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Tennis: Murray gewinnt Masters-Series-Turnier in Paris

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Tennis  

Murray gewinnt Masters-Series-Turnier in Paris

06.11.2016, 18:22 Uhr | dpa

Tennis: Murray gewinnt Masters-Series-Turnier in Paris. Andy Murray setzt sich im Finale des Masters in Paris klar gegen John Isner durch.

Andy Murray setzt sich im Finale des Masters in Paris klar gegen John Isner durch. Foto: Christophe Petit Tesson. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Der neue Weltranglisten-Erste Andy Murray hat das Tennis-Masters-Turnier in Paris gewonnen. Der Schotte setzte sich mit 6:3, 6:7 (4:7), 6:4 gegen den Amerikaner John Isner durch. Schon vor dem Finale stand der 29-Jährige als neue Nummer eins fest.

Murray profitierte von der Halbfinal-Absage des Kanadiers Milos Raonic am Vortag und zog ohne spielen zu müssen ins Endspiel ein. Der Schotte folgt am 7. November offiziell als erste britische Nummer eins auf den Serben Novak Djokovic an der Spitze der Weltrangliste.

Den Sprung an die Spitze hatte sich Murray ein bisschen anders vorgestellt. Am Abend vor seinem Halbfinale beim Masters-Event in Paris hatte der Brite in seinem Hotelzimmer gesessen und sich ausgemalt, wie es wohl sein würde, nach einem Sieg gegen den Kanadier Milos Raonic endlich auf Platz eins des Rankings zu stehen. Doch dann musste Raonic wegen einer Verletzung absagen. Kampflos bestieg Murray den Thron.

"Es war schon ein bisschen komisch. Man wusste gar nicht, wie man reagieren sollte", erzählte Murray der BBC von dem Moment, als ihm Raonic mitgeteilte hatte, dass er nicht spielen könne. Doch auch wenn der 29-Jährige gerne sportlich den letzten Schritt gegangen wäre, um den Serben Novak Djokovic nach 122 Wochen an der Spitze abzulösen: Die Tatsache, vom 7. November an vom Computer als bester Tennisspieler der Welt geführt zu werden, machte den Schotten sehr stolz.

"Es geht nicht um heute, sondern es geht um ein ganzes Jahr", sagte Murray. "Es war harte Arbeit. Novak hat in der ersten Hälfte des Jahres noch unglaublich gespielt, ich musste daher sehr, sehr viele Spiele gewinnen."

In der Tat war Platz eins für den dreimaligen Grand-Slam-Champion zur Jahresmitte noch meilenweit entfernt. Nach seinem lang ersehnten Sieg bei den French Open in Paris Anfang Juni im Finale gegen Murray hatte Djokovic im Ranking mehr als 8000 Punkte Vorsprung. Niemand konnte sich einen Machtwechsel in näherer Zukunft vorstellen, zu dominant war der Schützling von Boris Becker.

Doch dann fiel Djokovic in ein mentales Tief, während Murray auf konstant hohem Niveau weiterspielte. Zudem holte der Olympiasieger von 2012 Ivan Lendl als Coach zurück, der ihn erst zu einem Spieler von Weltklasseformat geformt hatte.

Sieben Titel hatte Murray bereits gewonnen, als er Anfang der Woche nach Paris kam. Zuletzt siegte er bei den Turnieren in Peking, Shanghai und Wien. Seine letzte Niederlage datiert von Anfang September, als er sich im Davis Cup dem Argentinier Juan Martin del Potro geschlagen geben musste.

Dass es Murray deshalb verdient hat, die Nummer eins zu sein, darin sind sich alle einig. "Ich habe zweifellos viel Respekt für das, was er erreicht hat", sagte Djokovic, der in Paris im Viertelfinale am Kroaten Marin Cilic gescheitert war. Auch Becker sandte Murray via Twitter Glückwünsche. "Glückwunsch @andy_murray, die Nummer eins der @ATPWorldTour geworden sein! Willkommen in einem sehr kleinen Club von Leuten, die die besten in ihrem Sport waren ..."

Nach dem Aufstieg von Angelique Kerber zur ersten deutschen Nummer eins seit Steffi Graf Mitte September erfolgte damit keine zwei Monate später auch in der Herren-Branche der Führungswechsel. Murray ist nach Angaben der Spielerorganisation ATP der erste Brite auf der Spitzenposition, seitdem die ATP-Rangliste 1973 eingeführt wurde. Als 26. Spieler insgesamt und zweitältester Debütant nach dem Australier John Newcombe übernimmt er den Tennis-Thron.

Für Murray ist das Ergebnis harter Arbeit. "Es ist schon schwierig, der Beste in einem Turnier über zwei Wochen zu sein. Aber nach zwölf Monaten ganz oben zu stehen, ist noch einmal etwas anderes", sagte Murray, dessen Bruder Jamie in diesem Jahr bereits zwischenzeitlich die Rangliste im Doppel angeführt hatte. "Es ist definitiv ein besonderes Jahr für unsere Familie", sagte Andy Murray.

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