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Russisches Weltklasse-Trio des Dopings überführt

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Biathlon  

Russisches Weltklasse-Trio des Dopings überführt

12.02.2009, 19:15 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Jekaterina Jurjewa ist des Dopings überführt. (Foto: imago)Jekaterina Jurjewa ist des Dopings überführt. (Foto: imago) Kurz vor Beginn der WM in Südkorea hat der Biathlonsport den nächsten handfesten Doping-Skandal zu verkraften. Die drei russischen Weltklasse-Biathleten Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko sind als Doping-Betrüger überführt.

Der Präsident des Biathlon-Weltverbandes IBU, Anders Besseberg, bestätigte einen Tag vor Beginn der Weltmeisterschaften im südkoreanischen Pyeongchang, dass die Analyse der B-Proben im Antidopinglabor in Lausanne die Ergebnisse der positiven A-Proben bestätigt haben. Das Trio wurde von der WM ausgeschlossen und wird nach einer nun folgenden Anhörung vom Weltverband gesperrt. Vor allem die Sperre der im Weltcup führenden Jurjewa wiegt schwer. Sie galt in allen Rennen als absolute Favoritin auf Gold.

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IBU-Präsident: "Nur die Spitze des Eisberges?"

Besseberg zeigte sich schockiert über den größten Dopingfall in der Geschichte des Verbandes und kündigte eine Intensivierung der Anti-Dopingarbeit an. "Das Ziel ist, so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch zu bringen. Im Unterschied zu bisherigen Dopingfällen handelt es sich diesmal um systematisches Doping in großem Umfang in einer unserer stärksten Nationen", sagte er und fügte die Frage an: "Ist das alles oder nur die Spitze des Eisberges?" Über mögliche Sanktionen gegen den russischen Verband wollte er sich nicht äußern.

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Sperren bis zu vier Jahren möglich

Die beiden aktuellen Weltmeister Jaroschenko und Jurjewa wurden bei zwei Dopingkontrollen beim Weltcup in Östersund im Dezember jeweils positiv auf verbotene Substanzen getestet, Olympiasiegerin Achatowa einmal. Die gefundenen Substanzen nannte die IBU aus juristischen Gründen nicht. Es soll sich um ein russisches EPO-Präparat der dritten Generation handeln. Das Strafmaß kann nach den neuen Regeln der Welt-Antidoping-Agentur WADA bis zu vier Jahre betragen.

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Russischer Verband wird durchgreifen

Nach Auskunft von Russlands Männer-Trainer Wladimir Alikin hat das Trio den WM-Ort umgehend nach Erhalt des B-Proben-Ergebnisses verlassen und ist von Seoul aus nach Moskau geflogen. Alikin kündigte zugleich harte Bestrafung durch den russischen Verband an.

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Schweden erwägen Boykott

Schweden und mehrere andere Länder erwägen derweil einen Boykott des Weltcup-Finales im russischen Chanty-Mansijsk vom 26. bis 29. März. Das berichtete der schwedische Teamchef Staffan Eklund auf der Internetseite seines Verbandes.

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