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Zverev spielt nicht: Zoff um deutsches Davis-Cup-Team

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Zahlreiche Absagen  

Zoff ums deutsche Davis-Cup-Team

03.09.2016, 15:55 Uhr | dpa

Zverev spielt nicht: Zoff um deutsches Davis-Cup-Team. Alexander Zverev will gegen Polen nicht für das deutsche Davis-Cup-Team spielen (Quelle: dpa)

Alexander Zverev will gegen Polen nicht für das deutsche Davis-Cup-Team spielen (Quelle: dpa)

Dem deutschen Davis-Cup-Team drohen wieder einmal Querelen und Zoff. Zwei Wochen vor der Relegationspartie gegen Polen in Berlin muss Tennis-Bundestrainer Michael Kohlmann nicht nur die Absage von Top-Talent Alexander Zverev verkraften.

Der bedauernswerte Mannschaftskapitän sieht sich zudem gezwungen, öffentliche Aussagen des 19 Jahre alten Hamburgers klarzustellen. Ganz nebenbei muss der frühere Profi nach den abschlägigen Bescheiden von Dustin Brown und Mischa Zverev sowie der Unsicherheit um den verletzten Philipp Kohlschreiber bis Dienstag ein Team nominieren, das den ersten Abstieg aus der Weltgruppe seit 2003 verhindern soll.

Kohlmann übt sich in Zurückhaltung

"Das ist jetzt so eine Partie, die auch zeigt, was manche Spieler vielleicht vom Davis Cup halten. Das ist schade zu sehen", sagt Kohlmann bei den US Open. Der 42-Jährige sitzt auf der Terrasse vor dem Presse-Restaurant und spricht ruhig und überlegt über die wohl schwierigste Phase seiner knapp zweieinhalbjährigen Amtszeit. Kohlmann ist aber viel zu intelligent und zu sehr Profi, um öffentlich all das zu sagen, was ihn umtreibt und beschäftigt.

"Ich möchte das gar nicht in Worte fassen. Zu emotional zu werden wäre jetzt der verkehrte Weg", sagte Kohlmann und kündigte an, "alles aufzuarbeiten" und sich dann mit dem Präsidium des Deutschen Tennis Bundes zusammenzusetzen und zu überlegen, "wie man damit umgeht".

Widersprüchliche Aussagen

Alexander Zverev hatte in der Pressekonferenz nach seinem Auftaktsieg in New York auf die Frage, ob er gegen Polen für das deutsche Davis-Cup-Team spielen werde, geantwortet: "Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. Mit mir hat noch keiner geredet." Dieser Darstellung widersprachen sowohl Verantwortliche des DTB unter der Hand als auch Kohlmann jetzt in seiner Rolle als Kapitän.

"Ich kann es mir nur so erklären, dass er das Thema damit beenden wollte. Das ist meine Vermutung. Ich würde lügen, wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte nicht mit ihm gesprochen. Wir haben mehrmals gesprochen", sagte Kohlmann. Mit Blick auf die Partie vom 16. bis 18. September im Steffi-Graf-Stadion von Berlin erklärte er: "Ich gehe davon aus, dass er nicht spielt. Das ist mein letzter Stand."

Persönliche Ziele im Vordergrund

Er habe persönlich mit Zverev geredet, DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard zusätzlich mit dessen Vater und dessen Manager. Laut Kohlmann passen dem Top-Talent der Wechsel von Hartplatz auf Sand und der Termin nicht in die Turnierplanung. Zverevs zehn Jahre älterer Bruder Mischa, der als potenzieller Doppelpartner für Alexander Zverev in Frage gekommen wäre, und Brown sagten Kohlmann bereits ab.

"Jeder setzt sein persönliches Ziel in den Vordergrund", sagte Kohlmann. Brown spiele lieber bei einem Challenger-Turnier in Stettin. "Er hat als Begründung genannt, er hätte andere Ziele, will in die Top 60. Er möchte runterkommen von diesem Challenger-Gespiele und Best of Five spürt er im Moment nicht. Das würde ich jetzt mal unkommentiert lassen", sagte Kohlmann. Über mögliche Konsequenzen für die betroffenen Spieler wollte er noch nicht spekulieren.

Zitterpartie droht

Unabhängig von allen Querelen und Unwägbarkeiten muss er nun bis Dienstag ein Team nominieren. Gesetzt sind bislang Florian Mayer und Jan-Lennard Struff. In Frage kommen zudem Daniel Brands, Benjamin Becker oder der 21 Jahre alte Nachwuchsprofi Maximilian Marterer.

Mit Kohlschreiber und Zverev wäre der Klassenerhalt so gut wie sicher, mit dem B-Team droht eine Zitterpartie. Als Zverev Anfang März sein Debüt für das Nationalteam feierte, ließ er sich vorher mit den Worten zitieren: "Es war immer mein großes Ziel, im Davis Cup für Deutschland zu spielen. Jetzt bin ich sehr glücklich über meine Nominierung und werde alles daran setzen, um gemeinsam mit unserem Team erfolgreich zu sein." Das war vor sechs Monaten.

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