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Maria Scharapowa bleibt bei den Russen Thema für Olympia

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Trotz Suspendierung wegen Doping  

Russen hoffen auf Olympia-Teilnahme von Scharapowa

13.04.2016, 16:03 Uhr | dpa

Maria Scharapowa bleibt bei den Russen Thema für Olympia. Maria Scharapowa wurde positiv auf das verbotene Mittel Meldonium getestet. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Maria Scharapowa wurde positiv auf das verbotene Mittel Meldonium getestet. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Trotz der Doping-Sperre: Maria Scharapowa und die Teilnahme bei Olympia in Rio (5.-21. August) sind weiter Thema für den russischen Tennis-Verband. "Wir hoffen sehr, dass Scharapowa bei den Olympischen Spielen antreten darf", erklärte Verbandspräsident Schamil Tarpischtschew.

Die 28-Jährige suspendierte ehemalige Weltranglistenerste hat nach eigenen Angaben zehn Jahre lang ein Medikament genommen, das das seit Januar verbotene Mittel Meldonium enthält. Ein Termin für eine Anhörung beim Internationalen Verband ist noch nicht bekannt.

Mehrjährige Sperre zu erwarten

Scharapowa war bei den Australian Open positiv auf die verbotene Substanz getestet worden. Es handelt sich bei Meldonium um ein Herzmedikament, das auch die Regeneration verbessern soll. In den vergangenen Wochen wurde es bei zahlreichen weiteren Sportlern vor allem aus dem osteuropäischen Raum nachgewiesen. Scharapowa droht eine mehrjährige Sperre.

"Ich will meine Karriere nicht so beenden. Ich hoffe, dass ich eine weitere Chance bekomme", hatte Russin nach Bekanntwerden ihres positiven Doping-Tests betont.

WADA öffnet Hintertür

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) öffnet den positiv getesteten Sportlern wie Scharapowa eine Hintertür. Demnach akzeptiert die WADA in Proben vor dem 1. März 2016 eine Konzentration von bis zu einem Mikrogramm pro Milliliter.

Hintergrund ist die Tatsache, dass bislang ungeklärt ist, wie schnell Meldonium im Körper abgebaut wird. So gebe es die Möglichkeit, dass vorläufige Suspendierungen unter diesen Voraussetzungen aufgehoben werden könnten, teilte die WADA weiter mit.

Es kommt nun darauf an, wie hoch die Konzentration bei der positiven Probe war. Bei einem Wert von unter einem Mikrogramm pro Milliliter haben Scharapowa unc Co. nichts zu befürchten. Bei einem Wert zwischen 1 und 15 wären weitere Untersuchungen fällig.

In Russland wurde die Entscheidung nun entsprechend begrüßt. Moskau fühle sich aber nicht als "Sieger", sagte Alexander Schukow, Chef des Nationalen Olympischen Komitees von Russland. "Ich denke, dass die WADA eine sehr richtige und ausgewogene Entscheidung gefällt hat", sagte er der Agentur Tass.

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