Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Tennis >

Wimbledon 2016: Angelique Kerber steht im Viertelfinale

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Klarer Sieg in Wimbledon  

Kerber zieht souverän ins Viertelfinale ein

04.07.2016, 17:59 Uhr | sid

Wimbledon 2016: Angelique Kerber steht im Viertelfinale. Gefühlsausbruch: Angelique Kerber freut sich über ihren Erfolg in Wimbledon. (Quelle: Reuters)

Gefühlsausbruch: Angelique Kerber freut sich über ihren Erfolg in Wimbledon. (Quelle: Reuters)

Der Jubel nach dem Matchball fiel ungewöhnlich ekstatisch aus - vor allem für einen souveränen Sieg im Achtelfinale. Angelique Kerber ballte die Faust, legte ihren Kopf in den Nacken und schrie die Freude in den wolkenverhangenen Himmel über Wimbledon. Die Erleichterung nach dem 6:3, 6:1 gegen die Japanerin Misaki Doi hatte auch mit einem Match zu tun, das Kerber in ihrem Leben wohl niemals vergessen wird.

Auf dem Weg zu ihrem Triumph bei den Australian Open hatte sie sich im Januar in der ersten Runde gegen Doi zum Sieg gezittert. Sogar einen Matchball wehrte Kerber damals ab - der Return von Doi nach einem zweiten Aufschlag der Kielerin blieb damals an der Netzkante hängen.

Im All England Club trat sie nun 167 Tage später mit dem Selbstverständnis einer Grand-Slam-Siegerin auf und fegte Doi vor allem im zweiten Satz vom Rasen. Dabei ließ sich Kerber sogar noch Luft nach oben. Keine schlechten Voraussetzungen für die kommenden Aufgaben, die sicherlich nicht einfacher werden. Zumal sie die letzte Deutsche im Turnier ist.

"Der Beginn war nicht so einfach, weil ich das Spiel noch im Kopf hatte und wusste, dass es hart wird", sagte Kerber. "Ich fühle, dass mein Tennis von Tag zu Tag besser wird, aber ich weiß, dass ich noch 'was draufpacken muss", meinte sie.

Melbourne-Gefühl wieder da

In ihrem dritten Wimbledon-Viertelfinale nach 2012 und 2014 trifft Kerber am Dienstag auf die Weltranglistenfünfte Simona Halep (Rumänien), die Madison Keys (USA) mit 6:7 (5:7), 6:4 und 6:3 bezwang. Zum Kreis der Titelanwärterinnen, der hinter US-Ausnahmespielerin Serena Williams beginnt, gehört indes auch Kerber - nicht erst seit ihrem vierten Sieg ohne Satzverlust im vierten Match des Turniers.

Das Australien-Gefühl, der Melbourne-Rhythmus, alles wieder da, hatte Kerber nach der erfolgreichen ersten Wimbledonwoche festgestellt. "Ich weiß, wie man solche Turniere gewinnt", sagte sie. Zum Beispiel hilft es, wenn man auf dem Weg zu den wirklich wichtigen Matches keine Kraft verliert: Nur 71 Minuten im Schnitt stand Kerber auf dem Court. Es kann aber auch nicht schaden, eine Nervenprobe absolviert und bestanden zu haben: In Runde drei wehrte Kerber im deutschen Duell gegen Carina Witthöft vier Satzbälle ab.

In Melbourne hieß die Nervenprobe Misaki Doi, bis zum Finale gegen Williams gab Kerber danach keinen Satz mehr ab. Die Erinnerungen an ihre Sternstunde am anderen Ende der Welt kehren nun von Tag zu Tag mehr und mehr zurück, es scheint, als hätte es die dunklen Sandplatztage mit der Enttäuschung von Roland Garros gar nicht gegeben.

Rekordspiel für Federer

Unterdessen ist Roger Federer zum 14. Mal in seiner Karriere ins Viertelfinale von Wimbledon eingezogen. Der siebenmalige Titelträger aus der Schweiz setzte sich gegen Steve Johnson (USA) mit 6:2, 6:3, 7:5 durch und bleibt damit im Turnierverlauf ohne Satzverlust. Mit seinem 306. Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere egalisierte er den Rekord von Martina Navratilova.

Mit seinem 14. Viertelfinale im All England Club stellte Federer zudem Jimmy Connors' Bestmarke in der Ära des Profitennis (seit 1968) ein. Für den Weltranglistendritten soll jedoch noch lange nicht Schluss sein. In der Runde der besten Acht trifft der Eidgenosse am Mittwoch auf  Marin Cilic (Kroatien/Nr. 9), der beim Stand von 6:1, 5:1 von der Aufgabe des an Position fünf gesetzten Japaners Kei Nishikori profitierte.

Williams nimmt Hürde Kusnezowa

Auch Serena und Venus Williams stehen im Viertelfinale. Serena setzte sich gegen Swetlana Kusnezowa aus Russland 7:5, 6:0 durch. In der Runde der besten acht Spielerinnen trifft sie auf Anastasia Pawljutschenkowa. Die Russin gewann gegen Coco Vandeweghe (USA) 6:3, 6:3 und zog erstmals in ihrer Karriere ins Viertelfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt ein.

Serenas zwei Jahre ältere Schwester Venus schlug die Spanierin Carla Suarez Navarro 7:6 (7:3), 6:4 und erreichte erstmals seit sechs Jahren wieder das Viertelfinale. Sie hatte 2000, 2001, 2005, 2007 und 2008 an der Church Road triumphiert, zudem stand sie dreimal (2002, 2003, 2009) im Finale. Mit 36 Jahren ist sie die älteste Spielerin im gesamten Frauenfeld.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal