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Biathlon-WM: Arnd Peiffer setzt auf die Staffel

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Peiffer setzt auf den Sprint und die Staffel

01.03.2011, 15:29 Uhr | t-online.de

Biathlon-WM: Arnd Peiffer setzt auf die Staffel. Arnd Peiffer hat große Ziele. (Foto: imago)

Arnd Peiffer hat große Ziele. (Foto: imago)

Das Interview führte Jörg Runde

Am Donnerstag startet die Biathlon-WM im russischen Chanty-Mansijsk. Die deutschen Athleten gehören dort zum erweiterten Favoritenkreis. Einer von ihnen ist Arnd Peiffer. Mit t-online.de sprach der 23-Jährige über das DSV-Team, seine eigenen Medaillen-Chancen und einen ganz besonderen Außenseitertipp.

Herr Peiffer, die letzten Wettkämpfe vor der WM liefen sehr gut. Ich nehme mal an, das hat die Stimmung im Team noch einmal gesteigert?
Ehrlich gesagt ist unsere Stimmung nicht alleine von den Erfolgen abhängig. Wenn es nicht so klappt, laufen wir nicht mit hängenden Köpfen rum. Und wenn wir erfolgreich sind, haben wir auch kein Dauergrinsen drauf. Wir sind immer recht gelassen und freuen uns auf die WM.

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Die WM startet mit der Mixed-Staffel. Da ist man ja gleich mit den Damen zusammen. Sind die genauso locker drauf wie die Männer?
Ja klar, wir wohnen ja gemeinsam und bekommen das schon mit. Die Mädels sind auch entspannt. Ich freue mich auf diesen Wettkampf, der macht echt Spaß.

Wird der denn mittlerweile auch ernsthaft angenommen?
Absolut. Wir und auch die anderen Nationen lassen dort die stärksten Athleten starten. Das Rennen ist gleich eine gute Gelegenheit, eine Medaille zu gewinnen.

Eigentlich müsste doch der Sieg das Ziel sein.
Ja natürlich wollen wir auch um den Sieg mitkämpfen. So stark schätze ich uns schon ein.

Haben Sie eigentlich eine Lieblingsstrecke?
Also, ich laufe sehr gerne Staffeln. Und im Einzelbereich ist es natürlich der Sprint. Da habe ich bislang auch meine größten Erfolge gefeiert. Das ist ein Rennen, auf das ich mich sehr freue. Und da rechne ich mir auch etwas aus.

Auffallend waren ja die tollen Staffelerfolge in den vergangenen Wochen. Wie kann man erklären, dass Sie dort die favorisierten Norweger im Griff hatten?
Wir haben mittlerweile eine sehr gefestigte Mannschaft und vor allem unsere Positionen gefunden. Das hat sich echt eingespielt. Vorne ist Christoph Stephan der ideale Startläufer, dahinter legen entweder Andi Birnbacher,
Daniel Böhm oder Alexander Wolf sehr gut nach. Und hinten raus fühlen sich der Michi Greis und ich auf den Positionen vier und drei sehr wohl.

Was ist drin für Sie?
Wenn jeder eine solide Leistung abliefert, ist eine Medaille absolut drin. Sogar der Sieg, obwohl uns das vor der Saison ja niemand zugetraut hatte.

Im Biathlon wird oft vom Phänomen des letzten Schusses gesprochen, der häufiger als andere vorbei geht. Was ist da dran?
Wenn man die durchschnittlichen Trefferleistungen pro Schießeinheit betrachtet, wird der letzte Schuss nur minimal schlechter sein, als die anderen. Der letzte Schuss fällt aber eben mehr auf. Vor allem, wenn man vorher alle getroffen hat. Da denkt man, jetzt passt es doch. Und dennoch geht er dann vorbei.

Warum passiert das dann?
Das ist sicherlich mit einem Konzentrationsabfall zu erklären. Mit jedem Schuss wird es schwerer zu treffen. Beim ersten Schuss ist es übrigens genau anders herum.

Das müssen Sie erklären.
Den schießt man so einfach mal weg. Man kommt hin an den Schießstand, ist eigentlich noch gar nicht richtig eingerichtet und noch mit den Gedanken auf der Strecke. Und schon ist die Fahrkarte da.

Von diesen dürfen Sie sich bei der WM eigentlich keine erlauben, sonst ist der Medaillentraum geplatzt.
Ja, das ist dieses Jahr extrem. Es gibt etwa 30 Athleten, die gewinnen können. Das erhöht den Druck ungemein. Für ganz oben muss definitiv die Null stehen.

Woher kommen die Favoriten?
Da sind erst einmal alle Norweger. Dann haben die Franzosen mit Martin Fourcarde einen sehr starken Mann. Und auch die Russen werden sich zu Hause nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen. Gespannt bin ich auch auf die Österreicher.

Und Sie und die deutschen Starter?
Wir mischen natürlich auch mit.

Wie weit sind Sie läuferisch weg von den Norwegern weg?
Das wissen wir nicht genau, das wird spannend zu sehen. Das ist generell vor einer WM interessant. Ich bin mir sicher, dass wir nicht viel schlechter sind. So groß wie vor Weihnachten, als die Norweger allen davon gerannt sind, wird der Abstand mit Sicherheit nicht sein.

Da ich ganz gerne ab und zu ein paar Euro wette. Soll ich auf Sie setzen?
Nein, bloß nicht, dann fühle ich mich unter Druck gesetzt.

Wer könnte denn als Außenseiter gewinnen?
Also, ich denke Klemen Bauer ist ein guter Kandidat. Der läuft super und schießt Hop oder Top. Wenn der durchkommt, ist der Sieg drin. Unsummen würde ich aber nicht setzen.

Nein, nein, nur drei Euro.
Ja, das kann man verschmerzen. Die könnten Sie auch einmal auf den Dominik Landertinger setzen. Der ist echt gut, hat aber diese Saison noch nicht so viel gerissen.

Und aus der deutschen Mannschaft?
Der Daniel Böhm wird vermutlich im Einzel laufen. Da ist er richtig gut, die Strecke liegt ihm. Und da er noch nicht so bekannt ist, wird er bestimmt eine gute Quote haben.

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