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Fed Cup 2016: Angelique Kerber gleicht gegen Bacsinszky aus

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Fed Cup gegen die Schweiz  

Kerber gleicht gegen Bacsinszky aus

07.02.2016, 09:28 Uhr | sid

Angelique Kerber gleicht gegen Bacsinszky aus. (Screenshot: ran) (Quelle: ran)
Angelique Kerber gleicht gegen Bacsinszky aus

Australian-Open-Siegerin hat die deutschen Hoffnungen auf den Einzug ins Fed-Cup-Halbfinale am Leben erhalten.

Angelique Kerber gleicht gegen Bacsinszky aus. (Quelle: ran)


Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber hat den deutschen Fed-Cup-Frauen die Chance auf den Einzug ins Halbfinale bewahrt. Sieben Tage nach ihrem Triumph in Melbourne ließ die Weltranglistenzweite ihrer Kontrahentin Timea Bacsinszky beim 6:1, 6:3 kaum eine Chance.

Kerber glich damit zum 1:1 gegen die Schweiz aus, ihre Teamkollegin Andrea Petkovic hatte zuvor den Auftakt in der ausverkauften Leipziger Messehalle gegen die Weltranglistenelfte Belinda Bencic mit 3:6, 4:6 verloren. "Das ist das Ergebnis, was wir erwartet haben", sagte Teamchefin Barbara Rittner und lobte Kerber: "Ich ziehe den Hut vor ihr. Sie hat das toll gemacht, auch wenn am Ende das Energie-Level ein wenig abgefallen ist."

Publikum leistet wichtige Unterstützung

Kerber knüpfte gegen Bacsinszky, immerhin die Nummer 15 der Tennis-Welt, nahtlos an ihre Leistung aus dem Melbourne-Finale gegen Superstar Serena Williams an. "Die Müdigkeit habe ich im zweiten Satz schon gespürt, aber das Publikum hat mich aufgefangen", sagte Kerber bei Sat.1 überglücklich.

Ganze 74 Minuten hatte die Demonstration der Grand-Slam-Siegerin gedauert, dabei hatte Kerber nach den Feierlichkeiten zum ersten deutschen Majorsieg seit 17 Jahren einen Medienmarathon quer durch Deutschland absolviert. Erst ab Donnerstag konzentrierte sie sich ausschließlich auf die Begegnung gegen die Schweiz.

"Ich hatte einige Male Gänsehaut"

Bundestrainerin Rittner hatte jedoch nicht an ihrer Nummer eins gezweifelt. "Ich wäre ja wahnsinnig, wenn ich die Australian-Open-Siegerin nicht spielen lassen würde", hatte sie bei der Auslosung gesagt. Mit einem Auftritt wie gegen Bacsinszky rechnete allerdings auch Rittner nicht.

4200 Zuschauer, unter ihnen Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, hatten Kerber einen stimmungsvollen Empfang bereitet, auf den Plakaten stand "Angie Kerber Superstar" und "Herzlichen Glückwunsch! Wir lieben Dich!". Petkovic sprach später von einer Stimmung, die deutlich elektrisierender gewesen sei als bei deutschen Fed-Cup-Matches üblich. Kerber meinte: "Ich hatte einige Male Gänsehaut."

Angetrieben von der Euphoriewelle schoss sie Bacsinszky nahezu vom Platz. Dabei ist Kerber, wenn man Trainerin Rittner glauben darf, "noch immer auf Wolke sieben unterwegs". Erst im zweiten Satz bekam das Publikum spannendere Ballwechsel zu sehen, doch Kerber zeigte in den entscheidenden Momenten, welches Selbstvertrauen sie derzeit besitzt. Nachdem sie bei 1:2 drei Breakbälle abgewehrt hatte, nahm sie Bacsinszky den Aufschlag ab und profitierte wenig später bei ihrem vierten Matchball von einem Doppelfehler Bacsinszkys.

Auf Kerber lastet in Leipzig der größte Druck, Andrea Petkovic produzierte gegen Bencic vor allem mit der Vorhand zu viele Fehler. "Ich war heute einfach nicht gut genug", sagte Petkovic, "das lag aber nicht an den Zuschauern oder am Druck". Sondern auch an ihrer starken Gegnerin, die mit 18 Jahren schon deutlich abgeklärter wirkt als Petkovic.

Petkovic oder Beck - wer darf ran?

Ob die Weltranglisten-23. erneut zum Einsatz kommt, ist fraglich. Zu Bacsinszky wollte sie nichts sagen, sie wisse ja überhaupt noch nicht, wen Teamchefin Rittner aufstellen werde. Annika Beck steht als dritte Einzelspielerin bereit, die Bonnerin hatte Bacsinszky in Melbourne in zwei Sätzen bezwungen.

Fest steht nur, dass Angelique Kerber am Sonntag Bencic im Spitzeneinzel gegenübersteht. Setzt sie ihre Siegesserie fort, fehlt Deutschland nur noch ein Punkt zum Einzug ins dritte Fed-Cup-Halbfinale nacheinander.

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