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    Magdalena Neuner: "Jetzt beginnt etwas Neues"

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    "Jetzt beginnt etwas Neues"

    18.03.2012, 14:35 Uhr | sid, dpa

    Magdalena Neuner: "Jetzt beginnt etwas Neues". Magdalena Neuner nach ihrem letzten Biathlon-Rennen (Quelle: dapd)

    Magdalena Neuner nach ihrem letzten Biathlon-Rennen (Quelle: dapd)

    Mit dem dritten Gesamtweltcup-Triumph ist die beeindruckende Karriere von Biathlon-Star Magdalena Neuner zu Ende gegangen. Im letzten Rennen ihrer Karriere verpasste Neuner allerdings das Podium. Im Massenstart über 12,5 Kilometer erkämpfte sich die 25-Jährige im russischen Chanty-Mansijsk trotz insgesamt sechs Strafrunden den sechsten Platz.

    Foto-Show
    Das neue Leben der Magdalena Neuner

    Trotzdem winkte Neuner nach ihrer letzten Zieldurchfahrt fröhlich ins Publikum. Später küsste sie die große Kristallkugel. "Es fühlt sich nicht wie Abschied an. Jetzt beginnt etwas Neues", war ihre erste Reaktion. Ihren dritten Triumph im Gesamtweltcup hatte sich die 25-Jährige bereits mit Platz vier in der Verfolgung am Vortag gesichert.

    Kleine Kugel für Domratschewa

    Neuner hatte nach den ersten beiden Liegendschießen mit null Fehlern deutlich in Führung gelegen, ließ dann aber vier Scheiben stehen und musste 600 Meter zusätzlich in der Strafrunde drehen. Auch im letzten Schießen leistete sie sich zwei Fehler.

    Foto-Show: Gesucht wird die neue Magdalena Neuner

    Die kleine Kristallkugel für die Disziplin-Wertung ging an Tagessiegerin Darja Domratschewa aus Weißrussland, die sich knapp im direkten Duell gegen die norwegische Dreifach-Weltmeisterin Tora Berger durchsetzte. Dritte wurde die Finnin Kaisa Mäkäräinen. Andrea Henkel belegte Rang zehn, Franziska Hildebrand Rang 14. Tina Bachmann und Miriam Gössner enttäuschten am Schießstand.

    "Bin mir sicher, dass ich nicht zurückkomme"

    Neuner bereitete sich einen würdigen Abschied und startet nun mit viel Freude und großen Erwartungen in ihr neues Leben. Der für so manchen unverständliche Schritt, im besten Sportleralter Goodbye zu sagen und auf noch mehr Ruhm und Geld zu verzichten, ist unumstößlich. "Ich bin mir sicher, dass ich nicht zurückkomme. Es war eine tolle Zeit, aber ich wollte immer auf dem Höhepunkt aufhören. Jetzt werde ich woanders Siege feiern", sagte sie.

    "Danke, Lena!"

    Ihre Teamkolleginnen trugen Trikots, auf denen aufgedruckt war. "Schön war's und Danke Lena". Bundestrainer Gerald Hönig stand mit einer Mütze mit der Aufschrift "Viel Glück Lena!" am Schießstand und sagte: "Wir verlieren eine Athletin, die die letzten Jahre Biathlon maßgeblich geprägt hat und man fragt sich schon, wann kommt so eine Persönlichkeit wieder."

    Neuner freut sich auf zu Hause

    "Am meisten freue ich mich darauf, daheim anzukommen. Einfach zu wissen, ich kann meine Tasche auspacken und die Wintersachen in den Speicher stellen", sagte Neuner. "Jetzt werde ich anfangen, mein normales Leben zu leben. Ich glaube, ich komme damit klar."

    Umfangreiche Trophäen-Sammlung

    Die Bilanz ihrer Karriere, die in Antholz 2007 mit dem Gewinn von drei WM-Titeln ihren Anfang nahm, ist beeindruckend. 17 WM-Plaketten, zwölf davon aus Gold - damit rückt das Covergirl des deutschen Wintersports in der ewigen Bestenliste der erfolgreichsten WM-Skijäger hinter Ole Einar Björndalen auf Rang zwei. Dazu kamen zwei Olympiasiege, dreimal war sie Weltcup-Gesamtsiegerin und gewann sieben kleine Kristallkugeln - diese Zahlen werden für lange Zeit unerreicht bleiben.

    Domratschewa härteste Konkurrentin

    Wie schwer ihr Abschied fürs deutsche Team wiegt, zeigte Magdalena Neuner in ihrer Abschiedssaison eindrucksvoll. Nach ihrer Rücktrittsankündigung am 6. Dezember 2011 dominierte sie die Konkurrenz, einzig ihre wohl legitime Nachfolgerin Domratschewa aus Weißrussland konnte sie ernsthaft herausfordern. Zehn der elf deutschen Damen-Siege gingen in diesem Winter auf ihr Konto, dazu kamen acht Podestplätze. Lediglich die 34-Jährige Andrea Henkel konnte einmal in die Bresche springen und gewann, als Neuner in Oslo erkrankt passen musste.

    Große Lücke im Frauen-Team

    Nicht nur sportlich, auch menschlich hinterlässt Neuner im deutschen Team eine große Lücke. "Uns wird ein Sonnenschein fehlen, weil sie immer ein Lächeln auf den Lippen hatte", sagte Tina Bachmann. Ihre nun ehemalige Zimmerpartnerin und beste Freundin Miriam Gössner ist besonders traurig: "Uns hat etwas Besonderes verbunden, sie wird mir sehr fehlen."

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