meinte die Hessin.

In den nächsten Wochen will Petkovic, einst die Nummer neun der Welt, abschalten und ihre Zukunft überdenken. "Ich werde erst einmal vier Tage schlafen, weil ich mich fühle, als hätte ich das zwei Monate nicht getan." Danach will die Fed-Cup-Spielerin bei Reisen nach New York und Portland entspannen.

Rittner: "Ihr Antrieb darf nicht ergebnisorientiert sein"

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner geht derweil davon aus, dass sich Petkovic in ihrer angekündigten Auszeit wieder fangen wird. "Ihr eigentlicher Antrieb darf nicht ergebnisorientiert sein. Sie muss wieder den Spaß am Tennis finden und sich für 2016 neu aufstellen", sagte Rittner und meinte: "Sie soll sich eine Auszeit nehmen."

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