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Deutsche Biathletinnen fahren im Nebel hinterher

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Deutsche Biathletinnen fahren im Nebel hinterher

20.01.2011, 11:46 Uhr | dpa, dpa

Deutsche Biathletinnen fahren im Nebel hinterher. Katrin Hitzer (re.) und ihre Staffel-Kolleginnen präsentieren sich nicht so stark, wie erhofft. (Foto: dpa)

Katrin Hitzer (re.) und ihre Staffel-Kolleginnen präsentieren sich nicht so stark, wie erhofft. (Foto: dpa)

Nach einem Strafrunden-Festival haben die deutschen Biathletinnen den zweiten Staffelsieg der Saison in Oberhof deutlich verpasst. Einen Tag nach dem ersten Mannschaftserfolg der deutschen Männer seit fast fünf Jahren mussten sich Magdalena Neuner und Co. nach insgesamt neun Strafrunden mit einem enttäuschenden sechsten Platz zufriedengeben. "Ich kann mich nicht erinnern, wann wir schon einmal so schlechte Schießleistungen hatten. In den vergangenen zehn oder 15 Jahren auf jeden Fall nicht", sagte Cheftrainer Uwe Müssiggang nach dem schlechtesten Team-Ergebnis seit 2005.

Das erste Staffelrennen der Saison hatten die deutschen Damen in Hochfilzen noch gewonnen. Dieses Mal triumphierte Schweden über 4 x 6 Kilometer nach 1:17:53,1 Stunden vor Frankreich (+52,3 Sekunden) und Weißrussland (+1:31,4 Minuten). Deutschland hatte im Ziel 3:16,8 Minuten Rückstand.

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Hönig: "So schlecht zuletzt in der Urzeit geschossen"

Bei schwierigen äußeren Bedingungen mit Regen, Nebel und böigen Winden hatte die deutsche Mannschaft in der Besetzung Kathrin Hitzer, Neuner, Tina Bachmann und Andrea Henkel extreme Probleme. "Vielleicht haben wir uns auch etwas zu sehr unter Druck gesetzt und wollten es den Männern unbedingt nachmachen", sagte Neuner, die selbst ebenfalls zweimal in die Strafrunde musste. "So schlecht hat eine deutsche Mannschaft zuletzt in der Urzeit geschossen", sagte Disziplin-Trainer Gerald Hönig verärgert.

Dabei hatte das Rennen vor 19.500 Zuschauern in der ausverkauften DKB-Skiarena am Grenzadler verheißungsvoll begonnen. Anders als Christoph Stephan bei den Männern begann Startläuferin Hitzer furios und gab sich im ersten Schießen keine Blöße. Doch im Stehend-Anschlag leistete sich die 24-Jährige dann gleich fünf Fahrkarten und musste so zweimal in die Strafrunde.

Heftige Böen machen Athleten zu schaffen

"Ich bin völlig ratlos, vom Gefühl her waren das alles Treffer. Es ist heute alles geflogen, nur die Scheiben nicht", sagte Hitzer. Neuner, die als Zwölfte mit 1:43,3 Minuten Rückstand auf die Loipe gegangen war, machte auf ihren sechs Kilometern zwar von Beginn an Tempo und hatte sich nach dem Liegend-Schießen, bei dem sie nur einmal nachladen musste, bereits auf Platz sieben vorgekämpft.

Im Stehend-Anschlag patzte aber auch Neuner, auch weil immer wieder heftige Böen in den Schießstand kamen - die Folge: auch Neuner musste zweimal in die Strafrunde. "So hatten wir uns das natürlich nicht vorgestellt. Ich habe beim Stehend-Schießen wegen der Böen lange gewartet, doch dann war der Puls einfach zu stark", sagte die 23-Jährige.

Henkel auf verlorenem Posten

Bachmann als dritte Starterin zeigte läuferisch zwar eine ganz starke Leistung, musste aber sogar drei Extra-Runden einlegen und konnte das deutsche Team so nicht wie erhofft nach vorne bringen. "Mein Problem war, das plötzlich gar kein Wind da war", meinte die 24-Jährige.

Schlussläuferin Henkel war schließlich auf verlorenem Posten und musste ebenfalls einmal in die Strafrunde. "Ich freue mich, dass es vorbei ist", fasste Henkel die Stimmung im deutschen Team frustriert zusammen.

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