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Biathlon-WM: Deutsche Männerstaffel wird schwer geschlagen

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Biathlon-WM - Staffel der Männer  

Die Medaille bleibt am Schießstand liegen

11.03.2011, 16:54 Uhr | dpa, sid, dpa, sid

Biathlon-WM: Deutsche Männerstaffel wird schwer geschlagen. Michael Greis sieht sich in Chanty-Mansijsk im Ziel der Staffel der Fahne des Siegrrs aus Norwegen gegenüber. (Foto: dpa)

Michael Greis sieht sich in Chanty-Mansijsk im Ziel der Staffel der Fahne des Siegrrs aus Norwegen gegenüber. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Als Anwärter auf Gold war die deutsche Biathlon-Staffel der Herren in Chanty-Mansijsk ins WM-Rennen gegangen, mit Blech lief Schlussläufer Michael Greis hinter Weltmeister Norwegen, den Russen, der Ukraine, Schweden, Italien und den USA ins Ziel. Platz sieben mit 51,4 Sekunden Rückstand hatten sich Deutschlands Skijäger am Schießstand eingehandelt. (Arnd Peiffers Video-Blog - exklusiv bei t-online.de)

Drei Strafrunden von Greis kosteten die Medaillenchance. Das deutsche Quartett, das beim letzten Wechsel noch knapp geführt hatte, musste sich in der Besetzung Christoph Stephan, Andreas Birnbacher, Arnd Peiffer und Greis am Ende mit Platz sieben (3 Strafrunden/16 Nachlader) begnügen. Greis entschuldigte sich: "Es tut mit wirklich leid, aber ich bin mir beim Schießen eigentlich keiner großen Schuld bewusst. Ich bin hohes Risiko gegangen. Ich wusste, wenn ich Bö unter Druck setzen kann, dann im Liegendschießen. Das ist eigentlich meine Stärke"

Keine Vorwürfe an Greis

"Das ist bitter. Vor allem bei so einem Höhepunkt", sagte Peiffer, der das Greis-Debakel via Funk in der Umkleidekabine mitbekam. "Nach unseren Vorleistungen hätten wir eine Medaille verdient gehabt." Auch Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang wollte trotz der verspielten Medaille keine große Kritik aufkommen lassen. "Wir haben bis zu diesem Zeitpunkt eine gute Staffel abgeliefert", sagte Müssiggang.

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Greis auf Platz sieben

Der Einzelwettbewerb in Chanty Mansijsk endet für die Deutschen ohne Medaille. Video

Ähnliches Drama wie 2010

Greis erlebte jedoch ein ähnliches Drama wie Birnbacher im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Vancouver. Damals hatte der 29-Jährige mit zwei Strafrunden im stehenden Anschlag die sichere Medaille aus der Hand gegeben. Tröstende Worte gab es vom Sieger. "Das tut mir sehr leid für ihn", sagte Emil Hegle Svendsen.

Fatale Fehleinschätzung

Laut Müssiggang schätzte Greis den aufkommenden Wind nicht richtig ein. Der erfahrene 34-Jährige reagierte auf die veränderten Bedingungen nicht. Alle Fehler gingen knapp rechts vorbei. Nach dem Zieldurchlauf verschwand der Bayer erstmal in der Wachskabine, um das Erlebte zu verdauen. Auch Fritz Fischer, Heimtrainer von Greis, nahm seinen Schützling in Schutz. "Die Jungs haben ein starkes Rennen gemacht. Michi hat ein bisschen Risiko gewählt. Er hat es probiert", sagte Fischer. "Das uns der Wind so mitspielt, ist schade. Michi hat Pech gehabt mit einer Windböe. In dieser Situation haben alle rechts daneben geschossen."

Birnbacher besteht die Prüfung

Dabei lag vor dem Rennen der Fokus vor allem auf Birnbacher. Immer wieder wurde im Vorfeld gemutmaßt: Hat der Bayer sein Olympia-Drama verdaut oder nicht. Er hat: Denn im Stehendschießen blieb Birnbacher diesmal ohne Fehlschuss und brachte sein Team nach vorn auf Platz zwei. "Das war heute ein hartes Ding für mich. Ich wusste nicht, ob ich das aus meinem Kopf kriege", bekannte der Schlechinger, der sich bei seinem Mentaltrainer bedankte: "Thomas hat mir sehr geholfen. Vielen Dank."

Seit 2006 keine Goldmedaille mehr

Damit warten die deutschen Biathleten seit dem Olympiasieg 2006 in Turin weiter auf einen Titel bei internationalen Großereignissen. In dieser Saison siegte die Herren bei den Weltcups in Oberhof und Antholz. Zuletzt triumphierte ein deutsches Quartett 2004 bei einer WM, insgesamt gab es elf Weltmeistertitel für Deutschland.

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