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Tennis: Machbarer Start für Kerber in Melbourne

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Tennis  

Machbarer Start für Kerber in Melbourne

13.01.2017, 10:05 Uhr | dpa

Tennis: Machbarer Start für Kerber in Melbourne. Novak Djokovic und Angelique Kerber präsentieren die Trophäen der Australian Open.

Novak Djokovic und Angelique Kerber präsentieren die Trophäen der Australian Open. Foto: Mark Baker. (Quelle: dpa)

Melbourne (dpa) - Im dunkelblauen Kleid mit weißer Schleife präsentierte Angelique Kerber an der Seite von Novak Djokovic noch einmal stolz und lächelnd ihren Australian-Open-Pokal - mit der machbaren Aufgabe gegen die Ukrainerin Lessia Zurenko beginnt in der neuen Woche die Titelverteidigung.

Die Auslosung mit den Vorjahressiegern war ein Jahr nach dem bis dato größten Triumph an gleicher Stelle vorerst die letzte kleine Ehrung für Kerber. Nach dem missratenen Start in die neue Saison ist die Nummer eins der Tennis-Welt nun in Melbourne die Gejagte.

Den Auftritt auf den Stufen hinauf zur Margaret-Court-Arena gleich neben der riesigen Rod-Laver-Arena schien Kerber noch einmal sehr zu genießen. "Das ist schon etwas Besonderes, als Titelverteidigerin hierher zu kommen", sagte die Norddeutsche, nachdem sie die Trophäe zur kleinen Loszeremonie getragen hatte. Während sich die bald 29-Jährige fein gemacht hatte, schien es für den sechsmaligen Sieger Djokovic in seiner legeren Sporthose eher ein normaler Arbeitstag mit einem weiteren Termin.

Kerber betonte vor der Auslosung einmal mehr, dass sie nie zu weit in einem Turnier schaue. Im Vorjahr überstand sie die erste Runde gegen die Japanerin Misaki Doi erst nach Abwehr eines Matchballs. "Das war ein Ball, der alles verändert hat. Es waren zwei Wochen, die alles verändert haben", erinnerte Kerber.

Nach diesem Match habe sie frei aufgespielt. "Ich denke, ich muss zurück zu diesem Gefühl, keine Erwartungen zu haben und das Gefühl zu genießen, wo ich gerade bin", sagte Kerber und ließ keinen Zweifel daran, dass ihr die Erfolge vom vergangenen Jahr viel Selbstvertrauen gegeben haben. "Ich weiß, wie man Grand Slams gewinnt. Ich bin bereit für die neue Herausforderung", stellte die US-Open-Siegerin fest.

In Zurenko wartet die Nummer 61 der Tennis-Welt, der Start in die neue Saison misslang Kerber mit dem frühen Aus in Brisbane und Sydney allerdings. Die freie Zeit nutzte sie am Freitag zum Training mit Julia Görges bei geschlossenem Dach in der Rod-Laver-Arena. Sollte sie Zurenko besiegen, könnte ein deutsches Duell gegen Carina Witthöft folgen.

Kerbers letztjährige Finalgegnerin Serena Williams aus den USA, nach langer Pause zuletzt in Auckland auch früh gescheitert, erwischte in der Schweizerin Belinda Bencic eine schwere Gegnerin für die erste Runde. Sechs deutsche Damen stehen direkt im Hauptfeld des ersten Grand-Slam-Turniers im neuen Jahr, das am Montag beginnt und mit umgerechnet 35 Millionen Euro dotiert ist.

Die deutsche Nummer zwei Laura Siegemund trifft dabei auf die Serbin Jelena Jankovic, einst die Nummer eins der Welt. Bei einem Sieg wäre ein Duell mit Julia Görges möglich. Auch Andrea Petkovic und Annika Beck sind dabei, Sabine Lisicki und Anna-Lena Friedsam sind verletzt.

Bei den Herren schafften es sieben deutsche Profis direkt ins Hauptfeld. Der am höchsten gehandelte Alexander Zverev ist Favorit gegen den Niederländer Robin Haase. Sein älterer Bruder Mischa trifft auf den Spanier Guillermo Garcia-Lopez. Noch schwerer haben dürften es Routinier Florian Mayer gegen den einstigen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal aus Spanien, Dustin Brown gegen den letztjährigen Wimbledon-Finalisten Milos Raonic aus Kanada und Jan-Lennard Struff gegen den Österreicher Dominic Thiem. Philipp Kohlschreiber ist derzeit ebenso noch angeschlagen wie Altmeister Tommy Haas.

Titelverteidiger Djokovic trifft wie zuletzt in Doha auf den Spanier Fernando Verdasco, der dort im Halbfinale gleich fünf Matchbälle hatte. Im Finale besiegte Djokovic dann den Weltranglisten-Ersten Andy Murray. Der Schotte, dem der Titel in Melbourne noch fehlt, muss zunächst gegen Ilija Martschenko aus der Ukraine antreten. "Ich würde das Turnier gern gewinnen, weil ich so oft dicht dran war", sagte der fünfmalige Finalist.

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