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Tennis: Verbandschef befürchtet Karriereende von Scharapowa

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Verbandschef befürchtet Karriereende von Scharapowa

19.05.2016, 13:25 Uhr | dpa

Tennis: Verbandschef befürchtet Karriereende von Scharapowa. Maria Scharapowa wurde bei den Australian Open positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet.

Maria Scharapowa wurde bei den Australian Open positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet. Foto: Mike Nelson. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Der Präsident des Russischen Tennisverbandes, Schamil Tarpischtschew, hat große Zweifel daran geäußert, ob Superstar Maria Scharapowa nach ihrer positiven Dopingprobe noch einmal auf den Platz zurückkehrt.

Scharapowas Situation sei "schlecht" und es sei "sehr zweifelhaft", dass die 29-Jährige ihre Karriere fortsetze, sagte der Ex-Profi der russischen Nachrichtenagentur R-Sport.

Scharapowa hatte am 7. März auf einer Pressekonferenz öffentlich gemacht, dass sie im Januar bei den Australian Open in Melbourne positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden war. Die Russin hatte erklärt, dass sie das umstrittene Mittel bereits seit Jahren nehme und ihr nicht bewusst gewesen sei, dass es seit Anfang 2016 verboten ist. Die fünfmalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin ist seitdem suspendiert.

Nach Angaben der BBC soll Scharapowa am Mittwoch in London eine Anhörung beim Internationalen Tennis Verband gehabt haben. Ob die Aussagen von Tarpischtschew auch damit zusammenhängen, ist unklar. Noch vor kurzem hatte der russische Tennis-Boss erklärt, er sei zuversichtlich, dass Scharapowa bald wieder spielen und auch an den Olympischen Spielen in Rio den Janeiro teilnehmen werde.

Die russische Justiz kündigte unterdessen an, Berichte über angeblich gedopte Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Peking 2008, London 2012 und Sotschi 2014 zu prüfen. An den Maßnahmen der Generalstaatsanwaltschaft seien auch das Sportministerium und das Nationale Olympische Komitee beteiligt, sagte Behördensprecher Alexander Kurennoj am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Eine enge Mitarbeit sei auch mit Behörden in den USA und einer Reihe weiterer Länder geplant.

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