Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport > Biathlon >

Andrea Henkel: "Ich möchte eine WM-Medaille"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Henkel: "Ich möchte eine Einzel-Medaille bei der WM"

19.02.2011, 11:24 Uhr | Das Interview führte Bettina Schardt, t-online.de

Andrea Henkel: "Ich möchte eine WM-Medaille". Andrea Henkel läuft von Podestplatz zu Podestplatz. (Foto: imago)

Andrea Henkel läuft von Podestplatz zu Podestplatz. (Foto: imago)

Andrea Henkel ist seit über zehn Jahren eine der besten deutschen Biathletinnen. International ging ihr Stern bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City 2002 so richtig auf, wo sie im Einzelrennen und mit der Staffel Olympiasiegerin wurde. 2007 gewann Henkel den Gesamt-Weltcup, insgesamt holte sie elf WM-Medaillen, darunter sechs Weltmeistertitel und feierte 20 Einzelsiege im Weltcup. Derzeit rangiert sie im Gesamt-Weltcup auf Rang eins und ist eine der Medaillenkandidatinnen für die Weltmeisterschaften Anfang März im russischen Chanty-Mansijsk.

t-online.de: Andrea Henkel, in Fort Kent haben Sie sich gerade in überragender Form präsentiert - zwei Siege und ein zweiter Platz. Was ist das Geheimnis, dass es seit Januar immer besser bei Ihnen läuft?

Mein Trainier Gerald Hönig hat schon im Oktober vermutet, dass der Dezember noch nicht so gut wird und er auf den Januar hofft. Mein Sommer und Herbst waren etwas durchwachsen und ich brauchte auch erst ein paar Wettkämpfe, um wieder richtig rein zu kommen. Für meine eigenen Erwartungen lief es allerdings im Dezember hervorragend. Ich hätte nicht gedacht, dass ich zu Beginn schon so gut mitlaufen kann. Da waren die Probleme eher am Schießstand, weil ich mit der hohen Belastung vor dem Schießen noch nicht klar kam. Jetzt scheint alles ganz gut zusammenzupassen. 

Es sind noch knapp drei Wochen bis zur WM in Chanty-Mansijsk. Mit welchen Erwartungen fahren Sie nach Russland?

Sport 
Eine Kugel Eis

Arnd Peiffer und Co. spielen Golf. Der Ball muss dabei aus eiskalten Wasser gerettet werden. Video

Ich war 2003 schon einmal bei der WM in Chanty-Mansiysk. Damals hatte ich aber keine besonders gute Form, durfte nur ein Rennen laufen und kam mit einem 17. Platz im Einzel zurück. Das soll dieses Mal anders werden. Wenn ich darf, werde ich zwei Staffeln laufen, in denen wir um die Medaillen kämpfen. Außerdem möchte ich auch in den Einzelrennen um die Podestplätze mitlaufen und am Ende hoffentlich auch eine Einzelmedaille mit nach Hause nehmen.

2009 wurden Sie WM-Dritte in der Mixed-Staffel, die am ersten WM-Tag, dem 3. März, ausgetragen wird. Würden Sie auch in diesem Jahr gerne die gemischte Staffel zum Auftakt laufen und was ist das Spezielle an diesem Wettkampf?

Ja, ich würde sehr gerne die Mixed-Staffel laufen. Bei der Mixed-Staffel können noch mehr Nationen gute Teams stellen, was den Wettkampf sehr interessant macht. Es ist auch der einzige Wettkampf, bei dem wir mit den Männern gemeinsam an den Start gehen. Das ist schon etwas ganz besonderes, denn außer Reiten fällt mir im Moment keine andere Sportart ein, bei der das so möglich ist. Es ist natürlich schade, dass nur vier von zwölf Athleten aus dem Team an den Start gehen können.

Sie waren schon einige Male in Chanty-Mansijsk bei Weltcup-Rennen. Chanty-Masijsk gilt als eine der wohlhabendsten Städte Russlands. An welchen Dingen merkt man das als Sportler besonders?

Die Kirche ist sehr prunkvoll. Aber wenn man sich die Häusern ansieht, die in unmittelbarer Nähe zur Kirche stehen, würde man nicht glauben, dass Chanty eine reiche Stadt ist. Wir leben dort aber ohnehin nicht wie die Maden im Speck. Wir wohnen in einem Haus mit dünnen Wänden und bekommen ganz normal dreimal am Tag zu essen. Also nichts Außergewöhnliches.

Gerade waren Sie bei Weltcup-Rennen in den USA. Erst in Presque Isle und jetzt in Fort Kent –  konnten Sie dort ein wenig mehr Ruhe nach den lautstarken Weltcups in Oberhof, Ruhpolding und Antholz genießen ?

Ich finde es sehr nett, dass auch mal in Amerika Weltcuprennen stattfinden und genieße irgendwie auch die Ruhe. Aber es ist auch schön zu wissen, dass es nicht immer so ist. In einem vollen Stadion, wie Oberhof, Ruhpolding und Antholz ist es auch wunderschön zu laufen. Ich mag die Abwechslung.

Ihr Freund, der Biathlet Tim Burke, ist US-Amerikaner. Sie verbringen einige Zeit im Jahr in den USA und mit der US-Nationalmannschaft. Haben die Zuschauer dort Sie schon ein wenig "adoptiert"?

Wenn wir einen Weltcup in Lake Placid gehabt hätten, wären sicherlich viele Zuschauer auf meiner Seite gewesen. Dort kennen mich die Menschen schon oder haben mich schon mal gesehen. Ob die Zuschauer in Presque Isle oder Fort Kent das auch wissen, dass ich viel mit den Amerikanern unterwegs bin, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Aber in Presque Isle kam ein Mädchen an den Bus, das speziell nach einem Autogramm von mir fragte.

Am Ende der vergangenen Saison sind mit Kati Wilhelm, Martina Beck und Simone Hauswald gleich drei sehr erfolgreiche deutsche Biathletinnen zurück getreten. Sie sind mit 33 Jahren und schon 291 Weltcup-Rennen nun die Erfahrenste in der deutschen Mannschaft. Hat sich ihre Rolle im Team geändert?

Dadurch, dass drei weg sind, ist das halbe Team etwas anders aufgestellt und sortiert sich ein bisschen neu. Ich bin jetzt zwar definitiv die Älteste und nicht mehr die Zweitälteste. Aber ich denke nicht, dass meine Rolle dadurch nun entscheidend anders ist. Ich habe schon zuvor gesagt, was ich sagen wollte und mache das jetzt immer noch.

Sie vier sind zehn Jahre lang einen Großteil des Jahres zu Trainingslagern und Wettkämpfen gemeinsam unterwegs gewesen. Welche ihrer drei Kolleginnen vermissen Sie am meisten und warum?

Mit Martina Beck habe ich zehn Jahre im Doppelzimmer gewohnt. Sie war damit natürlich auch diejenige, mit der ich den meisten Kontakt hatte und die ich jetzt auch am meisten vermisse. Aber im Zeitalter der modernen Kommunikation wissen wir trotzdem, wie es der anderen geht. Kati ist durch ihre Arbeit bei der ARD jede zweite Woche dabei und dadurch auch noch nicht so richtig weg. Ich treffe mich gerne mal mit ihr beim Training und wir laufen zusammen ein paar Runden und tauschen uns aus. Das finde ich immer super. Auch mit Simone ist der Kontakt nicht abgerissen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal