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Ullrich wehrt sich gegen Dopingvorwürfe

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Biathlon  

Ullrich wehrt sich gegen Dopingvorwürfe

23.03.2009, 15:59 Uhr | dpa

Unter Druck: Biathlon-Nationaltrainer Frank Ullrich. (Foto: imago)Unter Druck: Biathlon-Nationaltrainer Frank Ullrich. (Foto: imago) Der Anti-Doping-Kampf im Deutschen Skiverband steht nach Anschuldigungen gegen Bundestrainer Frank Ullrich und seinen früheren Chef Wilfried Bock auf dem Prüfstand. Nach den in der ARD-"Sportschau" geäußerten Vorwürfen droht den Skijägern eine langfristige Doping-Diskussion, auch wenn Ullrich und Bock die Vorhaltungen zurückweisen.

"Ich habe in meiner gesamten Trainerlaufbahn niemals einen Athleten dazu angewiesen, Dopingmittel einzunehmen", sagte Ullrich. Der mittlerweile in Altenberg tätige Bock stellte fest: "Ich mach's nicht und ich habe es nicht gemacht."

Biathlon Schwere Vorwürfe gegen Trainer Ullrich
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Schwere Vorwürfe vom Staffel-Weltmeister

Vor allem der ehemalige Staffel-Weltmeister Jürgen Wirth hat kurz vor dem Weltcup-Finale einen der erfolgreichsten Bundestrainer in Bedrängnis gebracht. "Frank Ullrich hat uns damals angewiesen, dieses Mittel Oral-Turinabol einzunehmen, damit wir schneller wieder regenerieren, das heißt, schnellere Erholungsphasen haben und bessere Trainingsleistungen bringen können", erklärte Wirth in der Sendung.

Zweiter Zeuge ohne konkrete Hinweise

Der zweite in der "Sportschau" aufgebotene Kronzeuge, Jens Steinigen, 1992 in Albertville Staffel-Olympiasieger zusammen mit Ricco Groß, Mark Kirchner und Fritz Fischer, belastete Ullrich nicht direkt: "An seine Rolle kann ich mich nicht mehr so im Detail erinnern. Er war nur bei den Gesprächen, 1986, wie es um die konkrete Vergabe der Dopingmittel ging, anwesend." Auch 1991, als Steinigen im ZDF-"Sportstudio" erstmals über Doping-Praktiken in der früheren DDR berichtete, war er in Sachen Ullrich nicht konkret geworden.

Ullrich leitet rechtliche Schritte ein

"Die Vorwürfe von Jürgen Wirth sind ungeheuerlich", erklärte Ullrich. Der 51 Jahre alte Bundestrainer, der von 1987 an Trainer der DDR-Nationalmannschaft war und die deutsche Biathlonmannschaft seit 1998 trainiert, stellte fest: "Ich lehne grundsätzlich jede Art von unerlaubter Leistungsmanipulation strikt ab." Zusätzlich kündigte Ullrich eine Klage an: "Ich werde gerichtliche Schritte einleiten".

Skiverband will die Vorwürfe in aller Ruhe prüfen

"Was Wilfried Bock betrifft, werden wir die Aktenlage umfassend analysieren und überprüfen. Im Fall von Frank Ullrich ist es aber so, dass sich in den vergangenen Jahren im Vorfeld von Olympischen Spielen mehrere Kommissionen mit der Vergangenheit aller deutscher Bundestrainer beschäftigt haben. Der Deutsche Skiverband hat in all diesen Jahren keinerlei Hinweise oder Empfehlungen erhalten, nach denen Frank Ullrich nicht mehr für den Deutschen Skiverband als Cheftrainer hätte arbeiten können oder sollen", erklärte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach und kündigte an: "Wir werden das Ganze in Ruhe besprechen und uns Gedanken über die nächsten Schritte machen."

Trainer sollen die Einnahme kontrolliert haben

Eindeutig sind die Aussagen, bewiesen ist jedoch nichts. "Wir haben dann die Tablette in den Mund genommen und sollten sie runterschlucken und sollten dann die Zunge rausstrecken, dass man's sieht, ob die Tablette noch im Mund ist", sagte Wirth. Auf die Frage des TV-Reporters "Haben auch die Trainer Frank Ullrich und Wilfried Bock die Einnahme kontrolliert?", antwortete Wirth: "Die Trainer Wilfried Bock und Frank Ullrich haben die Einnahme auch kontrolliert, damit jeder wirklich diese Tablette nimmt." Steinigen erklärte auf die Frage, wer ihn damals genötigt habe, die Dopingmittel zu nehmen: "Das waren die damaligen verantwortlichen Trainer, insbesondere der Cheftrainer, damals Herr Bock."

Zweiter Fall Goldmann droht

Möglicherweise droht dem deutschen Sport nun ein zweiter Fall Werner Goldmann. Im Fall des von einem Kugelstoßer belasteten Leichtathletik-Trainers wird der Leichtathletik-Verband (DLV) am 9. April vor dem Arbeitsgericht in Darmstadt nachweisen müssen, dass der frühere Bundestrainer aus Berlin, für dessen Weiterbeschäftigung sich die komplette deutsche Werferelite stark gemacht hat, Athleten gedopt hat. Der DLV hatte zum 31. Dezember 2008 den Zwei-Jahres-Vertrag von Goldmann auf Anraten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nicht verlängert und vorsichtshalber auch gekündigt. Goldmann klagt auf Wiedereinstellung.

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