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Wimbledon: Roger Federer scheitert - Raonic und Murray im Finale

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Murray gegen Raonic im Finale  

Final-Hattrick verpasst: Roger Federer scheitert in Wimbledon

09.07.2016, 14:23 Uhr | dpa

Wimbledon: Roger Federer scheitert - Raonic und Murray im Finale. Musste sich im Halbfinale geschlagen geben: Roger Federer. (Quelle: Reuters)

Musste sich im Halbfinale geschlagen geben: Roger Federer. (Quelle: Reuters)

Roger Federer hat die Chance auf seinen achten Wimbledon-Sieg vorerst vertan. Trotz einer 2:1-Satzführung scheiterte der Schweizer Tennis-Star im Halbfinale an Milos Raonic. Der erste Kanadier im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers trifft nun auf Lokalmatador Andy Murray, der sich gegen Tomas Berdych durchsetze.

"Das schmerzt wirklich. Ich hätte es schaffen können, weil ich so nah dran war", sagte Federer. Das 3:6, 7:6 (7:3), 6:4, 5:7, 3:6 in fünf Sätzen beendete die Hoffnungen des 34-Jährigen, am Sonntag ein weiteres Mal die wertvollste Trophäe seines Sports in den Händen zu halten.

Stattdessen zog also der neun Jahre jüngere Raonic ins Finale gegen den Briten Murray ein.

Endspiel-Hattrick verpasst

In den vergangenen beiden Jahren verlor Federer bei dem Rasenturnier an der Church Road jeweils im Endspiel gegen Novak Djokovic, den von Boris Becker trainierten Branchen-Primus. Mit dem Drittrunden-Aus des Serben hatten sich die Chancen des Baselers verbessert.

Dennoch sind Federers Träume vom dritten Wimbledon-Endspiel in Serie ebenso vorbei wie von einer weiteren Bestmarke auf dem berühmten Rasen: Achtmal hat noch nie jemand das älteste Tennisturnier der Welt gewonnen. Seine ohnehin einzigartige Karriere wollte er damit weiter veredeln.

Stolperer sorgt für Schreckmoment

Gegen Raonic vergab Federer im vierten Satz die Chance auf den Tiebreak, verlor stattdessen seinen Aufschlag und musste den Satzausgleich hinnehmen.

Der Schweizer ließ sich am Oberschenkel behandeln und sorgte kurz darauf für einen kurzen Schreckmoment. Bei 1:2 im entscheidenden Durchgang stolperte er, blieb kurz liegen und setzte sich dann auf seinen Stuhl. Federer spielte zwar weiter, kassierte aber wenig später das Break, das seine Niederlage einleitete.

Nach erstem Satz zurückgemeldet

Dabei hatte zuvor vieles für Federer gesprochen. Nach dem verlorenen ersten Satz meldete er sich mit dem gewonnenen Tiebreak im zweiten Abschnitt zurück und entschied auch den dritten Durchgang für sich. Vor zwei Jahren hatte Federer in der Vorschlussrunde gegen Raonic noch in drei Sätzen die Oberhand behalten.

Mit Zweifeln war der zweifache Zwillingsvater diesmal nach London gereist, nachdem er sich zu Beginn der Saison erstmals in seiner Karriere einer Operation unterzogen hatte. Beim Baden seiner Töchter hatte er sich den Meniskus gerissen. Auch danach kämpfte er mit gesundheitlichen Rückschlägen und Rückenproblemen.

Probleme schon im Viertelfinale

Schon im Viertelfinale war Federer nur knapp einer Niederlage entgangen. Gegen Marin Cilic lag er 0:2 nach Sätzen hinten und war bei drei Matchbällen nur je einen Punkt vom Aus entfernt.

Im August wird Federer 35 Jahre alt. Gerüchte über seinen Rücktritt ist der Schweizer seit langem gewöhnt. Erst kurz vor dem Wimbledon-Beginn widersprach er. "Ich liebe Tennis so sehr, dass es mich nicht kümmert, dass ich nicht mehr so viel gewinne", sagte er der Zeitung "The Guardian".

Murray erwartet "großartiges" Finale

Als Murray nach Federers Aus den Centre Court betrat, hatte er keine Probleme und gewann locker 6:3, 6:3, 6:3 gegen den tschechischen Top-Ten-Spieler Berdych.

"Das Finale zu erreichen, ist eine großartige Leistung", sagte der Schotte Murray, der beim Vorbereitungsturnier in Queens gegen Raonic gewann: "Ich bin sehr glücklich, es war ein gutes Match heute. Es wird ein großartiges Spiel am Sonntag."

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