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Fed Cup: Deutsche Damen bleiben nach Sieg in Rumänien erstklassig

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Petkovic mit Kraftakt  

Deutsche Tennis-Damen bleiben erstklassig

17.04.2016, 16:47 Uhr | dpa

Irres Match: Petkovic gewinnt gegen Niculescu in drei Sätzen. (Quelle: ran) (Quelle: (Screenshot: Sat.1))
Irres Match: Petkovic gewinnt gegen Niculescu in drei Sätzen

Nach einem schwachen Start kann die Darmstädterin das Runder noch herumreißen.

Irres Match: Petkovic kämpft Niculescu nieder. (Quelle: ran)


Deutschlands neuer Tennis-Liebling Angelique Kerber und Comeback-Königin Andrea Petkovic haben die Fed-Cup-Damen vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit bewahrt. In einer völlig verrückten Relegationspartie im rumänischen Cluj holte Petkovic den entscheidenden dritten Punkt. Das deutsche Doppel machte schließlich den Endstand von 4:1 perfekt.

Kerber fegt Halep vom Platz. (Quelle: ran) (Quelle: (Screenshot: Sat.1))
Angelique Kerber schlägt Simona Halep in zwei Sätzen

Hier die Highlights aus dem ersten Einzel am Sonntag.

Angelique Kerber schlägt Simona Halep in zwei Sätzen. (Quelle: ran)


Nach einem 0:6 im ersten Satz und der Abwehr zweier Matchbälle rang die deutsche Nummer zwei Monica Niculescu nieder und sicherte ihrem Team durch ein 0:6, 7:6 (7:1), 6:3 den Klassenerhalt. "Ich habe nie die Hoffnung aufgegeben und wirklich an mich geglaubt", sagte Petkovic und gab zu: "Ich bin heilfroh, dass es vorbei ist."

Petkovic wollte "es unbedingt schaffen"

Damit spielt die Auswahl von Bundestrainerin Barbara Rittner auch im kommenden Jahr in der Weltgruppe der besten acht Nationen und kann einen neuen Angriff auf die ersehnte Trophäe in dem Mannschaftswettbewerb starten. Nach 2:37 Stunden voller Energie, Adrenalin und Willensstärke verwandelte Petkovic ihren ersten Matchball, ging auf die Knie und küsste den Sand.

"Heute den entscheidenden Punkt zu holen, war mir sehr wichtig", sagte die Darmstädterin. "Ich war müde, aber ich wollte es unbedingt für mein Team schaffen. Nach dem ersten Satz habe ich zu mir selbst gesagt: Kämpfe weiter."

Ihre Teamkollegin Kerber hatte zuvor für die 2:1-Führung gesorgt. Die Weltranglisten-Dritte zeigte sich elf Wochen nach ihrem Triumph in Melbourne und eine Woche nach der erschöpfungsbedingten Aufgabe beim Turnier in Charleston rechtzeitig zum Abstiegsgipfel in Transsilvanien wieder in Topform.

Am Samstag ließ sie Irina-Camelia Begu beim 6:2, 6:3 keine Chance. Am Sonntag entschied sie das Duell der Spitzenspielerinnen mit Simona Halep überraschend klar 6:2, 6:2 für sich. Eigentlich die perfekte Vorlage für Petkovic.

Zunächst kein Mittel gefunden

Die Südhessin hatte zum Auftakt gegen Halep 4:6, 7:6 (7:5), 4:6 verloren, aber energische Gegenwehr geleistet. Doch gegen Niculescu erlebte Petkovic anfangs einen regelrechten Alptraum. Gegen die unorthodoxe Spielweise ihrer Gegnerin fand sie zunächst überhaupt kein Mittel.

Nach der 30-minütigen 0:6-Demütigung vergrub Petkovic ihr Gesicht unter einem Handtuch und musste die nicht enden wollenden M-O-N-I-C-A-Rufe der enthusiastischen, aber immer fairen Fans ertragen. Rittner war als Psychologin gefordert und wechselte ab zwischen aufbauenden Worten und Jetzt-lieber-nichts-sagen.

Der Teamchefin war die Bedeutung des Nervenspiels bewusst. Wäre das Duell schiefgegangen, hätte die einst Goldene Generation getaufte Auswahl um Kerber, Petkovic, Julia Görges oder die diesmal nicht berücksichtigte Sabine Lisicki frühestens 2018 wieder um den Titel spielen können.

"Petko, Petko"

Petkovic aber stellte sich immer besser auf Niculescus Spiel mit Slice auf Vor- und Rückhand ein. Im zweiten Satz wehrte sie beim Stand von 5:6 zwei Matchbälle ab und rettete sich in den Tiebreak - den sie 7:1 gewann. Der dritte Durchgang dieser denkwürdigen Begegnung begann mit sieben Breaks.

Wie schon Kerber zuvor ließ sich aber auch Petkovic von der Atmosphäre in der Halle nicht beeindrucken oder gar einschüchtern. Schon eine halbe Stunde vor dem ersten Aufschlag veranstalteten die Fans ein Höllenspektakel. Am Ende riefen die unermüdlichen 150 deutschen Fans "Petko, Petko".

Annika Beck und Julia Görges sorgten mit dem 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 10:7 gegen Irina-Camelia Begu und Alexandra Dulgheru schließlich für den 4:1-Endstand.

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