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US Open 2016: Fragen und Antworten zum Grand-Slam-Turnier in New York

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Wie wird Kerber die Nummer eins?  

Fragen und Antworten zu den US Open in New York

28.08.2016, 12:52 Uhr | sid

US Open 2016: Fragen und Antworten zum Grand-Slam-Turnier in New York. In Cincinnati verpasste Angelique Kerber die Nummer eins. In New York könnte sie sich die Spitzenposition sichern. (Quelle: imago/ZUMA Press)

In Cincinnati verpasste Angelique Kerber die Nummer eins. In New York könnte sie sich die Spitzenposition sichern. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Am Montag (29. August) beginnen die 135. US Open im Flushing-Meadows-Park in New York. Für den Vorjahressieger Novak Djokovic ist es die Chance, seinen Titel zu verteidigen. Spannend wird es auch für die deutsche Tennis-Queen Angelique Kerber: Sie könnte Platz eins der Weltrangliste erobern.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum letzten Grand-Slam-Turnier der Saison.

Wer steht im Fokus?

Aus deutscher Sicht ganz klar Angelique Kerber. Die Australian-Open-Siegerin, Wimbledonfinalistin und Olympia-Zweite kann die beste Saison ihres Lebens krönen. In New York hat sie die zweite Chance, die große Serena Williams (USA) an der Spitze der Weltrangliste abzulösen und in Steffi Grafs Fußstapfen zu treten. Die Tennis-Ikone stand als bislang einzige deutsche Spielerin auf Platz eins des WTA-Rankings - zuletzt am 30. März 1997.

Wann wird Kerber die Nummer eins?

Nur noch 190 Punkte Rückstand hat Kerber auf Williams. Im Finale von Cincinnati verpasste sie die Wachablösung. Sollte sie bei den US Open ihren zweiten Grand-Slam-Titel gewinnen, könnte sie sich die Spitzenposition sichern. Kerber überholt Williams sogar mit einem Aus in Runde eins, wenn die Branchenführerin vor dem Halbfinale ausscheidet. Erreicht Kerber selbst das Viertelfinale, muss Williams schon mindestens ins Endspiel kommen, um ihre Position zu verteidigen. Außenseiterchancen auf den Tennis-Thron besitzen zudem Garbine Muguruza (Spanien) und Agnieszka Radwanska (Polen).

Wie stehen Kerbers Chancen auf den Turniersieg?

Ziemlich gut, auch wenn Williams gerade im Big Apple immer alles zuzutrauen ist. Kerber ist mittlerweile derart konstant, dass sie selbst mit unterdurchschnittlichen Leistungen wie in Cincinnati ein Finale erreicht. Williams sagte nach ihrem frühen Olympia-Aus für das Vorbereitungsturnier wegen einer Schulterverletzung ab. Hält sie sich jedoch an der Spitze, löst sie Steffi Graf als die Spielerin ab, die am längsten ununterbrochen auf Platz eins der Weltrangliste stand. Auch ihr 23. Grand-Slam-Titel würde Graf in der Bestenliste auf Platz zwei verdrängen.

Wer sind die Favoriten bei den Männern?

Alles läuft auf eine Zweikampf zwischen Andy Murray und Novak Djokovic hinaus. Der Wimbledon- und Olympiasieger aus Großbritannien ist in Bestform, der Branchenführer aus Serbien will an die erste Saisonhälfte anknüpfen. Zuletzt war er im All England Club und in Rio überraschend früh gescheitert. Roger Federer (Schweiz) pausiert, Rafael Nadal (Spanien) tastet sich nur langsam an seine Topform heran.

Und die Deutschen?

Nach drei Erstrundenniederlagen bei den letzten vier Turnieren hofft Top-Talent Alexander Zverev auf neuen Schwung. Philipp Kohlschreiber wird nach seiner Fußverletzung und der Aufgabe in Rio wohl kaum an den Start gehen können. Bei den Frauen wollen die in der Weltrangliste abgerutschten Andrea Petkovic und Sabine Lisicki die Saison endlich zum Guten wenden. Rio-Viertelfinalistin Laura Siegemund hingegen versucht, ihren Aufwärtstrend zu bestätigen.

Was ist neu bei den US Open?

In diesem Jahr garantiert erstmals ein ausfahrbares Dach über dem Arthur Ashe Stadium den TV-Stationen Live-Tennis auch bei Regen. Der Centre Court ist mit 23.771 Zuschauen der größte Tennisplatz der Welt. Der Grandstand, der drittgrößte Platz (8125 Zuschauer) der Anlage im Stadtteil Queens, ist komplett neugestaltet worden. Mit insgesamt 46,3 Millionen Dollar Preisgeld (ca. 41,7 Millionen Euro) sind die US Open das höchstdotierte Tennisturnier der Welt. Die Sieger bei den Frauen und Männern kassieren jeweils 3,5 Millionen Dollar.

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